Wissenswertes

Umweltlexikon

Abfall
Als A. werden bewegliche Gegenstände bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.


Abfallberatung
Abfall(vermeidungs)beratung sollte Teil jeder Umweltberatung sein. Als von der Umweltberatung unabhängiges Tätigkeitsfeld entstand A. Mitte der 80er Jahre zunächst in solchen Städten, die Modelle zur getrennten Müllsammlung (meist: Erfassung von Wertstoffen in eigenen Sammelbehältern) erprobten.


Abfallbeseitigung auf See
Die A. erfolgt als Verbrennung oder Verklappung. Vor allem Dünnsäure aus der Titandioxid-Produktion und Klärschlämme wurden in früheren Jahren verklappt.


Abfallbeseitigungsplan
Im Abfallgesetz des Bundes ist in 6 die Aufstellung von Abfallentsorgungsplänen durch die Länder vorgesehen.


Abfallentsorgung
A. ersetzt im Abfallgesetz (1986) den Begriff Abfallbeseitigung.


Abfallgesetz
Mit der Verabschiedung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes von 1994, das 1996 in Kraft trat, wurde eine einheitliche Rechtsgrundlage im Abfallbereich geschaffen.


Abfalltourismus
Der A. ist direkte Folge einer ganzen Reihe von Faktoren: Nach wie vor und ersten Ansätzen zum Trotz wird in Deutschland wie auch weltweit beim Abfall vorwiegend auf Entsorgung statt auf Vermeidung gesetzt (Abfallvermeidung, Verpackungsverordnung).


Abfallvermeidung
Abfallvermeidung bedeutet, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen. Fälschlicherweise wird häufig die Abfallverwertung als Abfallvermeidung bezeichnet. Bei der Abfallverwertung handelt es sich jedoch lediglich darum, eine sinnlose Deponierung der bereits entstandenen Abfälle zu vermeiden.


Abfallverwertung
Abfallverwertung umfaßt Maßnahmen, die dazu dienen, im Abfall enthaltene Wertstoffe bzw. Energiepotentiale zu verwerten (Recycling, getrennte Sammlung, Sortierung von Müll, Verpackungsverordnung).


Atommüll
Sämtliche radioaktive und verseuchte Materialien, die bei der Nutzung von Radioaktivität durch den Menschen anfallen und keine weitere Verwendung finden, werden Atommüll genannt.


Atomtransporte siehe Brennstoffkreislauf


Autorecycling
In Westdeutschland werden jährlich knapp 2 Mio Autos endgültig stillgelegt.


Basisabdichtung
Die B. soll das Austreten von schadstoffbelastetem Sickerwasser, das in jeder Deponie entsteht, in den Untergrund und das Grundwasser verhindern (Deponiesickerwasser).


Batterieentsorgung
Der geschätzte Verbrauch allein an Primärbatterien liegt für 1992 bei 500 Mio Stück.


Bauschutt
Unter B. faßt man Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle zusammmen und besteht aus mineralischen Stoffen und beinhaltet alle Abfälle, die während und durch eine Baumaßnahme anfallen, wie Beton, Fliesen und Keramik, Mörtel, Putz und Rigips, Steine und Ziegel.


Bioabfall
Unter Bioabfall (auch Biomüll genannt) werden v.a. organische (pflanzliche und tierische) Abfälle aus privaten Haushalten und Garten verstanden, die durch Mikroorganismen, Bodenlebewesen und Enzyme abgebaut werden können.


Biomüll
Organischer Anteil (Kompost) im Hausmüll.


Biopol
B. ist ein eingetragenes Warenzeichen des Unternehmen ICI für einen abbaubaren Kunststoff, aus Hydorxybuttersäure (HB) und der ihr verwandten Hydroxyvaleriansäure (HV).


Biotonne
Gefäß zur getrennten Sammlung von kompostierbaren Bestandteilen aus dem Hausmüll.
Holsystem, Kompostierung


Bodenbelastung
Der Boden bedarf aufgrund seiner hohen B. durch Schadstoffe und andere menschliche Eingriffe eines besonderen Schutzes.


Brennstoff aus Müll
Aus Hausmüll durch grobe Sortierung und Brikettierung der energiereichen Bestandteile gewonnener Brennstoff.


Bringsystem
Dem Bürger wird die Möglichkeit gegeben, getrennt gesammelte Wertstoffe (getrennte Sammlung, Recycling) zu Recyclingcontainern, die an zentralen Punkten aufgestellt sind, oder zu Recyclinghöfen zu bringen.


Computerschrott
siehe Elektronikschrott


Deponie
Eine Deponie ist ein lokal begrenzter, langfristig angelegter Ablagerungsort von Abfällen. Eine Müllkippe ist dagegen eine unorganisierte Abfallansammlung, die je nach Zusammensetzung des Abfalls Umwelt und Menschen gefährden kann.


Deponiegas
Durch mikrobiellen Abbau von organischen Abfällen in Deponien entsteht D..


Deponiesickerwasser
Wasser aus Niederschlägen oder aus Abfällen, das den Deponiekörper durchfließt und im Abfall enthaltene lösliche Stoffe aufnimmt.


EG-Verpackungsrichtlinie
siehe Verpackungsverordnung


Einwegflasche
siehe Mehrwegflasche, Verpackungen


Einwegverpackungen
Verpackungen, die nach Gebrauch/Verbrauch des Inhalts weggeworfen werden.


Entsorgung
siehe Atommüll, Abfall, kommunale Abfallbeseitigung, Abwässerreinigung


Essbare Verpackung
Auf der ANUGA 1989 in Köln wurden erstmals E. aus Stärke vorgestellt. Inzwischen sind E. für Pralinen, Einweggeschirr und -becher in der Anwendung.


Faulgas
siehe Biogas, Klärgas, Deponiegas


Flugasche
Als F. wird der bei der Verbrennung entstehende Staub bezeichnet, der durch eine Rauchgasentstaubungsanlage abgeschieden wird.


Gelbe Tonne
Mülltonne zur Sammlung von Verpackungsmüll, die vom Dualen System bereitgestellt und entleert wird.


Getrennte Sammlung
Durch die G. können die im Abfall enthaltenen Wertstoffe sortenrein erfaßt und einer Wiederverwertung zugeführt werden.


Gewerbeabfälle
In industriellen Betrieben fallen Abfälle an, die wegen ihrer Mengen oder Schadstoffgehalte nicht gemeinsam mit Hausmüll entsorgt werden.


Giftmüll
siehe Sonderabfälle


Giftmüllexport
Geschätzte 5-6 Mio t Sonderabfall fallen in Deutschland alljährlich an, die Tendenz ist steigend.


Glas
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt.


Grüne Tonne
Gefäß zur getrennten Sammlung von Wertstoffen (Altpapier, Altglas, Weißblechdosen, Kompost o.ä.) aus dem Hausmüll.


Grüner Punkt
Der G. kennzeichnet Verpackungen, die zur Verwertung geeignet sind und durch das duale System entsorgt werden, d.h. die Beschaffenheit der Verpackungen muß eine Abnahme und Verwertung außerhalb der kommunalen Abfallbeseitigung garantieren.


Hausmüll
Als H. werden feste Abfälle bezeichnet, die im Rahmen einer normalen Haushaltsführung in Privathaushalten entstehen und durch die Müllabfuhr abgefahren werden (hausmüllähnlicher Gewerbemüll).


Hausmüllähnlicher Gewerbemüll
Büro- oder Küchenabfälle, die in Gewerbebetrieben anfallen und gemeinsam mit dem Hausmüll entsorgt werden.


Hausmülldeponie
siehe Deponie


Hausmüllsortieranlage
H. dienen der Sortierung von Wertstoffen aus der getrennten Sammlung und gemischt gesammelten Abfällen (Hausmüll).


Holsystem
Beim H. werden dem Bürger zusätzlich zur üblichen grauen Mülltonne weitere Wertstoffbehälter (grüne Tonne, Biotonne oder Wertstoffsäcke) zur Verfügung gestellt.


Hydrozyklon
Als H. bezeichnet man die zur Zeit leistungsfähigste Anlage zur Sortierung von Kunststoffgemischen; eine sortenreine Rückgewinnung der Polyolefine ist möglich.


Klärschlammverordnung
(AbfKlärV). Am 25.6.1982 erlassene Rechtsverordnung der Bundesregierung zur Kontrolle der Klärschlammverwertung in der Landwirtschaft.


Kommunale Abfallbeseitigung
Nach dem Abfallgesetz sind Kreise und kreisfreie Städte verpflichtet, die K. zu regeln.


Kreislaufwirtschaftsgesetz
Im 1996 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz werden Grundsätze und Grundpflichten der Kreislaufwirtschaft festgelegt. Das Gesetz fordert, Abfälle in erster Linie zu vermeiden und in zweiter Linie stofflich zu verwerten oder zur Gewinnung von Energie zu nutzen.


Mehrkammer-Müllsystem
siehe Holsystem, getrennte Sammlung.


Mehrwegflasche
Während der Mehrweganteil im Bereich Erfrischungsgetränke ständig abnimmt, hat sich die Milch-M. inzwischen wieder am Markt etabliert.


Mehrwegverpackungen
Verpackungen für mehrfachen Gebrauch (z.B. Milchpfandflasche).


Müll
Umgangssprachliche Bezeichnung für Abfall. Siehe auch Stichworte Hausmüll und Abfall


Mülldeponie
siehe Stichwort Deponie


Müllpyrolyse
siehe Pyrolyse


Müllsammlung siehe Getrennte Sammlung, Abfall, Hausmüll, kommunale Abfallbeseitigung


Mülltourismus
siehe Abfalltourismus, Giftmüllexport


Müllverbrennung
Bei der M. unterscheidet man die Hausmüllv. und die Sondermüllv. Bei der Verbrennung erfolgt eine möglichst vollständige Oxidation vor allen der organischen Stoffe aber auch sonst oxidierbarer Stoffe.


MVA
Abkürzung für Müllverbrennung
siehe Stichwort Müllverbrennung


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Pfandflasche
siehe Mehrwegflasche.


Pfandverpackung
Verpackungen, für die beim Kauf ein Pfand erhoben wird, das bei Rückgabe der Verpackung erstattet wird.


Plastikfolie
siehe Kunststoff, Polyethylen, PVC, Gartenteich.


Plastiktüte
siehe Einkaufstasche.


Pyrolyse
Als P. bezeichnet man die Zersetzung von festen oder flüssigen Stoffen bei hohen Temperaturen (400-700 Grad C) unter Sauerstoffausschluß.


Radioaktiver Abfall
siehe Atommüll.


Rohstoffrückgewinnungsanlage
siehe Hausmüllsortieranlage.


Rotschlamm
siehe Aluminiumherstellung.


Rotte
siehe Kompostierung.


Rücknahmepflicht
siehe Duales System, Batterieentsorgung.


Sekundärrohstoffsystem
(Sero-System) Durch Rohstoff- und Devisenknappheit war man in der DDR gezwungen, ein funktionsfähiges S. zu unterhalten, das den in Haushalten und Gewerbe anfallenden Müll (Hausmüll) kanalisierte und einer Wiederverwertung (Recycling) zuführte.


Sero-System
siehe Sekundärrohstoffsystem.


Sickerwasser
siehe Deponiesickerwasser, Grundwasser.


Siedlungsabfälle
Sammelbegriff für Abfälle, die im Rahmen der kommunalen Abfallbeseitigung eingesammelt werden.


Sonderabfälle
S. sind Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit und Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosiv oder brennbar sind oder Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten können.


Sondermüll
siehe Sonderabfälle.


Sondermülldeponie
Die Deponierung stellt das letzte Stadium beim Umgang mit Sonderabfällen dar.


Sondermüllverbrennungsanlage
In der BRD existierten 1988 27 S., davon 14 in Nordrhein-Westfalen, 5 in Hessen und 4 in Bayern.


Sortierung von Müll
siehe Hausmüllsortieranlage, getrennte Sammlung.


Sperrmüll
Als S. werden Abfälle bezeichnet, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht zusammen mit dem Hausmüll eingesammelt werden.


Standfestigkeit von Deponien
Damit bei Deponien keine Gefahren durch Rutschungen entstehen und keine Abfälle vom Deponiekörper nach außerhalb gelangen, muß die S. geprüft werden.


TA-Abfall
Zweite allgemeine Verwaltungsvorschrift, die auf Grundlage des 4 Absatz 5 Abfallgesetz (Ermächtigungsgrundlage) erlassen wurde.


TA-Siedlungsabfall
Vom Bundestag verabschiedete sechste allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Abfallgesetz (Stand 9/92).


Untertagedeponie
Für die Endlagerung von Sonderabfällen, z.B. für mittel- und hochradioaktive Abfälle (Atommüll), wird oft eine U. vorgesehen.


Verbrennung
Als Verbrennung bezeichnet man umgangssprachlich eine chemische Reaktion, bei der sich ein chemisches Element schnell und unter Wärmeabgabe mit Sauerstoff verbindet.


Verbrennung auf hoher See
siehe Abfallbeseitigung auf See.


Verklappung
siehe Abfallbeseitigung auf See.


Verpackungen
Man unterscheidet Mehrweg(MW)-V. (z.B. Pfandflaschen) und Einweg(EW)-V. (z.B. Plastiktüten, Aludosen, Konservendosen oder Getränkekartons).


Verpackungsmüll
Von den durchschnitlich 250 kg Hausmüll, die der Durchschnittsbürger pro Jahr produziert, entfallen ungefähr 70 kg, also knapp 30 Gew.-% auf Verpackungsmaterialien, wie Papier, Pappe, Glas, Kunststoffe und Metalle, die bereits nach einmaligem Gebrauch nutzlos sind und entsorgt werden müssen.


Verrottung
siehe Kompostierung, Bodengefüge, Bodenorganismen, Humus.


Weltraummüll
Als W. werden Trümmerteile von Raumflugobjekten und abgebrannten Triebwerken bezeichnet, die im Weltraum die Erde umkreisen.


Wertstoffrückgewinnung
siehe Getrennte Sammlung, Hausmüllsortieranlage.


Windeln
Beim Wickeln von Säuglingen unterscheidet man folgende Wickelmethoden: 1. Wickeln in Höschen-W. (Einmal- oder Wegwerf-W.), 2. Wickeln in Baumwoll-W. a) Waschen zu Hause, b) Waschen durch W.-Dienst, 3. W.-Höschen zum vielfachen Gebrauch mit Einmal-Vlies-Einlagen.


100.000-Dächer-Programm
Das 100.000-Dächer-Programm ist ein Bundesförderprogramm, welches zinsverbilligte Kredite für Solarstromanlagen bietet.


Abbeizmittel
Alkalische, saure oder neutrale Mittel zur Entfernung von Anstrichfarben.


Absorber
Es handelt sich um ein Blech, welches mit einer schwarzen Spezialbeschichtung versehen ist und Solarenergie in thermische Energie umwandelt, es wird auch allgemein als Wärmetauscher bezeichnet.


Acrylatharz
Umgangssprachliche Kurzform für Synthesefasern und Kunstharze aus Polyacrylnitril, Polyacrylat und Polymethacrylat.


Acryllackdispersionsfarben
Lacke, Lasuren und Grundierungen, die Polyacrylatkunststoffe oder Methylacrylate als Bindemittel enthalten. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften lassen sich diese Bindemittel gut in Wasser verteilen (dispergieren) oder, wenn es sich um flüssige Kunstharztropfen handelt, in Wasser emulgieren.


