Radon: Gefahr aus dem Untergrund – Anforderungen, Pflichten und Empfehlungen für Planer, Bauherren und Behörden

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das in geringen Mengen überall in der Umwelt vorkommt. In einigen Regionen kann die Konzentration jedoch deutlich erhöht sein, was ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung darstellt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schätzt, dass in Deutschland jährlich etwa 500 Menschen an Lungenkrebs sterben, die durch Radon verursacht werden.

Anforderungen und Pflichten:

  • Planer:
    • Sie sind verpflichtet, sich über die Radonbelastung in dem Gebiet zu informieren, in dem sie planen.
    • Bei Neubauten müssen sie geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Radon treffen.
    • Sie müssen die Bauherren über die Radonbelastung und die möglichen Schutzmaßnahmen informieren.
  • Bauherren:
    • Sie sind verpflichtet, die Auflagen der Behörden zum Schutz vor Radon zu erfüllen.
    • Sie können sich von einem Fachmann beraten lassen, welche Schutzmaßnahmen am besten geeignet sind.
  • Behörden:
    • Sie sind verpflichtet, die Bevölkerung über die Radonbelastung in ihrem Gebiet zu informieren.
    • Sie müssen die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften überwachen.

Empfehlungen:

  • Radonmessungen:
    • In allen Gebäuden in Gebieten mit erhöhter Radonbelastung sollten Radonmessungen durchgeführt werden.
    • Langzeitmessungen über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr sind am aussagekräftigsten.
  • Schutzmaßnahmen:
    • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Gebäude vor Radon zu schützen.
    • Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Abdichtung des Bodens und die Lüftung des Gebäudes.
    • Fachliche Beratung durch einen Radon-Experten ist empfehlenswert.