Alkydharzlack
Zumeist lösemittelhaltige Lacke oder Lasuren und Grundierungen, die durch chemische Umsetzung von Leinöl oder Rizinusöl mit Dicarbonsäuren hergestellt werden.


Allergie
Spezifische Änderung der Immunitätslage im Sinne einer krankmachenden Überempfindlichkeit.


Amphibol-Asbest
Allgemeine Bezeichnung von Mineralen der Amphibol-Gruppe (Asbest).


Anstrichstoffe
Mittel zur Beschichtung von Oberflächen (Holz, Metall, Mauerwerk, Tapete usw.), die zum Schutz oder zur Verschönerung beschichtet werden.


Antifoulingfarben
Mit Bioziden ausgerüstete Lacke zur Beschichtung von Booten, um den Bewuchs mit Algen und Muscheln zu verhindern.


Asbest
A. ist ein natürliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren für vielfältige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Gebäuden und Geräten als Brand- und Isolierschutz.


Asbestersatz
Asbest ist aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften und der daraus resultierenden Verwendungsmöglichkeiten einmalig.


Asbestsanierung
Aufgrund der von Asbestprodukten in Gebäuden ausgehenden Gesundheitsgefährdung sind in vielen Fällen Sanierungsmaßnahmen erforderlich.


Autonomes Haus
Die Idee des A. beruht darauf, mittels der Naturelemente Erde-Wasser-Luft-Feuer die Ver- und Entsorgung eines Hauses weitestgehend im Kreislauf zu organisieren.


Balsamterpentinöl
Flüchtiger Bestandteil von Balsamen. Gemische von Kohlenwasserstoffen, Estern und Alkoholen, die meist stark duften.


Bauberater kdR
Trotz fortschreitender wissenschaftlicher Erkenntnisse steigt die Anzahl vermeidbarer Baumängel und Schäden kontinuierlich. Neuere Veröffentlichungen zeigen, dass beispielsweise mehr als die Hälfte aller modernen Wohnungen von Schimmel betroffen sind.


Baubiologie
Die Baubiologie ist die Lehre von der ganzheitlichen Beziehung zwischen Lebewesen in der Wohn-Umwelt.


Bauleitplanung
Man unterscheidet im öffentlichen Baurecht zwischen dem auf Länderebene in Bauordnungen geregelten Bauordnungsrecht und dem auf Bundesebene im Baugesetzbuch (BauGB) geregelten Bauplanungsrecht.


Bauökologie
Unter B. versteht man die Berücksichtigung ökologischer Aspekte beim Bauen, so dass durch die Bautätigkeit und die verwendeten Materialien möglichst geringe Eingriffe in die Naturkreisläufe vorgenommen werden, d.h. Luft, Wasser und Boden möglichst wenig beeinträchtigt werden.


Bauphysik
Die B. beschreibt die ein Bauwerk beeinflussenden physikalischen Phänomene Schall (Schalldämmung, Schallschutz, Schallschutz in Gebäuden, Schallschutzfenster), Wärme (Wärmedämmstoffe, Wärmedämmung, k-Wert, Wärmeschutzverglasung, Wärmeschutzverordnung, Wärmetransport, Infrarotstrahlung), Feuchte (Dampfsperre, Diffusion, Diffusionswiderstand: Hygroskopisch, Kapillare Leitfähigkeit, Sorptionsvermögen, Taupunkt), Licht (Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Halogenlampen, Glühbirnen) und Brand (Brandschutz).


Bauplatz
Der Standort eines Hauses beeinflußt das individuelle Wohlbefinden, das von verschiedenen äußeren Faktoren abhängig ist.


Bauproduktengesetz
Das B. ist die Umsetzung der europäischen Bauproduktenrichtlinie in nationales Recht.


Bauproduktenrichtlinie
Die B. hat die Zielsetzung, die Hemmnisse für den gemeinschaftsweiten Vertrieb von Bauprodukten zu beseitigen, die aus unterschiedlichen technischen Anforderungen resultieren und den europäischen Normungsorganisationen die Ausarbeitung technischer Spezifikationen für Mindestanforderungen zu übertragen.


Bauschutt
Unter B. faßt man Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle zusammmen und besteht aus mineralischen Stoffen und beinhaltet alle Abfälle, die während und durch eine Baumaßnahme anfallen, wie Beton, Fliesen und Keramik, Mörtel, Putz und Rigips, Steine und Ziegel.


Baustoffe
Unter B. versteht man die Berücksichtigung ökologischer Aspekte beim Bauen, so dass durch die Bautätigkeit und die verwendeten Materialien möglichst geringe Eingriffe in die Naturkreisläufe vorgenommen werden, d.h. Luft, Wasser und Boden möglichst wenig beeinträchtigt werden.


Bebauungsplan
Der B. stellt die 2. Stufe der Bauleitplanung dar.


Begrünung
Fassaden- und Dach-B. wurden um 1910 ein Trend. Erst heute ist wieder an aktuellen Beispielen die Fassaden-B. in erster Linie im Wohnungsbau erkennbar.


Beizmittel
B. werden zur Haltbarmachung von Saatgut in der Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzt. Zum Einsatz kommen dabei zugelassene Pflanzenschutzmittel.


BHKW
Abkürzung für Blockheizkraftwerk; siehe Stichwort


Binderfarben
B. sind Beschichtungsstoffe aus Bindemitteln, Pigmenten und Zusätzen für Wand- und Fassadenfarben.


Biotektur
B. ist weniger eine spezielle Form der Architektur, als der Versuch idealistisch naturbezogener Menschen, sich der natürlichen Umgebung so weit wie möglich anzupassen.


Blockheizkraftwerk
Ein B. (BHKW) ist ein mit Hilfe eines Verbrennungsmotors betriebenes Kleinkraftwerk, bei dem sowohl die erzeugte elektrische Energie als auch die thermische Energie genutzt werden.


Bodenbeläge
Linoleum, Steine, Holzpflaster, Parkett, Holzdielen, Teppichböden, Kork, PVC, Raumklima


Bodenpflegemittel
siehe Bodenbehandlungsmittel


Bundesbaugesetz
siehe Stichwort Baugesetzbuch


Caseinwandfarbe
Wasserverdünnbare Dispersionswandfarbe (Dispersionsfarbe) mit technischem Casein als Bindemittel.


Cellulosedämmstoff
Cellulosedämmflocken werden aus mechanisch zerkleinertem und aufbereitetem Papier von Tageszeitungen hergestellt.


Chemikaliengesetz
(ChemG). Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen von 1980.


Chrysotil-Asbest
Wichtigster Vertreter der Serpentinasbeste, (bautechn. Bezeichnung: Weißasbest, auch Kanadaasbest).


Citrusfruchtschalenöl
Gepreßtes oder extrahiertes Öl der Schalen von Citrusfrüchten.


Dach
Geneigte D. sind weniger bauschadensanfällig und sollten Flachdächer vorgezogen werden.


Dachbegrünung
Die Begrünung flacher und geneigter Dächer stellt besonders in dicht besiedelten Gebieten einen wichtigen Beitrag zum Klima des Gebäudes und der Umgebung dar.


Dämmstoffe
siehe Wärmedämmstoffe, Schalldämmung


Dämmung
Unter Dämmung kann Wärme- als auch Schalldämmung verstanden werden.


Dampfdiffusionsvermögen
siehe Bauphysik, Diffusionswiderstand


Dampfsperre
Die D. ist z.B. eine Aluminium- oder Kunststoffolie.


Denkmalschutz
D. bezieht sich sowohl auf den Schutz historischer Bau- und Kulturdenkmäler als auch von Kulturlandschaften und Landschaftsteilen.


Dichtungsstoffe
D. dienen der flächigen Abdichtung von Bauteilen gegen Feuchtigkeit und Wasserdampf und dem luft- und wasserdichten Schließen von Ritzen und Fugen.


Dispersionsfarben
Dispersionslacke können mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet werden.


Elektrosensible
Als Elektrosensible werden Menschen bezeichnet, die körperliche Beschwerden auf das Vorhandensein von elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern (EMF) zurückführen.


Energiepass
Der E. gibt in Form standardisierter Kennzahlen an, wie hoch der Energieverbrauch eines Hauses bzw. einer Wohnung ist.


Energiesparhaus
siehe Niedrigenergiehaus


Erdfarben
Mineralische Pigmente, die durch Brennen und Mahlen von eisenoxidhaltigen Erden gewonnen werden.


Erneuerbare Energien Gesetz
Dieses Gesetz trat an die Stelle des früheren Stromeinspeisegesetzes und gilt unter Experten als das weltweit mit Abstand fortschrittlichste zur Markteinführung erneuerbarer Energien.


Expandiertes Polystyrol
siehe Stichwort Polystyrol


Extrudiertes Polystyrol
siehe Stichwort Polystyrol


Fassadenbegrünung
Die Nutzung von Fassaden als Bewuchsflächen hat positive Auswirkungen auf das Klima des Gebäudes und der Umgebung.


Fenster
Fenster sind Teile der umschließenden Außenhaut eines Gebäudes und damit Grenzflächen zwischen innen und außen.


Fensterfolie
F. dient dazu, die Wärmeverluste einfachverglaster Fenster preiswert zu verringern.


Fensterrahmen
F. bestehen meist aus den Rahmenmaterialien Holz, Kunststoff oder Aluminium. Holz und Kunststoff haben heute einen Marktanteil von ca. 42%, 14% entfallen auf Aluminium.


Fussbodenheizung
Eine F. besteht meist aus innerhalb bzw. unterhalb des Fußbodenestrichs angeordneten Heizschlangen, die von Heizwasser durchflossen sind.


Gasbeton
Alte Bezeichnung für Porenbetonstein


Gipsputz
Der G. besteht aus den Bindemitteln Naturgips oder REA-Gips und aus den Zuschlägen Sand und Kalk. Zusätze, z.B. Methylcelluslose, oder Füllstoffe, z.B. Perlite, werden v.a. den Fertigputzen beigemischt.


Glas
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das sich, ohne merklich zu kristallisieren, abkühlen lässt und erstarrt.


Glas als Fenstermaterial
Normales Bauglas absorbiert fast völlig UV-Strahlung. Quarzglas und einige Kunststoffgläser sind dagegen durchlässig für UV-Strahlen.


Glasfasertapeten
G. sind eine spezielle Art von Tapeten, mit dem Grundstoff Glas bzw. Glasfasern (Mineralwolle).


Glaswolle siehe Mineralwolle


Global 2000
Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Hartfaserplatte
Die H. ist eine Holzfaserplatte, deren Einsatzgebiet in der Möbelindustrie, im Innenausbau und in der Verpackungsindustrie gegeben ist.


Hartschaumplatten
siehe Polystyrol, Polyurethan, Wärmedämmstoffe, k-Wert


Hausfeuerung
siehe Heizung, Ofenheizung, Brennwertkessel


Heizung
Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.


Holzfaserplatte
Die H. ist ein Holzwerkstoff. Der Ausgangsstoff der H. ist zum größten Teil Restholz aus Sägewerken und anderen Holzwerken sowie Schwachholz von Durchforstungen.


Holzschutzmittel
Chemische, Konservierungsmittel, die Holz vor der Zerstörung durch Pilze (Schimmelpilze), Bakterien, Insekten u.a. Tiere schützen sollen.


Holzweichfaserplatte
Die H. besteht aus locker gebundenen Holzfasern. Sie werden aufgrund des relativ hohen Luftgehalts als Schall- und Wärmedämmplatten (Wärmedämmung, k-Wert) eingesetzt.


Holzwerkstoffindustrie
In dem Bereich der Holzindustrie führen insb. die H. und die Holzschutzmittelindustrie zu relevanten Umweltbelastungen.


Holzwolleleichtbauplatten
Aus dem Rohstoff Fichtenholz und den Zusätzen Zement oder Magnesia als Bindemittel sowie Bittersalz als Schutzimprägnierung hergestellte Platte.


Innenraumluftbelastung
Die I. ist ein bisher stark vernachlässigtes Teilgebiet des Umweltschutzes, obwohl man sich zu 80-90% der Zeit in Innenräumen aufhält.


Innenraumluftqualität
Für nicht gewerbliche Innenräume existieren keine Grenz- oder Richtwerte, anhand derer definitiv ungesunde Konzentrationen von Innenraumluftschadstoffen ausfindig gemacht werden können.


Isolation
siehe Wärmedämmung


k-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch kWert genannt, ist ein Maß für den Wärmestrom, der bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin durch ein 1 m2 großes Bauteil fließt. Einheit: W/m2K


Kalk-Casein-Farben
K. werden aus Milcheiweiß und Kalk hergestellt, indem Kalk in wäßriger Casein-Emulsion gelöst wird.


Kalkfarben
Bindemittel Kalk und Leim im Verhältnis 9:1.


Kalkgipsputz
Der K. besteht aus dem Bindemitteln Luft-/Wasserkalk (Kalk), Naturgips oder Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips) sowie den Zuschlägen Kalksteinmehl und Sand.


Kalkputz
Der K. besteht aus dem Bindemittel Kalk, und den Zuschlägen Kalksteinmehl und Sand, ggf. auch Traß.


Kalkzementputz
Der K. besteht aus den Bindemitteln Luft-/Wasserkalk (Kalk) und Zement, sowie dem Zuschlagstoff Sand.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Keramische Fliesen
K. werden aus Ton, manchmal mit Schamotte, meistens industriell gefertigt und bei über 900 Grad C gebrannt.


Kollektoranlage
siehe Solarthermische Anlage


Konstruktiver Holzschutz
Die Lebensdauer und damit die Gebrauchstauglichkeit von Holz und Holzwerkstoffen wird durch den konstruktiven, chemischen (Imprägnierung) und/oder physikalischen (Anstrich) Holzschutz verlängert.


Kunstharzfarben
Binderfarben oder Latexfarben mit synthetisch hergestellten Bindemitteln faßt man unter K. zusammen.


Kunstharzputz
Der K. besteht aus organischen Bindemitteln, wie Polyester-Harze, Polyurethan-Harz, Epoxidharz, Methylmethacrylatharz und mineralischen Zuschlägen wie Sand, sowie organischen Lösemitteln.


Lacke und Anstrichfarben
Lacke sind aus Filmbildnern, Farbstoffen bzw. Pigmente, Lösemitteln sowie Hilfsstoffen zusammengesetzt.


Lasur
Dünnschichtige, offenporige Beschichtung, die besonders für die Beschichtung von Holzoberflächen geeignet ist.


Latexfarben
L. enthalten als Bindemittel entweder synthetisch hergestellten Styrol-Butadien-Latex oder, wie in Naturfarben, natürlichen Latex, also Kautschukmilch.


Lehm
L. und Holz waren die einzigen Grundbaustoffe für den Hausbau der frühen Germanen.


Leichtbetonsteine
L. werden mit Zement als Bindemittel und verschiedenen Zuschlägen hergestellt.


Leim
siehe Klebstoffe.


Leimfarben
siehe Kalkfarben


Leningrader Summenformel
Die L. bietet die Möglichkeit, die Belastung durch von Baustoffen ausgehender ionisierender Strahlung (Radioaktivität) abzuschätzen.


Leuchtfarben
L. für z.B. Zifferblätter in Uhren, Kompassen oder Flugzeuginstrumenten enthielten früher das radioaktive Radium-226 (Radioaktivität) als aktiven Stoff.


Leuchtstoffröhren
In L. wird Quecksilberdampf durch Elektronenstöße (Elektron) angeregt.


Licht
Licht gehört zur elektromagnetischen Strahlung, es umfasst den für Menschen sichtbaren Spektralbereich zwischen UV-Strahlung und Infrarotstrahlung.


Linoleum
L. ist ein Material aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen, aus dem Fußbodenbeläge hergestellt werden.


Lüften
Der Mensch verbraucht beim Atmen Sauerstoff und erzeugt Kohlendioxid. Zusätzlich wird die Raumluft mit anderen, dem Menschen nicht zuträglichen Stoffen beladen (Krankheitskeime, radioaktives Radon und giftige Ausgasungen aus Baustoffen, Möbeln und Dekorationen).


Mauerwerk
Mauern ist eine der ältesten Methoden der Menschheit, Bauwerke zu errichten. Zur Erstellung eines Mauerwerks werden künstliche oder natürliche Steine lagenweise aufeinander geschichtet, dabei wird zur besseren Verbindung der Steine normalerweise Mörtel eingesetzt.


Mindestanforderungen Innenraumluftqualität
siehe Maximale Raumluftkonzentration.


Mineralfarben
Als M. bezeichnet man entweder Mal-, Anstrich- oder Druckfarben, die feinstgemahlene mineralische Stoffe als Pigmente enthalten, wobei natürliche Erden zum Einsatz kommen oder solche, die als Bindemittel Wasserglas enthalten.


Mineralfasern
siehe Mineralwolle.


Mineralwolle
Beim Einsatz von M., künstlichen Mineralfaser wie Steinwolle und Glaswolle, werden ähnlich gesundheitsgefährdende Wirkungen wie bei Asbest vermutet.


Mitteldichte Faserplatte
Die M. (MDF-Platten) können im Prinzip wie Spanplatten eingesetzt werden, bestehen aber im Gegensatz zu Holzspanplatten aus sorgfältig entrindetem Holz, das zu gleichmäßigen, sehr feinen Fasern gemahlen wird.


Möbel
Seit der Industrialisierung (auch der Handwerksbetriebe – dort Verwendung von Industrieprodukten) wird die M.-Herstellung fast ausschließlich mit Kunststoffprodukten betrieben.


Montageschaum
M. wird auf der Baustelle als Montagehilfe eingesetzt.


Mörtel
M. setzt sich ähnlich wie Beton aus Bindemitteln (früher Kalk, heute meist Zement), Zuschlägen (bes. Sand, bei Leicht-M. auch Perlite, Bims und Blähton), Wasser und eventl. Zusätzen zusammen.


Mottenschutzmittel
Bekannte M. sind „Eulan“ (Bayer) auf Basis chlorierter Sulfonamidderivate von Diphenylether, das Mottenlarven durch Lähmung des Verdauungstraktes tötet,


MRK
siehe Stichwort Maximale Raumluftkonzentration.


Nachtspeicherheizung
siehe Stichwort Elektrospeicherheizung.


Nahwärme
siehe Stichwörter Fernwärme, Blockheizkraftwerk, Sonnenkollektoren.


Naturdämmstoffe
Naturmaterialien wurden bereits vor Jahrhunderten zum Dämmen von Gebäuden eingesetzt. Erst mit der Industrialisierung wurden sie mehr und mehr durch neue Massenprodukte aus fossilen Rohstoffen wie Glas- oder Steinwolle und Polystyrol ersetzt.


Naturfarben
Die Naturfarbenherstellung ist ein Teilbereich der „Sanften Chemie“, die unter anderem nur Rohstoffe pflanzlicher und mineralischer Herkunft verwendet, wie zum Beispiel Pflanzenfarben, Harze, Harze, Wachse, etherische Öle, Balsame, Alkohole, natürliche Duftstoffe und andere.


Natürliche Steine
. charakterisieren sich durch hohes Raumgewicht (Bims), hohe Dichte, gutes Wärmespeichervermögen, schlechtes Wärmedämmverhalten und mit der Ausnahme von vulkanischen Gesteinen durch schlechtes Feuchteverhalten.


Neonröhre
In N. werden Neon-Atome (Atom) durch Anregung der Elektronen direkt zur Abgabe von Licht stimuliert.


Netzfreischalter
(auch: Feldfreischaltautomat) Unter einem N. wird eine elektrische Schaltvorrichtung verstanden, die für alle nachgeschalteten Stromleitungen die Netzspannung (230 V) automatisch abschaltet, sobald kein Verbraucher mehr eingeschaltet ist.


Niedertemperatur-Heizsysteme
Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizsystemen werden N. mit Vorlauftemperaturen unter 55 Grad C betrieben.


Niedrigenergiehaus
N. sind Häuser, die deutlich weniger Heizenergie verbrauchen als heutige Standardbauten. Gegenüber Gebäuden, die nach der gültigen Wärmeschutzverordnung gebaut sind, liegt der Heizwärmebedarf (Heizung) bei N. um etwa 30 – 50 % niedriger.


Nitrolacke
Schnelltrocknende Beschichtungsmittel, die auf Basis modifizierter Nitrozellulose hergestellt sind.


Nitroverdünner
N. sind Lösemittelgemische, die Toluol, Xylol oder Ketone enthalten, daneben oft in geringeren Mengen Methanol und andere Alkohole.


Nutzwärmekonzept
siehe Energiedienstleistung.


Ofenheizung
In Einzelöfen verbrennt man zur Wärmeerzeugung Kohle, Heizöl, Erdgas und Holz, ohne – wie bei der Zentralheizung – einen Wasserkreislauf zu erhitzen.


Ölfarben
Mal- und Anstrichfarben, die als Bindemittel trocknende Öle mit oder ohne Harzzusätzen enthalten.


PCB
P. (Polychlorierte Biphenyle) gehören zur Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe.


Perlite
Als Rohmaterial für P. dient vulkanisches, wasserhaltiges Gesteinsglas, z.B. des Rhydoliths und anderer Ergußgesteine mit feinkugeligem, tropfenartigem Innengefüge.


Perlite- oder Vermiculitedämmputz
Die P. beinhalten die Bindemittel Wasserkalk (Kalk) und Zement, den Zuschlag Sand und die Leichtzuschläge Perlite oder Vermiculite.


Photovoltaik-Anlage
P. der Name kommt von dem photovoltaischem Effekt- erzeugen Strom mit Hilfe von Solarzellen aus Sonnenenergie


Polsterstoffe
Polsterstoffe sind Textilien die zur Herstellung von Möbeln und Einrichtungsgegenstände verwendet werden.


Polystyrol
Der Massen-Kunststoff P. (Kennzeichnung: PS) wird durch Polymerisation aus Styrol (Vinylbenzol) hergestellt.


Polystyrol-Wärmedämmputz
Der P. (EPS) ist meist ein Werkstrockenmörtel mit den Bindemitteln wie Kalk und Zement, mit den Zuschlägen wie expandierte Polystyrolkügelchen und Sand sowie ggf. weiteren Zuschlägen auf Kunstharzbasis.


Porenbetonsteine
P. werden aus quarzhaltigem Sand, den Bindemitteln Kalk oder Zement und Aluminiumpulver als Treibmittel hergestellt.


Putz
P. (mineralischer) ist eine aus Sand, Wasser und einem Bindemittel (Lehm, Kalk, Gips, Zement) bestehende Mörtelschicht, die ein- oder mehrschichtig auf Wände und Decken aufgetragen wird.


Putzmittel
Im engeren Sinn Reinigungsmittel, die zum Putzen harter Oberflächen aus Metall oder Keramik gedacht sind und als wesentliche Wirkstoffe feingemahlene Mineralien (Quarz, Kreide, Tonerde, Diatomeenerde, Bims etc.) zur mechanischen Schmutzentfernung enthalten.


PV-Anlage
siehe Photovoltaik-Anlage.


PVC
P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet.


Radioaktive Baustoffe
Radioaktive Belastung aus Baustoffen erfolgt zum einen durch Gammastrahlung (hauptsächlich durch die Radionuklide Kalium-40, Thorium-232, Radium-226), zum anderen durch Abgabe des radioaktiven Edelgases Radon in die Innenraumluft.


Raumklima
Als R. bezeichnet man das Mikroklima (Klima) in einem Raum in eines Gebäudes. Das R. wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflußt.


Raumordnung
Rechts- und Verfahrensinstrument zur Steuerung der räumlichen Entwicklung und der planmäßigen Ordnung, Entwicklung und Sicherung von größeren Gebietseinheiten sowie zur Gewährleistung der bestmöglichen Nutzung des Lebensraumes zu verstehen.


Raumwärmebedarf
Der R. gibt den Energiebedarf (Energie) an, der notwendig ist, um eine Wohnung oder ein Haus zu beheizen.


REA-Gips
R. ist das Abfallprodukt aus Rauchgasentschwefelungsanlagen von Kraftwerken und Industriefeuerungen.


Regen, saurer
siehe Saurer Regen.


Regenerative Energiequellen
R. sind Energiequellen, die durch natürliche Energiespender ständig erneuert werden und somit unerschöpflich sind.


Regenwassernutzung
Das auf das Dach eines Hauses fallende Regenwasser wird über die Dachrinne in einen Sammelbehälter im Boden oder im Keller des Hauses geleitet und über Pumpen, Filter und separate Versorgungsleitungen zu den Zapfstellen transportiert.


Schalldämmung
Unter S. wird die Verhinderung bzw. Behinderung der Fortpflanzung von Schallwellen durch eine Trennfläche verstanden.


Schalldämpfung
Abbau von Schallenergie durch Reibung von Schallwellen an Grenzflächen bzw. innere Reibung.


Schallschutz im Städtebau
Wesentliches Instrument des S. ist die Bauleitplanung. Durch diese Festschreibung von Bebauungsgebieten findet eine Aufteilung nach verlärmten und ruhigen Gebieten statt. Hauptproblem stellt jedoch der allgegenwärtige Strassenverkehrslärm dar.


Schallschutz in Gebäuden
Den größten Teil seiner Zeit verbringt der Mensch in Gebäuden.


Schallschutzfenster
Fenster, die aufgrund einer speziellen Konstruktion eine hohe Schalldämmung erreichen, werden als S. bezeichnet.


Schilfrohrplatten
Platten zur Wärme- und Schalldämmung. Schilfrohr wird mechanisch zu 2-10 cm dicken Platten gepresst und mit verzinkten Eisendrähten gebunden. S. verfügen über mittlere Wärme- und Schalldämmungseigenschaften, sind emissionsfrei und kompostierbar, und es fallen keine Produktionsabfälle an.


Schimmel
siehe Pilze, Mykotoxine.


Schimmelpilze in Gebäuden
Bei hoher Raum- oder Baufeuchte und unzureichender Außen-Wärmedämmung können zu kälteren Bauteilen hin Kondensationsniederschläge (z.B. feuchte Fensterscheiben) auftreten.


Schornstein
Der Schornstein dient der Ableitung von Abluft oder von Rauchgasen vom Ort der Entstehung (zum Beispiel dem Feuerungsraum) weg in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je höher die emittierte Schadstoffmenge bzw. ihre Giftigkeit ist, um so höher muss der Schornstein gemäss der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 1986) gebaut werden.


Sick building syndrom
Aus Kostengründen und Gründen der Energieeinsparung werden die Außenluftraten in Klima- und Lüftungsanlagen möglichst gering gehalten.


Silikatfarben
Silikatdispersionen können unmittelbar oder nach Zugabe von Pigmenten als Farbanstrich verwendet werden.


Silikone
S., richtiger Polysiloxane genannt, sind wichtige synthetische Polymere mit je nach Molekulargröße flüssigen, öligen oder harzartigen Eigenschaften, thermisch und chemisch resistent mit vielfältigen Anwendungsfeldern.


Silikonharzemulsionsfarben
S. sind als Bautenschutzanstrich verbreitet, sperren die Außenwände oft jedoch zu stark gegen nach außen dringenden Wasserdampf ab, was zur Zerstörung des Mauerwerks führen kann.


Solaranlage
Anlage zur Nutzbarmachung von Solarenergie (Globalstrahlung).


Solararchitektur
Unter S. versteht man eine Bauweise, welche die einfallende Sonnenstrahlung als direkte Energiequelle zum Beheizen und Belichten (Tageslichtnutzung) benutzt.


Solare Bauleitplanung
Von einer S. spricht man, wenn im Rahmen der Bauleitplanung alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die aktive und passive Solarenergienutzung zu optimieren (Solarzelle, Sonnenkollektor, Solararchitektur).


Solare Nahwärme
siehe Sonnenkollektor.


Solarenergie
Solarenergie Ist Energie, die Voraussetzungen für das Leben und die natürlichen Energiekreisläufe schafft.


Sonnenkollektor
S. absorbieren die einfallende Solarstrahlung (Globalstrahlung) und wandeln sie in Wärme um, die zur Warmwasserbereitung, zu Heizzwecken oder als Prozeßwärme genutzt werden kann.


Spanplatten
S. werden durch Verpressen von Holzspänen unter Zugabe von Bindemitteln hergestellt.


Sperrholz
Holzplatten, die aus mindestens drei aufeinandergeleimten Holzlagen (Furniere) bestehen, deren Faserrichtungen senkrecht zu denen benachbarter Lagen laufen (DIN 68 705).


Stahl im Wohnbereich
Hauptanwendungsgebiet von S. ist die Bewehrung von Decken, Fensterstürzen und Unterzügen (Beton).


Stoßlüften
Im Gegensatz zum Dauerlüften werden beim S. Fenster und Türen für kurze Zeit weit geöffnet.


Stroh
Stroh war früher ein begehrtes Material für die Tierhaltung, da es als Streu verwendet wurde.


Stromsparen
Da die Nutzung von Strom für eine Vielzahl von Umweltschädigungen und einen großen Verbrauch von Ressourcen verantwortlich ist, kommt S. bzw. rationeller Stromeinsatz unmittelbar der Umwelt zugute (Strom).


Stromtarife
1996 schuf die Europäische Union die „Richtlinie zur Liberalisierung des Strommarktes“, die das Ende des Strom-Monopols einläutete.


Tabakrauch
Das Rauchen von Tabakwaren stellt nicht nur für den Rauchenden eine große Gesundheitsgefährdung dar, sondern erfüllt durch den Zwang zum Passivrauchen in Innenräumen den Tatbestand einer langfristigen Körperverletzung.


Tageslichtnutzung
Tageslicht ist der sichtbare Teil der Globalstrahlung im Wellenlängenbereich von 380-780 nm (Elektromagnetische Strahlung).


Tapeten
T. sind Wandbeläge aus unterschiedlichen Materialien wie z.B. Papier, Kunststoffe, Kunstfaser, Naturfasern oder Metallfolien.


Tausend-Dächer-Programm
Programm des Bundesforschungsministeriums (BMFT) zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen (Solarzellen).


Teppichböden
T. sind textile Bodenbeläge, die sich aus der Nutzschicht, dem Trägermaterial und einer Rückenbeschichtung zusammensetzen.


Terpentinöl
Terpentinöl besteht überwiegend aus Terpenen der Formel C10H16. Terpentin zählt zu den mehr als 8.000 Terpenen und ist gut löslich und wird daher ind farben- und Lackindustie eingesetzt wird.


Torf
T. ist der Sammelbegriff für im Wasser zersetztes pflanzliches Material.


Träger öffentlicher Belange
Nach §4, Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind die T. bei der Bauleitplanung zu beteiligen.


Transparente Wärmedämmung
Unter T. faßt man Materialien zusammen, die gleichzeitig eine hohe Energiedurchlässigkeit für Sonnenstrahlung und gute Wärmedämmeigenschaften (Wärmedämmung) aufweisen.


Trittschall
Schall, der beim Begehen und ähnlicher Anregung einer Decke als Körperschall entsteht und z.T. als Luftschall in einen darunterliegenden oder benachbarten Raum abgestrahlt wird.


Trockenmauerwerk
T. besteht aus versetzt aufgeschichteten natürlichen oder künstlichen Steinen, die unvermörtelt bleiben.


Tropenholz
Tropenholz ist das Holz, das in den Tropen im sog. Regenwald wächst und eingeschlagen wird.


Vakuumflachkollektoren
siehe Sonnenkollektoren


Vakuumröhrenkollektoren
siehe Sonnenkollektoren


Verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung
Die „Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten“ von 1981 in der Neufassung vom 20.1.1989 hat zum Ziel, den Energieverbrauch durch Gebäudeheizungen (Heizung, Raumwärmebedarf) und Warmwasserbereitung zu vermindern.


Wärmedämmstoffe
Als W. werden die Baustoffe bezeichnet, die dafür eingesetzt werden, den Wärmedurchgang durch die Außenhülle eines Gebäudes zu vermindern.


Wärmedämmung
Unter W. versteht man sämtliche Maßnahmen, durch die Wärmeverluste von Gebäuden an die Umgebung verringert werden (Wärmetransport).


Wärmelieferungskonzept
Das W. sieht vor, daß ähnlich wie bei der Fernwärme der Eigentümer oder Mieter direkt Wärme von einem Dritten bezieht.


Wärmenutzungsgebot
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) schreibt eine Wärmenutzungsverordnung vor, die ein W. enthält.


Wärmenutzungsverordnung
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 14.5.90 macht die Nutzung „entstehender Wärme“ zu einer Grundpflicht für Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen.


Wärmephotographie
siehe Thermographie.


Wärmepumpe
W. sind Maschinen, die aus Luft, Wasser (Grundwasser, Abwasser etc.) oder Erdreich Wärme entziehen, diese auf ein höheres Temperaturniveau bringen und damit zu Heizzwecken (Heizung) und Warmwasserbereitung nutzbar machen.


Wärmeschutzverglasung
Durch übliche Zweifachverglasungen mit einem k-Wert von 2,6 W/m2K gehen in unserem Klima jährlich pro m2 Fensterfläche etwa 25 l Heizöl verloren.


Wärmeschutzverordnung
Die dritte W. vom 01.01.1995, auch als Energie-Einsparverordnung bezeichnet, schreibt für neue Gebäude sowie für genehmigungspflichtige Umbauten an bestehenden Gebäuden bestimmte Mindestanforderungen an Wärmedämmung (k-Wert) sowie Wärmeverluste infolge von Undichtigkeiten vor.


Warmwasserbereitung
Die W. ist mit einem Anteil von 13% am Energieverbrauch der Haushalte nach der Heizung der größte Verbrauchssektor.


Warmwasserspeicher
Isolierte Speicherbehälter, die warmes Wasser für Warmwasserbereitung oder Heizung bis zur Nutzung speichern.


Wasserlack
W. sind industriell einegsetzte lösemittelarme Lacke, z.B. Elektrotauchlacke für die Beschichtung von Metallteilen wie Auto-Karosserien. Zu unterscheiden von den Dispersionslacken für den Bautenbereich.


Wintergarten
W. sind verglaste Baukörper, die vor der normalen Fassade eines Gebäudes angeordnet sind.


Wohngifte
siehe Innenraumluftbelastung.


Zellulosedämmstoff
siehe Cellulosedämmstoff.


Zement
Zement ist ein fein gemahlenes, hydraulisches Bindemittel zur Herstellung von Mörtel, Beton, Putz, Estrich und künstlichen Steinen. Die wichtigsten Rohstoffe Kalkstein, Ton (Tonminerale) und ihr natürliches Gemisch, der Kalkmergel, werden an vielen Stellen in Deutschland im Tagebau abgebaut, gemahlen und meist in Drehöfen oberhalb der Sintertemperatur von 1.400 bis 1.450 °C gebrannt.


Zementgebundene Steine
Z. sind mit Zement als Bindemittel und verschiedenen Zuschlägen hergestellt.


Zementindustrie
Die Z. verursacht hohe Stickstoffemissionen und hohe schwermetallhaltige Staubemissionen. Die Stickstoffemissionen resultieren aus den hohen Prozesstemperaturen der Zementherstellung und können nur mit aufwendigen Rauchgasentstickungsanlagen reduziert werden.


Zementputz
Der Z. besteht aus dem Bindemittel Zement und dem Zuschlag Sand. Z. wird aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften als Außenputz und Sockelputz eingesetzt.


Ziegel
Z. werden aus Ton und/oder Lehm und Sand geformt und bei 900-1.200 Grad C gebrannt. Nach Auskunft der Z.-Industrie wird kein Rotschlamm (Aluminiumherstellung) mehr als Rohstoff eingesetzt.


Abfallkatalog
Der von der EU aufgestellte Abfallkatalog enthält alle Abfälle nach Herkunft in Abfallarten differenziert und mit einem sechsstelligen Abfallschlüssel gekennzeichnet.


Aquarienhandel
Der Handel mit Zierfischen und wirbellosen Tieren für die Aquarienausstattung erreicht mittlerweile einen jährlichen Umsatz von mehreren hundert Millionen Euro. Die Stückzahl jährlich gehandelter Tiere hat die 20-Millionengrenze vermutlich bereits überschritten.


Atolle
A. ist dieser ringförmige Rifftyp vor allem aus der Südsee und von den Malediven im Indischen Ozean. Die größten A. haben einen Durchmesser von über hundert Kilometern.


Bakterien
Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.


Biosphäre
Die B. ist der von Lebewesen bewohnte Raum, die Gesamtheit der belebten Umwelt.


Biosphäre II
B. ist der Versuch, eine lebensfähige, künstliche Biosphäre zu schaffen.


Boden
Boden ist ein Teil der belebten obersten Erdkruste.


Bodenabsenkung
siehe Erosion, Bergbau, Steinkohle.


Bodenanzeigende Pflanzen
siehe Zeigerpflanzen, Bioindikatoren.


Bodenatmung
Als B. bezeichnet man die Kohlendioxidabgabe und Sauerstoffaufnahme durch die Atmung der Bodenorganismen und Pflanzenwurzeln in die bzw. aus der Bodenluft.


Bodenaustauscher
Die Tonminerale und die organische Substanz des Bodens tragen negative Ladungen, an die sich Kationen anlagern (Sorption).


Bodenbelastungskataster
Das B. soll Auskunft über die Verbreitung bestehender geogen und anthropogen bedingter, flächenhafter Bodenbelastungen geben.


Bodenbestandteile
Der Boden ist der Teil der belebten, obersten Erdkruste, der nach unten durch festes oder lockeres Gestein und nach oben durch die Vegetationsdecke bzw. die Atmosphäre begrenzt wird.


Bodenentseuchung
Bodendesinfektion. Schnelle und vollständige Abtötung von Schädlingen und Krankheitserregern im Boden.


Bodenentwicklung
B. ist die Veränderung der Eigenschaften der Bodenbestandteile und ihrer Schichtung in Abhängigkeit von der Art des Ausgangsgesteins (weich, hart; basisch, sauer) und der Dauer und Art des Einflusses der Klimafaktoren, des Grund- oder Stauwassers, der Flora und Fauna sowie menschlichen Einwirkungen.


Bodenerosion
siehe Stichwort Erosion.


Bodengefüge
(Bodenstruktur) Je nach räumlicher Anordnung der festen Bodenbestandteile und dem Anteil der Bodenporen, unterscheidet man verschiedene Gefügeformen, die nicht nur den Wasser-, Luft-, und Wärmehaushalt direkt, sondern darüber hinaus indirekt die Aktivität der Bodenorganismen, die Bodenentwicklung und die Ertragsfähigkeit des Bodens beeinflussen:


Bodenhorizonte
Führt man einen senkrechten Schnitt durch einen Boden, so wird ein Profil erkennbar, das von unterscheidbaren Schichten, den B., gebildet wird.


Bodenlösung
Die B. ist die wäßrige Phase des Bodens, aus der die Pflanzen Nährstoffe aufnehmen, die darin gelöst als Ionen vorliegen.


Bodenluft
B. ist die gasförmige Phase des Bodens, die alle Teile des Porenvolumens des Bodens erfüllt, die kein Bodenwasser enthalten.


Bodennutzung
siehe Stichwort Flächennutzung.


Bodenorganismen
B. bilden eine Biozönose, die in ihrer Gesamtheit als Edaphon bezeichnet wird.


Bodensanierung
Bei der B. wird eine Bodenbelastung entweder behoben oder gemildert.


Bodenschutz
siehe Bodenbelastung.


Bodenschutzgesetz
Ein, seit einem Jahrzehnt kontrovers diskutiertes, jedoch bisher noch nicht bestehendes B. müßte fast alle übrigen Regelungsbereiche des Umweltrechts zu einem Konvolut bodenschützender oder bodenschutzrelevanter Normen in konsistenter Weise zusammenführen.


Bodenschutzprogramm
Mit dem B. von 1985 hat die Bundesregierung einen Handlungsrahmen für bereichsübergreifende Maßnahmen festgelegt, deren grundlegende Zielsetzung der Schutz der Bodenfunktionen für den Naturhaushalt wie auch für die dem Menschen dienenden Nutzungen ist.


Bodentypen
Die unterschiedlichen B. sind durch bestimmte Bodenhorizont-Kombinationen gekennzeichnet.


Bodenverbesserung
siehe Melioration.


Bodenverdichtung
Durch häufiges Befahren und Betreten werden die Bodenteilchen dichter zusammengebracht, was eine Verringerung des Porenvolumens des Bodens zur Folge hat.


Bodenversalzung
Der Prozeß der Bodenversalzung läßt sich gliedern in eine unter natürlichen Bedingungen ablaufende Versalzung und in eine künstliche Versalzung, die durch Bewässerung (Melioration) hervorgerufen wird.


Bodenversauerung
Die B. stellt für die meisten mitteleuropäischen Böden einen natürlichen Vorgang dar.


Demeter
Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise.


Erosion
Die Abtragung lockerer Bodenteile der Erdoberfläche durch Wasser oder Wind wird als Erosion bezeichnet.


Geothermie
G. ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie daher auch Erdwärme. G. ist eine Energieform, die höchsten Umweltansprüchen gerecht wird.


Geotop
G. sind erdgeschichtliche Bildungen der abiotischen (unbelebten) Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln.


Geotopschutz
Der G. ist der Bereich des Naturschutzes, der sich mit Erhaltung und Pflege schutzwürdiger Geotope bef
aßt. Gefahren für Geotope gehen vor allem vom Abbau von Rohstoffen, von einer Bebauung oder der Verfüllung mit Abfällen aus.


Global 2000
Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grundrecht auf Umweltschutz
siehe Umweltgrundrecht


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Humid
= feucht. Bezeichnung für Klimazonen, in denen die jährliche Niederschlagsmenge im Mittel größer ist als die Menge verdunsteten Wassers.


Humus Gesamtheit der abgestorbenen Substanz des Bodens, meist auch als A-Horizont (Bodenhorizonte) bezeichnet, die einem ständigen Ab-, Um- und Aufbauprozeß unterworfen sind.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Koralleninsel
Viele Inseln der tropischen Meere verdanken ihre Entstehung unmittelbar dem Wachstum von Korallen und anderen Riff bildenden Organismen. Diese Koralleninseln unterscheiden sich grundlegend von anderen Inseltypen, die entweder vulkanischen Ursprungs sind oder Vorposten beziehungsweise Reste kontinentaler Landmassen.


Lagune
L. sind größere offene Wasserflächen, die von einem Riff eingesäumt werden. Das kann ein breiter Meeresarm sein, der zwischen Festland und einem weit vor gelagerten Barriere-Riff liegt oder beim L.-Saumriff die Wasserfläche zwischen Ufer und dem in Sichtweite liegenden Riffwatt. Am deutlichsten ausgeprägt sind die im Inneren der kreisförmigen Atolle liegenden L.


Leguminosen
Leguminosen oder auch Hülsenfrüchtler genannt, sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien.


Massenvernichtungswaffen
siehe ABC-Waffen, Atomwaffen, Biologische Waffen, Chemische Kampfstoffe


Meteorit
Viele Menschen beobachteten am Samstagabend den 6. April 2002 in Bayern den Niedergang eines Meteoriten. Unser Planetensystem hat sich vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus einem riesigen Wirbel von Materie, dem solaren Nebel, gebildet.


Nachhaltigkeitsstrategien
Zur Realisierung eines Nachhaltigen Konsums werden überwiegend drei Strategien diskutiert: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.


Nährstoffkreislauf des Waldes
Der Wald ist ein sich selbst erhaltendes Ökosystem, das seine Energie mit Hilfe der Photosynthese seiner Pflanzen aus dem Licht der Sonne gewinnt (Globalstrahlung).


Nahrungskette
Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).


Naturland
Naturland, Verein für naturgemäßen Landbau e.V., wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet. Die 1357 Mitgliedsbetreibe bewirtschaften in der BRD insgesamt 55.000 ha Anbaufläche. Die wichtigsten Zielsetzungen des Verbandes sind gezielte Bodenpflege, Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht, artgerechte Tierhaltung mit Verfütterung betriebseigener Futtermittel und insbesondere die Förderung der Vermarktung der naturgemäß erzeugten Produkte.


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Organische Böden
Als O. oder Moore werden Böden bezeichnet, deren Humushorizont mehr als 30 cm dick ist und/oder mindestens 30% organische Substanz enthält.


Pedosphäre
Begriff für den Lebensraum Boden.


Radioaktiver Zerfall
siehe Radioaktivität.


Regenwurm
R. stellen die bekanntesten Vertreter der Bodenorganismen dar.


Remobilisierung
Zurückführen einer fest gebundenen chemischen Verbindungsform eines Stoffes (z.B. Schwermetall) in eine weniger stark gebundene oder lösliche Form.


Riffe
Abhängig von ihrer Form, der Entfernung zur Küste und ihrer Entstehungsgeschichte können Korallenriffe verschiedenen Rifftypen zugeordnet werden:


SAR-Wert
Der SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) ist ein Maß für die in Lebewesen oder Gegenstände eingedrungene elektromagnetische Strahlung. Die Einheit dafür ist Watt pro Kilogramm Körpergewebe (W/kg).


Saure Böden
Siehe unter Stichwort Bodenversauerung.


Schwesterchromatid-Austausch
Chromatiden werden die beiden Hälften von Chromosomen genannt, die während der Mitose („normale“ Zellteilung) oder Meiose (Reduktionsteilung der Keim-, Geschlechtszellen) zusammengerollt gut im Mikroskop sichtbar sind.


Stiftung Ökologie & Landbau
Die Stiftung Ökologie & Landbau {-(SÖL)} wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die {-SÖL} setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander


Straßenbau
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.


Tanklager
siehe Lagertank.


Transformationsvermögen
siehe Mikrobielles Transformationsvermögen.


Trias
T. bedeutet übersetzt Dreiheit und ist der erste Abschnitt der Erdgeschichte Dieser umfasst das ältere Drittel des Erdmittelalters (Mesozoikums).


Umweltökonomie
Die U. widmet sich den Wechselwirkungen zwischen natürlicher Umwelt und ökonomischem System.


Verkehrsclub Deutschland
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik, die langfristig eine ökologische und sozialverträgliche Mobilität aller Verkehrsteilnehmer sichert, ein.


Verschuldensunabhängige Haftung
siehe Umwelthaftungsgesetz.


Hygroskopisch
Als hygroskopisch bezeichnet man die Eigenschaft von bestimmten Stoffen wie beispielsweise von Magnesiumchlorid. So zieht Kochsalz bei längerer Lagerung an der Luft Feuchtigkeit an. Dies resultiert aus dem Spurengehalt an Magnesiumchlorid im Kochsalz.


Abbau
Photochemischer Abbau, Chemischer Abbau, Physiologischer Abbau.


Abbaubare Kunststoffe
Kunststoffe zerfallen unter dem Einfluß von Sonneneinstrahlung in kleinere Bruchstücke (H2O und O2). Sind die Bruchstücke genügend klein, kann ein sehr langsamer biologischer Abbau von der Oberfläche her stattfinden.


Abbeizmittel
Alkalische, saure oder neutrale Mittel zur Entfernung von Anstrichfarben.


ABC-Waffen
Sammelbezeichnung für atomare (Atomwaffen), biologische (biologische Waffen) und chemische Waffen (chemische Kampfstoffe)


Abfackeln
Als Abfackeln wird das Verbrennen von Abgasen beim Austritt aus einem Rohrleitungssystem bezeichnet.


Abflußreiniger
siehe Rohrreiniger.


Abiotisch
Unbelebt; z.B. die a. Synthese organischer Stoffe in der Uratmosphäre aus kleinen anorganischen Molekülen mit Hilfe von Strahlungsenergie, Wärme und elektrischen Entladungen.


Abklingbecken
siehe Brennstoffkreislauf.


Abscheidung
Durch Absorption und Adsorption (Abgasreinigungsverfahren) können Schadstoffe aus Rauchgasen abgeschieden werden.


Absorption
Absorption von Stoffen: Aufnahme eines Stoffes in einen anderen und dessen gleichmäßige Verteilung. Beispiel: Kohlendioxid in Mineralwasser.


Acrylatharz
Umgangssprachliche Kurzform für Synthesefasern und Kunstharze aus Polyacrylnitril, Polyacrylat und Polymethacrylat.


Acryllackdispersionsfarben
Lacke, Lasuren und Grundierungen, die Polyacrylatkunststoffe oder Methylacrylate als Bindemittel enthalten. Aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften lassen sich diese Bindemittel gut in Wasser verteilen (dispergieren) oder, wenn es sich um flüssige Kunstharztropfen handelt, in Wasser emulgieren.


Acrylsäurenitril Acrylsäurenitril auch als Acrylnitril bezeichnet, ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit. Es wirkt auch als Atemgift und kann über die Haut resorbiert werden.


Adaption
(=Anpassung); u.a. ein Begriff in der Biologie. A. ist eine im Laufe der Evolution entwickelte, erbliche Anpassung von Organismen an eine bestimmte Umweltbedingung.


Additive
Stoffe, die Produkten in (kleinen) Mengen zugesetzt werden, um deren Eigenschaften zu verändern.


Adsorption
Anheftung eines Stoffes an die Oberfläche eines anderen Stoffes, ohne daß dabei feste Bindungen ausgebildet werden, z.B. A. von Schadstoffen an Aktivkohle. Nicht zu verwechseln mit Absorption


Aerob
= in Gegenwart von Sauerstoff. Aerobe biologische bzw. chemische Prozesse sind z.B. Atmung, Oxidation und Verbrennung.


Agent Orange
Bezeichnung für ein 1:1-Gemisch der n-Butylester von Dichlorphenoxyessigsäure(2,4-) und Trichlorphenoxyessigsäure(2,4,5-) nach der militärischen Farbkennung.


Aggregatzustände
Physikalische Erscheinungsform der Stoffe, die durch die Beweglichkeit der Teilchen in einem Stoff festgelegt wird.


Agrochemikalien
Oberbegriff für die in der Landwirtschaft verwendeten Chemikalien.


Akarizide
Substanzen zur Bekämpfung von Milben.


Akkumulation
In der Ökologie: Anreicherung eines Schadstoffes in einem Organismus.


AKW
Abkürzung für Atomkraftwerk.


Alkali-Mangan-Batterien
Bei A. handelt es sich um nicht wiederaufladbare Batterien (Primärelemente). Die Elektroden bestehen aus Mangandioxid und Graphit (+Pol) und Zinkamalgam (-Pol; Zinkamalgam: Zink mit Quecksilber-Zusätzen).


Alkalisch
Eigenschaften einer Lösung, die mehr negativ geladene Hydroxid-Ionen (OH-) enthält als Protonen (H+).


Allzweckreiniger
Flüssige Universalreiniger für wasserbeständige Oberflächen auf der Basis von anionischen und nichtionischen Tensiden.


Altlasten
Als A. werden ehem. Deponien, Industrie- und Gewerbestandorte, undichte Leitungssysteme und defekte Abwasserkanäle und unsachgemäß gelagerte wassergefährdende Stoffe und chemische Kampfstoffe bezeichnet.


Altöl
Gebrauchte Schmier- und Kühlöle auf Mineralölbasis aus Motoren, Getrieben, Turbinen etc. Gefährliche Sonderabfälle, deren Sammlung und Behandlung seit 1987 durch die Altölverordnung geregelt ist.


Altölverordnung
Seit dem 1. November 1987 wird die Wiederaufarbeitung von Altöl, das beim Ölwechsel zu Hause, in Tankstellen und Werkstätten oder in der Industrie anfällt, in der neuen A. geregelt.


Altstoffe
Altstoffe sind alle Chemikalien, die zwischen dem 1.Januar 1971 und dem 18.September 1981 auf dem Markt der Europäischen Gemeinschaft gemeldet wurden und im Europäischen Verzeichnis EINECS (Altstoffinventar) gelistet sind.


Aluminium
Aluminium ist das dritthäufigste Element (8,13 Prozent) und häufigste Metall der Erdkruste. Es liegt in der Natur hauptsächlich in Form schwerlöslicher Oxide und Silikate in Form von Tonmineralien vor und kommt deswegen nur in Spuren in biologischen Systemen vor.


Aluminiumherstellung
Das Ausgangsmaterial zur A. ist das Mineral Bauxit.


Aluminiumrecycling
Industrieabfälle, Legierungszusätze und Aluminiumabfälle werden in einem 650 Grad C heißen chloridhaltigen Salzbad geschmolzen und zu Barren mit 94-98% Aluminiumanteil gegossen.


Anaerob
= unter Abwesenheit von Sauerstoff.


Anstrichstoffe
Mittel zur Beschichtung von Oberflächen (Holz, Metall, Mauerwerk, Tapete usw.), die zum Schutz oder zur Verschönerung beschichtet werden.


Applikation
Verabreichung, z.B. von Pflanzenschutz-, Dünge- oder Arzneimitteln.


Assimilation
Umwandlung von aus der Umgebung aufgenommenen anorganischen Substanzen in körpereigene organische Stoffe.


Atombombe
siehe Atomwaffen


Atome
Etwa 470 v. Chr. geprägter Name für die kleinsten Teilchen chemischer Verbindungen (Moleküle).


Autotrophie
Autotrophe Organismen, wie z.B. höhere Pflanzen, sind in der Lage, sich alle für ihren Bau und ihren Betrieb notwendigen Verbindungen aus anorganischer Substanz aufzubauen.


Azofarbstoffe
Klasse von Farbstoffen und organischen Pigmenten, die als farbgebende Gruppe eine oder mehrere Azogruppen enthalten.


Basen
Im herkömmlichen Sinn chemische Verbindungen, die mit Säuren Salze bilden; reagieren basisch = alkalisch, da in wäßriger Lösung Hydroxid-Ionen (OH-Ionen) auftreten.


Batterieherstellung
Bei der B. fallen erhebliche Mengen an Bleistaubverbindungen an (Blei, Bleihütte).


Baukastenwaschmittel
Universelles Waschmittelsystem aus mindestens zwei Komponenten, das eine flexiblere Anpassung an die unterschiedlichen Waschanforderungen erlaubt, als ein einziges Produkt, z.B. Vollwaschmittel (Waschmittel).


Bauxit
Bauxit ist ein Verwitterungsprodukt aus tonhaltigem Kalk-Silikatstein. Es wurde erstmals 1821 in Les Baux in Südfrankreich entdeckt; der Ort gab dem B. seinen Namen.


Bhopal
Seit 1977 wurden in der B.-Pestizidfabrik von Union Carbide pro Jahr 2.500 t des Schädlingsbekämpfungsmittels (Pflanzenschutzmittel) Sevin produziert, das nicht so persistent (Persistenz) ist wie z.B. DDT. Es kann über Phosgen oder wie in B. über Methylisocyanat (MIC) hergestellt werden.


Binärkampfstoffe
Chemische Kampfstoffe sind nicht nur bei ihrem Einsatz lebensgefährlich, auch ihre Produktion, die Lagerung, der Transport und die Handhabung bergen große Risiken.


Bioakkumulation
B. ist die Anreicherung von Stoffen im Organismus nach der Aufnahme aus der belebten oder unbelebten Umgebung.


Bioaktivierung
siehe: Giftung


Biogas
Biogas gehört zu den regenerativen Energiequellen. Biogas entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material (z.B. pflanzliche und tierische Abfälle) unter Luftabschluß in Anwesenheit von Wasser und innerhalb eines Temperaturbereiches von 20 bis 55 Grad C.


Bioindikatoren
B. sind Lebewesen, die in wahrnehmbarer Weise auf Umweltbelastungen reagieren oder aufgrund ihrer physiologischen oder morphologischen Eigenschaften typisch für Standorte mit besonderen Bedingungen sind.


Biokatalysator
B. ist ein Synonym für Enzyme. Hierunter sind isolierte, immobilisierte, aber auch in Orga-nismen lokalisierte Enzyme.


Biologische Abbaubarkeit
Unter B. versteht man den Abbau organischer Stoffe unter gegebenen Umweltbedingungen. Der B. ist die Folge von Wechselwirkungen organischer Stoffe, Organismen und Umwelt.


Biologische Halbwertszeit
siehe Stichwort Halbwertszeit


Biologische Verfügbarkeit
Die B. ist ein Maß für die Menge eines Stoffes, die von einem Organismus aufgenommen werden kann.


Biologische Waffen
Als B. bezeichnet man Waffen, deren Wirkung auf der Toxizität von Viren oder Bakterien bzw. den von ihnen produzierten Giften beruht.


Biopol
B. ist ein eingetragenes Warenzeichen des Unternehmen ICI für einen abbaubaren Kunststoff, aus Hydorxybuttersäure (HB) und der ihr verwandten Hydroxyvaleriansäure (HV).


Biorhythmus
Zeitabhängige Schwankungen im Stoffwechsel oder Hormonhaushalt,die auf den täglichen Licht-Dunkel-Wechsel, Temperatur, elektrische Felder der Atmosphäre sowie auf Verhaltensfaktoren zurückgehen.


Biozide
B. (Pestizide) ist der Oberbegriff für Chemikalien, die zur Bekämpfung lebender Organismen eingesetzt werden.


Blaukreuz
Bezeichnung aus dem Ersten Weltkrieg;


Cäsium
Cäsium ist ein goldglänzendes, sehr weiches, reaktionsfreudiges Alkalimetall, das sich an Luft sofort entzündet. Die radioaktiven Isotope des Cäsium, Cäsium-134 und Cäsium-137, gehören zu den wichtigsten künstlichen Radionukliden.


Chemiepolitik
Kontrovers geführte Diskussion unterschiedlicher Vorstellungen, mit welchen Mitteln die Risiken der chemischen Industrie in den Griff zu bekommen sind.


Chemikalien
Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.


Chemische Industrie
Im Unterschied zu anderen Industriezweigen sind die Emissionen der Chemischen Industrie nicht nur mengenmäßig erheblich, sondern darüber hinaus auch durch eine Vielzahl emittierter Stoffe gekennzeichnet.


Chemische Reinigung
Dieses auch Trockenreinigung genannte Verfahren der Textilreinigung ist entgegen der Bezeichnung C. eigentlich ein physikalischer Prozeß, nämlich das Herauslösen von Verschmutzungen mittels Lösemitteln, die seit jeher das zentrale Problem dieser Technik darstellen.


Chlorbleiche
Zellstoffbleiche, Chlor, Hypochlorit, AOX, Sanitärreiniger, chlorfreies Papier


Chlorchemie
Die C. und ihre chlororganischen Verbindungen (Chlorierte Kohlenwasserstoffe, CKW) stehen seit Jahren im Rampenlicht der Umwelt- und Gesundheitsdiskussion.


CMR-Stoffe
CMR-Stoffe sind Stoffe mit cancerogener (krebserzeugender), mutagener (erbgutverändernder) oder reproduktionstoxischer (fruchtschädigender) Wirkung.


Cracken
siehe Raffinerie, Naphtha, Kunststoffherstellung, Testbenzin


De-inking-Verfahren
Unter De-inken versteht man das chemisch-physikalische Entfernen der im Altpapier enthaltenen Druckfarben.


Dekontamination
Beseitigung einer radioaktiven, biologischen oder chemischen Verunreinigung von Personen, Organismen, Böden und Sachen.


Desinfektion
Unter D. versteht man die Abtötung oder weitgehende Reduzierung der Zahl von Erregern übertragbarer Krankheiten.


DNEL
Derived No Effect Level (Aufnahmedosis pro Zeit bzw. Atemluftkonzentration), abgeleitetes Null-Effekt-Niveau; Expositionshöhe, unterhalb derer der Stoff zu keiner Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit führt (Schwellenwert -Gesundheit).


Dünnsäure
Als D. wird die etwa 20%ige Schwefelsäure bezeichnet, die auch Schwermetalle und halogenierte Kohlenwasserstoffe enthält und als Abfallprodukt u.a. bei der Herstellung von Farbstoffen und des weißen Pigments Titandioxid entsteht.


Eisengiesserei
siehe Gießerei


ELINCS
ELINCS ist eine Europäische Liste der angemeldeten chemischen Stoffe;European List of Notified Chemical Substances.


Eloxalverfahren
siehe Aluminium


Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA)
Die mit REACh befasste Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) soll eine einheitliche Anwendung auf Gemeinschaftsebene gewährleisten und wird die technischen, wissenschaftlichen und administrativen Vorgaben von REACh umsetzen. Ihr Standort ist Helsinki.


Expositionsszenario
Ein Expositionsszenario nach REACh Art. 3, Nr. 37 ist die „Zusammenstellung von Bedingungen, mit denen dargestellt wird, wie der Stoff hergestellt oder während seines Lebenszyklus verwendet wird und wie der Hersteller oder Importeur die Exposition von Mensch und Umwelt beherrscht oder den nachgeschalteten Anwendern zu beherrschen empfiehlt. Diese Expositionsszenarien können ein spezifisches Verfahren oder eine spezifische Verwendung oder gegebenenfalls verschiedene Verfahren oder Verwendungen abdecken.“


Fällung
Durch die F. (s. Abb.) werden in Wasser gelöste Stoffe durch Zusätze geeigneter Suzbstanzen ganz oder teilweise in einen unlöslichen Zustand überführt.


Färberei
siehe Textilindustrie


Feuerverzinken
Eintauchen von größeren Eisen- oder Stahlteilen in geschmolzenes Zink zum Herstellen von 0,04-0,1 mm dicker Schutzüberzüge gegen Korrosion.


Formaldehyd
Die „Allround-Chemikalie“ F. ist ein wasserlösliches, sehr reaktionsfreudiges, säuerlich-stechend riechendes Gas. Es gehört zur Gruppe der Aldehyde und kommt meist in 35 %iger wäßriger Lösung als Formalin in den Handel.


Galvanisieren
Im engeren Sinn wird unter G. die elektrochemische Oberflächenbehandlung von Metallen verstanden.


Gerberei
siehe Textilindustrie


Giesserei
G. stoßen Geruchsstoffe (Olfaktometrie) und Stäube aus. Für die Geruchsemissionen aus der Kernmacherei haben sich Biofilter zur Reinigung bewährt.


Glashütten
In G. werden als Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxide, Fluoride, sowie Stäube ausgestoßen.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Human Genome Projekt
Mit dem H. wurde die gesamte DNA-Sequenz der Menschen entschlüsselt, ähnlich wie zuvor die DNA-Sequenz von Fadenwürmern und Hefen entschlüsselt wurde. Die DNA-Moleküle sind die verdrehten, doppelsträngigen Sequenzen von vier Basen, aus denen jeder der 46 Chromosomen zusammengesetzt ist, die im Kern jeder menschlichen Körperzelle enthalten sind.


Hydrolyse
Allgemeine Bezeichnung für die Umsetzung einer chemischen Verbindung mit Wasser.


Ionenaustauscher
I. sind feste Substanzen, an die bestimmte Ionen gebunden sind.


IUCLID
IUCLID ist eine Datenbank des Europäischen Chemikalienbüros (ECB) mit Angaben u. a. zu Produktionshöhe, chemisch-physikalischen Eigenschaften, Toxikologie und Ökotoxikologie solcher Altstoffe, die in der EU in Mengen > 1000 t pro Jahr produziert werden. Die Abkürzung steht für International Uniform Chemical Information Database.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Ketone
K. sind eine vom Aceton abgeleitete Gruppe chemischer (Lösemittel-)Verbindungen sehr unterschiedlicher Art.


Kohlendioxid-Problem
Das Kohlendioxid-Problem besteht darin, dass das unschädliche und sogar für das irdische Leben notwendige Kohlendioxid (CO2) Hauptverursacher des zusätzlichen Treibhauseffekts ist, der das Weltklima zu verändern droht (Klima, Treibhauseffekt).


Kokerei
In K. wird zumeist Steinkohle unter Luftabschluß erhitzt.


Lackierereien
L. geben vor allem lösemittelhaltige Dämpfe und Geruchsstoffe an die Umwelt ab.


Latex
Latex ist der Milchsaft verschiedener Pflanzenarten, insbesondere des Kautschukbaumes (Hevea brasiliansis. Heute wird der Begriff Latex auch für alle Dispersionen von natürlichen und synthetischen Kautschuk verwendet.


Methylenchlorid
siehe Dichlormethan – 1,2


MVA
Abkürzung für Müllverbrennung
siehe Stichwort Müllverbrennung


Nachgeschalteter Anwender (NA)
Nachgeschaltete Anwender sind nach REACh Art. 3, Nr. 13: „Natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer industriellen oder gewerblichen Tätigkeit einen Stoff als solchen oder in einer Zubereitung verwendet, mit Ausnahme des Herstellers oder Importeurs. Händler oder Verbraucher sind keine nachgeschalteten Anwender. Ein aufgrund des Artikels 2 Absatz 7 Buchstabe c ausgenommener Reimporteur gilt als nachgeschalteter Anwender.“


Neustoffe
Neustoffe sind alle Chemikalien, die nach 1981 auf den Markt gebracht wurden (aufgelistet in der Europäischen Liste der angemeldeten chemischen Stoffe – ELINCS).


NLP-Liste
Die NLP-Liste ist eine Liste mit derzeit 702 Stoffen, die gemäß der geltenden Definition in der EU nicht mehr als Polymere definiert werden. Die Abkürzung steht für „No-longer-polymer“-Liste (Nicht-mehr-Polymer-Liste).


Non-Phase-in-Stoffe
Stoffe, die nicht durch die Definition eines Phase-in-Stoffes beschrieben werden.


Organische Verbindungen
Chemische Verbindungen werden unterteilt in anorganische und Organische Verbindungen.


PBT-Stoff
Stoffe, die persistent, bioakkumulierbar und toxisch sind; Stoffe, die keinem natürlichen Abbau unterliegen, sich in Lebewesen anreichern und allgemein giftig sind.


Phase-in-Stoff
Ein Phase-in-Stoff ist nach REACh Art. 3, Nr. 20: „Stoff, der mindestens einem der folgenden Kriterien entspricht:


Phenole
Phenole finden Verwendung als Lösemittel und zur Herstellung von Antioxidantien, Phenolharzen, und Weichmachern. Früher wurden sie wegen ihrer bakteriostatischen Wirkung in Desinfektionsmitteln, Seifen und Kosmetika eingesetzt, was teilweise heute mit Beschränkungen noch erlaubt ist.


Phethalsäureester
P. sind hauptsächlich farblose, geruchlose, in Wasser unlösliche Flüssigkeiten, die technisch durch Umsetzung von Phthalsäure (oder -anhydrid) mit Alkoholen gewonnen werden. P. werden als Wirkstoff in Insektenvertreibungsmitteln (DEP), als Trägerflüssigkeit in Pflanzenschutzmitteln, Kosmetika, Parfümen und Deodorants, in Munition und zur Vergällung von Alkohol eingesetzt.


PNEC
PNEC heißt Predicted No Effect Concentration (Konzentration in einem Umweltmedium) und ist die abgeschätzte Nicht-Effekt-Konzentration, d.h. die Konzentration eines Stoffes in einem bestimmten Umweltmedium, bei der voraussichtlich keine Schadwirkung auftritt.


Polyaddition
Chemische Reaktionsform, bei der durch Anlagerung (Addition) der Monomere aneinander das Polymer gebildet wird (Kunststoffe).


Polykondensation
Chemische Reaktionsform, bei der viele Monomere unter Abspaltung kleiner Moleküle (Wasser, Kohlendioxid etc.) sich zu einem Polymer zusammenlagern (Kunststoffe).


Polymerisation
Chemische Reaktionsform, bei der sich mehrere Monomere in der Weise miteinander verbinden, daß das kettenförmige oder hochvernetzte Endprodukt, das Polymerisat, ein Vielfaches der eingesetzten Monomere darstellt (Kunststoffe).


Polystyrol
Der Massen-Kunststoff P. (Kennzeichnung: PS) wird durch Polymerisation aus Styrol (Vinylbenzol) hergestellt.


Pyrethroide
P. sind Insektizide, die in ihrer Molekülstruktur dem aus Chrysanthemenblüten gewonnenen Pyrethrum synthetisch nachgebaut sind. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass P. wesentlich giftiger, fettliebend und stabiler sind. Es gibt mehr als 1.000 verschiedene P.. Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählen Pyrethrin, Deltamethrin, Cypermethrin und Permethrin.


Radioaktivität und Strahlung, Maßeinheiten
Um Radioaktivität und ionisierende Strahlung quantitativ zu beschreiben, werden verschiedene Begriffe verwendet.


Raffinerie
In R. wird aus rohem Erdöl durch Destillation v.a. Benzin und Heizöl gewonnen.


REACH
REACh ist die Kurzbezeichnung für die neue Chemikalienverordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.Dezember 2006. Seit dem 1. Juni 2007 sie in Kraft. REACh steht für Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals).


REACh Implementation Projects (RIPs)
REACh Implementation Projects (RIPs) sind Umsetzungsprojekte, in denen die Vorgehensweisen von REACh beispielhaft in der betrieblichen Praxis durchgeführt werden.


Risikoarme Chemie
Zusammenfassende Beschreibung aller Maßnahmen, die zu einer Verminderung des Produktionsrisikos der chemischen Industrie führen.


Sanfte Chemie
Die Sanfte Chemie entwicklete sich aus der kritischen Betrachtung der existierenden Chemie in ihrer Theorie, Forschung, Produktentwicklung und technologischen Praxis im Hinblick auf deren pädagogische, philosophische, ästhetische, toxikologische, ökologische, ökonomische und soziale Grundlagen und lokale wie globale Auswirkungen.


Sauerstoff
Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Symbol O, Ordnungszahl 8, Siedepunkt –182,97 °C, Schmelzpunkt –218,79 °C, bei Normalbedingungen farb- und geruchloses Gas, tritt normalerweise als S.-Molekül auf, kann aber auch kurzzeitig atomar oder als Ozon auftreten. Es ist das häufigste Element auf der Erde (Erdrinde 46,5 Gew-%, Gewässer 89 Gew-%, Luft 23 Gew-%).


Sauerstoffbleiche
Chemischer Prozess der Entfärbung von Materialien wie Zellstoff und Textilien mittels aktiver Sauerstoffverbindungen als Bleichmittel, deren gemeinsames Merkmal eine direkte Sauerstoff-Sauerstoff-Verbindung ist (Perox oder Peroxyverbindungen), die stark oxidierend wirken und so Farbstoffe zerstören.


Schmelzfeuerung
Die S. ist eine Feuerungstechnik, die in Stein-Kohlekraftwerken zur Verbrennung von Kohle mit hohem Aschegehalt benutzt wird.


Sedimentation
Absetzen von Feststoffteilchen aufgrund von Schwer- oder Zentrifugalkraft.


Seife
Das anionische Tensid Seife ist die mit Abstand älteste von Menschen heergestellte waschaktive Substanz. Seife wird seit etwa 5.000 Jahren aus natürlichen Fetten und Ölen durch Sieden mit Alkalien, heutzutage meist Natron- und Kalilauge, hergestellt.


Seveso
Am 10.7.1976 kam es in der norditalienischen Stadt S. zu einer verheerenden Umweltkatastrophe.


Stoffregistrierung unter REACh
Die Stoffregistrierung unter REACh betrifft Stoffe, Stoffe in Zubereitungen, Zwischenprodukte und Stoffe in Erzeugnissen. Polymere sind unter REACh nicht registrierungspflichtig im Gegensatz zu den Monomeren, aus denen Polymere hergestellt werden.


Stoffsicherheitsbericht (CSR)
Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Report) ist ab einer Jahresproduktion von mehr als zehn Tonnen im Jahr zu erstellen und dem Technischen Dossier beizufügen.


Stoffsicherheitsbeurteilung (CSA)
Die Sicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment) bewertet das Risiko eines Stoffes.


Styrol
S. wird auch als Phenylether oder Vinylbenzol bezeichnet. S. ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit (Siedepunkt 146°C), die mit Luft explosive Gemische bildet.


Substance Information Exchange Forum (SIEF)
Substance Information Exchange Forum (Forum zum Austausch von Stoffinformationen; stoffspezifische Foren zum Austausch von Stoffinformationen, Art. 29); Foren, die nach der Vorregistrierung zu gründen sein werden.


Teer
T. sind flüssige bis halbfeste Erzeugnisse, die durch Schwelen, Verkoken und Vergasen von Steinkohle, Braunkohle, Torf u.a. fossilen Rohstoffen, aber auch aus Holz entstehen können.


Tenside
Tenside sind grenzflächenaktive Stoffe, welche sich bevorzugt in der Berührungsfläche zweier Medien konzentrieren, z.B. in der Grenzfläche Wasser/Luft.


Thermostromgenerator
Ein T. besteht aus einer Reihe von Kohleplatten die mit zwei verschiedenen Metall-Legierungen (NiCu/NiCr) an den Enden der Platten beschichtet sind. Die beschichteten Flächen bilden ein
grossflächiges Thermoelement.


vPvB-Stoff
vPvB-Stoffe sind sehr persistente, sehr bioakkumulierbare Stoffe.


Vulkanisation
V. ist eine vom Amerikaner Goodyear 1940 entwickelte Methode zur dreidimensionalen Vernetzung von Kautschuk.


Waschmittel
Zur Säuberung von Textilien im wässrigen Medium bestimmte, komplex zusammengesetzte Wirkstoffgemische, die immer Tenside, meist auch Gerüststoffe, Bleichmittel etc. enthalten.


Wassergefährdungsklassen
Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit werden Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht und eingestuft. Die Einteilung der Stoffe in Wassergefährdungsklassen liefert Anhaltspunkte für Maßnahmen nach Schadensfällen und beschreibt Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gewässer beim Lagern, Abfüllen, Umschlagen und Befördern wassergefährdender Stoffe.


Wirbelschichtfeuerung
W. ist eine Feuerungstechnik zur Strom- und Wärmegewinnung, bei der fein gemahlene Kohle in einem Wirbelbett schwebend verbrannt wird.


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet


Zellstoffbleiche
Um das in Holz vorkommende Lignin zu entfernen und so einen höheren Weißgrad zu erreichen, wird die Z. eingesetzt, die meist in Form einer Vor- und einer Nachbleiche erfolgt.


Zellstoffherstellung
siehe Papierindustrie.


100.000-Dächer-Programm
Das 100.000-Dächer-Programm ist ein Bundesförderprogramm, welches zinsverbilligte Kredite für Solarstromanlagen bietet.


Abklingbecken
siehe Brennstoffkreislauf.


Absorber
Es handelt sich um ein Blech, welches mit einer schwarzen Spezialbeschichtung versehen ist und Solarenergie in thermische Energie umwandelt, es wird auch allgemein als Wärmetauscher bezeichnet.


Abwärme
Abwärme ist der bei der Kraft- oder Wärmeerzeugung oder bei chemischen Prozessen anfallende Anteil an Wärmeenergie, der ungenutzt in die Umwelt entweicht. In Ballungsgebieten führt Abwärme zu einem mittleren jährlichen Temperaturanstieg von 1GradC.


Abwärmenutzungsgebot
In einem früheren Entwurf zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ist von einem Abwärmenutzungsgebot die Rede.


Akkumulator
Ein A. ist ein auf elektrochemischer Basis arbeitender Energiespeicher (Speicherung). Energieaufnahme und -abgabe erfolgt in Form von elektrischer Energie.


Albedo
Das Verhältnis der von einem Körper reflektierten zur einfallenden Strahlung. Änderungen der A. der Erde wirken sich auf die Strahlungsbilanz der Erde, und damit auf das Klima und Stadtklima aus.


Alternative Energiequellen
Regenerative Energiequellen


Aquiferspeicher
Als A. werden große, im Erdreich befindliche Speicher bezeichnet.


Atomenergie
Umgangssprachliche Bezeichnung für die Energie, die aus der Spaltung von Atomkernen hervorgeht.


Atomgesetz
Das A. von 1959 (in der Fassung von 1985) regelt in Deutschland den rechtlichen Rahmen für die Erforschung, Entwicklung und großtechnische Nutzung der Kernenergie (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitung) zu friedlichen Zwecken.


Atomkraftwerk
Umgangssprachliche Bezeichnung für Kernkraftwerk, die physikalisch nicht korrekt ist, denn nicht das Atom, sondern der Atomkern wird gespalten.


Atommüll
Sämtliche radioaktive und verseuchte Materialien, die bei der Nutzung von Radioaktivität durch den Menschen anfallen und keine weitere Verwendung finden, werden Atommüll genannt.


Atomtransporte
siehe Brennstoffkreislauf


Aufwindkraftwerk
A. sind Solarkraftwerke, die den Kamineffekt warmer Luftströmungen nutzen und damit eine Windturbine zur Energieerzeugung antreiben.


Autogas
Kraftstoff für Ottomotoren, auch Flüssiggas oder LPG (Liquified Petroleum Gas) genannt, der aus Propan oder einer Propan/Butan-Mischung besteht (Kohlenwasserstoffe).


Beleuchtung
B. von Objekten und Gebäuden mit natürlichem und künstlichem Licht.


BHKW
Abkürzung für Blockheizkraftwerk; siehe Stichwort


Biogas
Biogas gehört zu den regenerativen Energiequellen. Biogas entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material (z.B. pflanzliche und tierische Abfälle) unter Luftabschluß in Anwesenheit von Wasser und innerhalb eines Temperaturbereiches von 20 bis 55 Grad C.


Biogas: Adressen zu dem Stichwort
Serviceseiten zum Thema „Biogas in der Landwirtschaft“ im Katalyse-Umweltlexikon.


Blei-Akkumulatoren
Der B. ist ein relativ sicherer, zuverlässiger und preiswerter Akkumulator.


Blockheizkraftwerk
Ein B. (BHKW) ist ein mit Hilfe eines Verbrennungsmotors betriebenes Kleinkraftwerk, bei dem sowohl die erzeugte elektrische Energie als auch die thermische Energie genutzt werden.


Braunkohle
B. (Kohle) gehört zu den fossilen Brennstoffen. Sie hat einen Anteil von 17% (1991) am Primärenergieverbrauch Deutschlands.


Brennelement
Wichtigster Teil eines Kernreaktors in Kernkraftwerken, bestehend aus einem Bündel von Brennstäben.


Brennstoff aus Müll
Aus Hausmüll durch grobe Sortierung und Brikettierung der energiereichen Bestandteile gewonnener Brennstoff.



Brennstoffe, fossile
siehe Fossile Brennstoffe.


Brennstoffentschwefelung
Bei der B. wird der in fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas) enthaltene Schwefel chemisch oder physikalisch abgetrennt.


Brennstoffkreislauf
Zum Brennstoffkreislauf zählen alle Anlagen und Verfahren zur Versorgung und Entsorgung von Kernkraftwerken mit Brennstoff (Uran, Plutonium, Thorium (Hochtemperaturreaktor)).


Brennstoffzelle Eine B. setzt mit Hilfe einer elektrochemischen Reaktion chemische Energie direkt in elektrische Energie (Strom) um, ohne Umweg über die Verbrennung.


Brennwertkessel
Der B. stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdöl bzw. Erdgas dar.


Deponiegas
Durch mikrobiellen Abbau von organischen Abfällen in Deponien entsteht D..


Dezentrale Energieversorgung
Unter D. versteht man die verbrauchernahe Erzeugung von Wärme und insbesondere Strom in vielen kleinen Anlagen.


Direkte Solarstrahlung
siehe Globalstrahlung


EEG
siehe Erneuerbare Energien Gesetz
oder Elektroenzephalogramm.


Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung erhalten Stromerzeuger, die ihren erzeugten Strom aus Solaranlagen, Biomasseanlagen, Geothermie oder Windkraft ins öffentliche Stromnetz einspeisen.


Einwegflasche
siehe Mehrwegflasche, Verpackungen


Einwegverpackungen
Verpackungen, die nach Gebrauch/Verbrauch des Inhalts weggeworfen werden.


Elektrisch Heizen
E. gehört zu den ökologisch und wirtschaftlich schlechtesten Heizungssystemen (Heizung).


Elektrizität
E. ist die Gesamtheit aller Erscheinungen, die auf ruhende oder bewegte elektrische Ladungen zurückzuführen sind.


Elektroauto
E. können erst einen hohen Marktanteil erreichen, wenn die Dauer/Reichweite des Betriebs und die Höchstgeschwindigkeit durch neue Akkumulatorentechnik entscheidend verbessert werden können.


Elektrofahrzeug
Ein E. ist ein Kfz, das von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben wird.


Elektrofilter
Der E. ist eine Anlage zur Abscheidung von Staub aus dem Rauchgas.


Elektroindustrie
siehe Stichwort Elektronikindustrie


Elektroklima
Unter E. versteht man die elektrischen und magnetischen Phänomene in der Umwelt des Menschen.


Elektromagnetische Strahlung
Unter elektromagnetischer Strahlung oder elektomagnetischen Wellen versteht man die sich im Raum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitenden Schwingungen elektrischer und magnetischer Felder.


Elektron
Elektrisch negativ geladenes Elementarteilchen, das zusammen mit Protonen und Neutronen das Atom darstellt.


Elektronenstrahlung
E. besteht aus freien Elektronen, die von Radionukliden (Betastrahlung) oder von Teilchenbeschleunigern stammen.


Elektronikindustrie
In der E. werden an vielen Stellen der Produktion zum Teil sehr giftige Chemikalien (Metalle, Schwermetalle, Lösemittel, Arsenverbindungen) eingesetzt.


Elektronikschrott
In Deutschland fallen 1992 nach Schätzungen des Umweltbundesamtes ca. 800.000 t gebrauchter Elektronikgeräte an, mit einer jährlichen Zuwachsrate von 5 bis 10%.


Elektrosmog
Der Begriff E. beschreibt das Phänomen, daß wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in immer größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können.


Elektrospeicherheizung
E. gehört zu den ökologisch und wirtschaftlich schlechtesten Heizungssystemen (Heizung).


Endenergie
siehe Energie


Energie
Als Energie wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, Arbeit zu leisten. Verschiedene Formen von Energie sind: Wärme, chemische, mechanische und elektrische Energie, die sich ineinander umwandeln lassen.


Energieagentur
E. wurden Ende der 80er Jahre von einigen Bundesländern (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen) eingerichtet mit dem Ziel, Maßnahmen zur Energieeinsparung und rationellen Energienutzung zu fördern.


Energiebeauftragte
E. gibt es in öffentlichen Einrichtungen und bei Industriebetrieben.


Energiebeauftragter
Bezeichnung für die haupt- oder nebenamtlich mit Energiefragen beschäftigte Personen in Unternehmen und Organisationen.


Energieberater
Meist Ingenieure oder Naturwissenschaftler mit Zusatzausbildung, die Industrie, Kommunen und insb. Privatpersonen bzgl. Energiesparmaßnahmen beraten.


Energiedienstleistung
Unter E. wird die Lieferung einer Dienstleistung wie z.B. Wärme oder Licht anstelle der heute überwiegend üblichen Lieferung der Energieträger wie Erdgas oder Strom durch das Energieversorgungsunternehmen verstanden.


Energiedosis
Die E. gibt die Energiemenge einer ionisierenden Strahlung an, die ein durchstrahlter Körper bezogen auf seine Masse aufnimmt


Energieeinsparungsgesetz
Mit dem E. (ENEG) vom 22.7.1976 bzw. der Änderung durch das Gesetz vom 20.6.1980 wird der energiesparende Wärmeschutz bei neu zu errichtenden Gebäuden festgeschrieben.


Energiefluß
Unter E. im ökologischen Sinne ist der eng mit dem Stoffumsatz gekoppelte Fluß der durch pflanzliche Organismen gebundenen Sonnenenergie durch ein Ökosystem zu verstehen.


Energiekonzept
E. werden in der Regel von Städten und Gemeinden aufgestellt, da sie im Rahmen der Daseinsfürsorge für ihre Bewohner auch die Versorgung mit Energie zu gewährleisten haben.


Energiemanagement
E. hat die effiziente Energieversorgung einer Organisation, eines Unternehmens oder einer technischen Einrichtung zum Ziel.


Energiepass
Der E. gibt in Form standardisierter Kennzahlen an, wie hoch der Energieverbrauch eines Hauses bzw. einer Wohnung ist.


Energiereserven
Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen und Uran, aus denen heute ca. 90% des Weltprimärenergiebedarfs (Energie) gedeckt wird, bezeichnet man als E..


Energiesparhaus
siehe Niedrigenergiehaus


Energiesparlampen
E., auch Kompaktleuchtstofflampen genannt, stellen eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Leuchtstoffröhre dar.


Energiesparmassnahmen
Als E. bezeichnet man v.a. technische Maßnahmen, durch die sich dieselbe Energiedienstleistung (z.B. eine Temperatur von 20 Grad C im Wohnbereich) bei geringerem Energieverbrauch erzielen läßt.


Energiespeicher
siehe Speicherung, Warmwasserspeicher, regenerative Energiequellen, Latentwärmespeicher, Eisspeicher, physikalische Speicher, chemische Speicher


Energieversorgung, dezentrale
siehe Dezentrale Energieversorgung


Energiewende
Vom Öko-Institut Freiburg 1980 vorgestellte Studie, die das erstarrte Weltbild der Energieversorgungswirtschaft und der ihr zuarbeitenden Wissenschaftler in Bewegung brachte.


Energiewirtschaftsgesetz
Das E. (EnergWG) stammt vom 13.12.1935 und wurde letztmals am 19.12.1977 novelliert. Es wurde geschaffen, um die Energieversorgung mit leitungsgebundener Energie (ohne Fernwärme) so sicher und billig wie möglich zu gestalten.


Erdgas
Erdgas ist ein brennbarer, fossiler Energieträger, der in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Das methanreiche Erdgas ist ein Gasgemisch, das man meist gemeinsam mit Erdöl vorfindet. Erdgas entsteht aus abgestorbener Biomasse unter Luftabschluss und hohem Druck.


Erdgasfahrzeug
E. verwenden als Kraftstoff Erdgas (auch bezeichnet mit CNG oder LNG) für die Ottomotoren. Zur Umrüstung müssen in ein Fahrzeug ein Drucktank, ein Verdampfer-Druckregler und ein anderer Vergaser eingebaut werden. Auch die Benzinanlage kann im Fahrzeug beibehalten werden und man kann zwischen Erdgas und Benzinbetrieb während der Fahrt umschalten.


Erdöl
Erdöl ist ein aus natürlichen Lagerstätten stammendes Gemisch aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, das meist gemeinsam mit Erdgas vorkommt und als Hauptbestandteile Alkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe enthält. Erdöl wird auch als Mineralöl oder Petroleum bezeichnet.


Erneuerbare Energien
siehe Regenerative Energiequellen


Erneuerbare Energien Gesetz
Dieses Gesetz trat an die Stelle des früheren Stromeinspeisegesetzes und gilt unter Experten als das weltweit mit Abstand fortschrittlichste zur Markteinführung erneuerbarer Energien.


Faulgas
siehe Biogas, Klärgas, Deponiegas


Fernwärme
F. wird in Heizwerken und in Kraft-Wärme-Kopplung in Heizkraft- und Blockheizkraftwerken erzeugt, über F.-Netze verteilt und beim Verbraucher zum Heizen und Erwärmen von Brauchwasser verwandt (Warmwasserbereitung).


Fernwärmeanschlusszwang
In verschiedenen Bundesländern können die Gemeinden in ihren Gebieten oder Teilen davon eine Versorgung mit Fernwärme für Alt- und Neubauten vorschreiben.


Flachkollektor
siehe Sonnenkollektor.


Fossile Brennstoffe
Zu den fossilen Brennstoffen zählt man Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle.


Fotovoltaik
siehe Solarzelle


Frequenz
Bei sich periodisch wiederholenden Vorgängen gibt die F. die Zahl der Schwingungen pro Zeit an.


Gefriergeräte
G. belasten die Umwelt durch Stromverbrauch und FCKW-Freisetzungen (Ozonabbau).


Geothermie
G. ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie daher auch Erdwärme. G. ist eine Energieform, die höchsten Umweltansprüchen gerecht wird.


Geothermische Energie
Anlagen zur Nutzung von G. verwenden die im Erdinnern gespeicherte Erdwärme als Energiequelle.


Gezeitenkraftwerk
Mond und Sonne verursachen durch ihre Anziehungskräfte zusammen mit der Rotationsbewegung der Erde Ebbe und Flut.


Global 2000
Globalstrahlung
Die G. gibt an, wieviel Sonnenenergie auf der Erdoberfläche zur Verfügung steht.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Hausfeuerung
siehe Heizung, Ofenheizung, Brennwertkessel


Heizkraftwerk
In H. wird in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugt.


Heizöl
Leichtes und schweres H. wird in Raffinerien (Naphtha) aus Erdöl gewonnen.


Heizung
Im Jahr 2000 waren die privaten Haushalte mit fast 28 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch Deutschlands beteiligt; 1990 waren es erst 25 Prozent. Damit stehen die privaten Haushalte an zweiter Stelle hinter dem Verkehr (mit rund 30 Prozent), aber noch vor der Industrie (26,5 Prozent). In den privaten Haushalten liegt der Anteil der H. am Energieendverbrauch sogar bei 76 Prozent und 11 Prozent für Warmwasserbereitung.


Heizungsanlagenverordnung
Bei Einhaltung der H. können erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden.


Heizwaermebedarf
(auch: Jahres-Heizwärmebedarf) Der H. beschreibt die für die Beheizung eines Gebäudes benötigte Menge an Wärmeenergie (Energie) in Kilowattstunden je m2 beheizter Nutzfläche und Jahr (kWh/m2.)


Heizwerk
H. sind Anlagen, die aus unterschiedlichen Energieträgern durch Verbrennung Wärme gewinnen und diese in Nah- oder Fernwärmenetze oder industrielle Prozesse einspeisen.


Hochspannungsleitung
Mit Hilfe von Hochspannungsleitung wird elektrische Energie (Elektrizität, Strom) über große Entfernungen transportiert.


Hochtemperaturreaktor
Hochtemperaturreaktoren sind spezielle Kernkraftwerke, die mit besonders hohen Temperaturen (Primärkreislauf bis 1000 Grad C) arbeiten.


Holzverbrennung
Holz hat einen geringeren Schwefelgehalt und setzt daher bei seiner Verbrennung weniger Schwefeldioxid frei als Heizöl und Kohle.


Hundert-Megawatt-Programm
siehe Windenergie


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Kernenergie
siehe Kernspaltung, Kernfusion, Kernkraftwerk


Kernfusion
Die Fusion oder Verschmelzung leichter Atomkerne setzt wie die Kernspaltung schwerer Atomkerne große Mengen Energie frei.


Kernkraftwerk
Kernkraftwerke gewinnen die zur Stromerzeugung notwendige Prozesswärme nicht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe oder durch Sonnenenergie, sondern durch Kernspaltung.


Kernreaktor
Anlage, mit deren Hilfe sich Kernspaltungen einleiten, aufrechterhalten und steuern lassen. Hauptbestandteil ist der Reaktorkern mit in Brennelementen angeordnetem Spaltstoff, meist Uran-235, in dem die Kernspaltungen ablaufen.


Kernspaltung
Bei der Spaltung schwerer Atomkerne in zwei leichte Kerne werden große Mengen Energie in Form von Wärme frei.


Klärgas
Biogas, das bei der Ausfaulung von Klärschlamm entsteht.


Kofermentation
Unter Kofermatation versteht man die gemeinsame Vergärung von Tierexkrementen (Gülle, Mist etc.) aus der Landwirtschaft mit Biomasse (kohlenhydrat- und ölhaltigen Pflanzen wie Mais, Raps oder Grünabfällen) oder mit festen organischen Abfällen wie z.B. Schlachtabfälle, Bioabfall, Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie.


Kohlekraftwerk
In Kohlekraftwerken wird zur Stromerzeugung Braun- oder Steinkohle verbrannt (Kraftwerk, Kohle).


Kohlepfennig
Ausgleichsabgabe für die Stromerzeugung aus heimischer Steinkohle, die seit 1974 jeder Stromverbraucher in den alten Bundesländern in Form eines prozentualen Aufschlags auf die Stromrechnung zu entrichten hat.


Kohleumwandlung
Unter K. – auch Kohleveredlung genannt – versteht man neben der Verkokung (Kokerei) alle Verfahren, durch die Kohle in flüssige oder gasförmige Energieträger umgewandelt wird.


Kohleveredlung
siehe Kohleumwandlung


Kohleverflüssigung
K. ist ein Verfahren zur Kohleumwandlung.


Kohlevergasung
Unter K. versteht man eine Reihe von Verfahren zur Kohleumwandlung, bei denen gemahlene Kohle mit Wasserdampf und Sauerstoff bei Temperaturen von 650-2.000 Grad C und Drücken bis 100 bar zur Reaktion gebracht wird.


Kollektor
siehe Sonnenkollektor.


Kollektoranlage
siehe Solarthermische Anlage


Kombikraftwerk
K. sind Kraftwerke Kraft-Wärme-Kopplung, bei denen Gas- und Dampf-Prozesse gekoppelt sind.


Kraft-Wärme-Kopplung
Bei der Erzeugung von Strom in Kraftwerken wird nur 30-40% der im Brennstoff enthaltenen Energie in Strom umgesetzt, die restlichen 60-70% gehen als Abwärme an die Umwelt verloren (Kühlturm).


Kraftwerk
Kraftwerke sind Anlagen, die aus verschiedenen Energieträgern Strom gewinnen.


Kühlturm
In Kraftwerken fallen ca. 65% der erzeugten Wärme als Abwärme an, die an die Umwelt abgeführt werden muß.


Licht
Licht gehört zur elektromagnetischen Strahlung, es umfasst den für Menschen sichtbaren Spektralbereich zwischen UV-Strahlung und Infrarotstrahlung.


Methan
Methan ist ein farbloses, geruchloses, ungiftiges Gas, das zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt. Methan gehört zu den klimarelevanten Treibhausgasen. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas und im Holzgas enthalten.


Mikrowellen
M. sind elektromagnetische Wellen (elektromagnetische Strahlung) im Hochfrequenzbereich von ca. 0,5 GHz bis ca. 300 GHz.


Mineralöl
Sammelbezeichnung für aus mineralischen Rohstoffen wie Erdöl, Braunkohle und Steinkohle, Holz und Torf gewonnene flüssige Destillationsprodukte, die v.a. aus Gemischen von gesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen.


Nachhaltigkeitsstrategien
Zur Realisierung eines Nachhaltigen Konsums werden überwiegend drei Strategien diskutiert: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.


Nachtspeicherheizung
siehe Stichwort Elektrospeicherheizung.


Nahwärme siehe Stichwörter Fernwärme, Blockheizkraftwerk, Sonnenkollektoren.


Netzfreischalter
(auch: Feldfreischaltautomat) Unter einem N. wird eine elektrische Schaltvorrichtung verstanden, die für alle nachgeschalteten Stromleitungen die Netzspannung (230 V) automatisch abschaltet, sobald kein Verbraucher mehr eingeschaltet ist.


Nickel-Cadmium-Akkumulatoren
N. sind eine besondere Form von Akkumulatoren.


Niedrigenergiehaus N. sind Häuser, die deutlich weniger Heizenergie verbrauchen als heutige Standardbauten. Gegenüber Gebäuden, die nach der gültigen Wärmeschutzverordnung gebaut sind, liegt der Heizwärmebedarf (Heizung) bei N. um etwa 30 – 50 % niedriger.


Nutzenergie
siehe Energie.


Nutzwärmekonzept
siehe Energiedienstleistung.


Ofenheizung
In Einzelöfen verbrennt man zur Wärmeerzeugung Kohle, Heizöl, Erdgas und Holz, ohne – wie bei der Zentralheizung – einen Wasserkreislauf zu erhitzen.


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Ökostrom
Mit Zertifikaten wird die Qualität des Ö. garantiert. Für die Vergabe solcher Zertifikate ist die Zusammensetzung des Ö. entscheidend.


Petroleum
P. wird auch als Mineralöl oder Erdöl bezeichnet. P. wird auch als Bezeichnung für Weiterverarbeitungsprodukte von Erdöl verwendet.

siehe Stichwort Erdöl


Photovoltaik
siehe Photovoltaik-Anlage und Solarzelle.


Photovoltaik-Anlage
P. der Name kommt von dem photovoltaischem Effekt- erzeugen Strom mit Hilfe von Solarzellen aus Sonnenenergie


Primärenergie
siehe Energie.


PV-Anlage
siehe Photovoltaik-Anlage.


Rationelle Energienutzung
Unter R. bzw. rationeller Energieversorgung versteht man alle Technologien, die Energie mit hohem Wirkungsgrad nutzen bzw. die Energie in möglichst großem Maße dem eigentlichen Nutzziel (z.B. Stromerzeugung oder Wohnraumbeheizung) zuführen.


Regenerative Energiequellen
R. sind Energiequellen, die durch natürliche Energiespender ständig erneuert werden und somit unerschöpflich sind.


Schallschirm
Ein S. ist eine frei stehende Wand, die als Hindernis die Schallausbreitung beeinflußt.


Schneller Brüter
Der . ist ein Kernreaktortyp (Kernkraftwerk) zur Stromerzeugung und Plutoniumgewinnung, der als Spaltstoff (Kernspaltung) Plutonium verwendet, das mit schnellen Neutronen gespalten wird.


Schornstein
Der Schornstein dient der Ableitung von Abluft oder von Rauchgasen vom Ort der Entstehung (zum Beispiel dem Feuerungsraum) weg in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je höher die emittierte Schadstoffmenge bzw. ihre Giftigkeit ist, um so höher muss der Schornstein gemäss der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 1986) gebaut werden.


Sekundärenergie
siehe Energie.


Solaranlage
Anlage zur Nutzbarmachung von Solarenergie (Globalstrahlung).


Solararchitektur
Unter S. versteht man eine Bauweise, welche die einfallende Sonnenstrahlung als direkte Energiequelle zum Beheizen und Belichten (Tageslichtnutzung) benutzt.


Solarauto
siehe Solarmobil.


Solare Bauleitplanung
Von einer S. spricht man, wenn im Rahmen der Bauleitplanung alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die aktive und passive Solarenergienutzung zu optimieren (Solarzelle, Sonnenkollektor, Solararchitektur).


Solare Nahwärme siehe Sonnenkollektor.


Solarenergie
Solarenergie Ist Energie, die Voraussetzungen für das Leben und die natürlichen Energiekreisläufe schafft.


Solarenergie: Adressen zu dem Stichwort
Service-Seiten Solarenergie im KATALYSE Umweltlexikon.


Solarer Wasserstoff
Solarer Wasserstoff wird in Solarkraftwerken mittels Elektrolyse oder thermochemischer Zersetzung aus Wasser gewonnen.


Solarkollektor
siehe Sonnenkollektor.


Solarkonstante
siehe Globalstrahlung.


Solarkraftwerke
Man unterscheidet zwischen Photovoltaik-Kraftwerken und solaren Wärmekraftwerken (thermische S.).


Solarkreislauf
Der S. stellt die Rohrleitungsverbindung zwischen Sonnenkollektor und Warmwasserspeicher dar.


Solarmobil
S. im engeren und ursprünglichen Wortsinn sind Fahrzeuge (zu Land oder zu Wasser), die ihre Antriebskraft von der Sonne beziehen.


Solarmodul
Bei S. werden viele Solarzellen, da sie nur mit niedriger Spannung arbeiten, für praktische Anwendungen zusammengeschaltet.


Solarpanel
siehe Solarmodul.


Solartankstellen
Tankstellen für Solarmobile. I.d.R. bestehen S. aus Solarzellen, die ihren Strom in Akkumulatoren speisen.


Solarthermische Anlage
Bei S. wird Wärme aus Sonnenenergie gewonnen. Häufigster Einsatzort ist die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.


Solarthermische Anlage
Bei S. wird Wärme aus Sonnenenergie gewonnen. Häufigster Einsatzort ist die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.


Solarthermische Kraftwerke
siehe Solarkraftwerk.


Solarzellen
S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln können (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik).


Sonnenenergie
siehe Solarenergie.


Sonnenkollektor
S. absorbieren die einfallende Solarstrahlung (Globalstrahlung) und wandeln sie in Wärme um, die zur Warmwasserbereitung, zu Heizzwecken oder als Prozeßwärme genutzt werden kann.


Sonnenkollektoren
S. sind ein Bestandteil solarthermischer Anlagen. Sie absorbieren die einfallende Solarstrahlung und wandeln sie in Wärme um.


Sonnenkraftwerke
siehe Solarkraftwerk.


Stadtgas
siehe Gas.


Strom
Physikalisch: Bewegte elektrische Ladungen (Elektrizität) werden als elektrischer S. bezeichnet.


Stromsparen
Da die Nutzung von Strom für eine Vielzahl von Umweltschädigungen und einen großen Verbrauch von Ressourcen verantwortlich ist, kommt S. bzw. rationeller Stromeinsatz unmittelbar der Umwelt zugute (Strom).


Stromtarife
1996 schuf die Europäische Union die „Richtlinie zur Liberalisierung des Strommarktes“, die das Ende des Strom-Monopols einläutete.


Tausend-Dächer-Programm
Programm des Bundesforschungsministeriums (BMFT) zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen (Solarzellen).


Thermostromgenerator
Ein T. besteht aus einer Reihe von Kohleplatten die mit zwei verschiedenen Metall-Legierungen (NiCu/NiCr) an den Enden der Platten beschichtet sind. Die beschichteten Flächen bilden ein
grossflächiges Thermoelement.


UV-Strahlung
Ultraviolette Strahlung gehört zur elektromagnetischen Strahlung und besitzt eine Wellenlänge zwischen 180 und 400 nanometer.


Vakuumflachkollektor
siehe Sonnenkollektoren.


Vakuumflachkollektoren
siehe Sonnenkollektoren


Vakuumröhrenkollektor
siehe Sonnenkollektor.


Vakuumröhrenkollektoren
siehe Sonnenkollektoren  wafer
Wafer sind dünne Siliziumscheiben, welche zu Solarzellen verarbeitet werden.


Wärmelieferungskonzept
Das W. sieht vor, daß ähnlich wie bei der Fernwärme der Eigentümer oder Mieter direkt Wärme von einem Dritten bezieht.


Wärmenutzungsgebot
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) schreibt eine Wärmenutzungsverordnung vor, die ein W. enthält.


Wärmenutzungsverordnung
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 14.5.90 macht die Nutzung „entstehender Wärme“ zu einer Grundpflicht für Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen.


Wärmephotographie
siehe Thermographie.


Wärmepumpe
W. sind Maschinen, die aus Luft, Wasser (Grundwasser, Abwasser etc.) oder Erdreich Wärme entziehen, diese auf ein höheres Temperaturniveau bringen und damit zu Heizzwecken (Heizung) und Warmwasserbereitung nutzbar machen.


Wärmespeicher
siehe Speicherung, Latentwärmespeicher, Warmwasserspeicher.


Wärmespeicherzahl
siehe k-Wert.


Wärmestrahlung siehe Infrarotstrahlung.


Wärmetransport
Örtlich unterschiedliche Temperaturen führen zu einer Wärmebewegung in Richtung der niedrigeren Temperatur.


Wasserstoff
Wasserstoff gilt wegen seiner sauberen Verbrennung als Energieträger der Zukunft. Er verbrennt zu Wasser, dabei wird kein klimawirksames Kohlendioxid gebildet. Lediglich bei hohen Temperaturen kommt es durch Reaktion mit der Luft zur Bildung von Stickoxiden.


Wasserstoffmotor
Der W. ist ein Ottomotor, der mit Wasserstoff (H2) als Kraftstoff betrieben wird.


Wasserstofftechnologie
Unter W. versteht man sämtliche Technologien zur Gewinnung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff.


Windenergie
Die in Wind enthaltene mechanische Energie kann in Windkraftanlagen mit einem Wirkungsgrad von ca. 40% zur Stromerzeugung und zum Antrieb von Maschinen (Wasserpumpen, Getreidemühlen) genutzt werden.


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet


Altersschwerhörigkeit
Schwerhörigkeit, Lärmschwerhörigkeit


Antilärm
A. ist eine neue Methode, Schallwellen zu eliminieren.


Äquivalenter Dauerschallpegel
Der Ä. ist ein energieäquivalenter Mittelungspegel. Bei diesem Mittelungsverfahren führt eine Halbierung der Geräuschdauer bei einem Geräusch mit konstantem Pegel zu einer Abnahme des Mittelungspegels um 3 dB (also einer Halbierung).


Arbeitsplatzlärm
Lärm gehört zu den wesentlichen Faktoren, die die Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz ausmachen.


Dauerschallpegel
Um sich ständig ändernde Schallpegel mit einer Einwertangabe angeben zu können, werden diese über eine bestimmte Meßzeit gemittelt und zum D. zusammengefaßt.


Dezibel
Das D. (dB) ist eine Hilfsgröße zur Bestimmung eines Schallpegels.


Fluglärm
Beim Flugverkehr kommt es neben Umweltbelastungen durch Flugzeugabgase zu nicht unerheblichen Belastungen durch Lärm.


Freizeitlärm
Aufgrund der ständigen Verkürzung der Arbeitszeit in den vergangenen Jahrzehnten hat die Freizeitgestaltung einen immer größeren Stellenwert bekommen.


Gehörschädigung
Das menschliche Gehör (Hörvorgang) kann auf vielfältige Weise geschädigt werden. Neben Unfällen und Krankheiten ist die G. durch Lärm als häufigste Ursache zu nennen.


Gehörschutz
Vorrichtungen zum Schutze des menschlichen Gehörs vor einer Schädigung infolge von Schalleinwirkungen werden als G. bezeichnet.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Hörbereich
Der Bereich, in dem das menschliche Gehör Schall erfassen kann, wird als H. bezeichnet.


Hörschwelle
Der Schalldruck, bei dem das menschliche Hörorgan gerade eine Hörempfindung wahrnimmt, wird als H. bezeichnet.


Hörvorgang
Hörorgan des Menschen ist das Ohr. Auftreffende Schallwellen werden durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet.


Körperschall
Schall, der sich in einem festen Körper mit einer Frequenz >15 Hz ausbreitet, wird als K. bezeichnet.


Lärmschäden
Schäden, die durch Lärm entstehen, treten in vielfältigen Formen zutage. Lärmschäden werden durch physische, psychische und soziale Lärmwirkungen verursacht.


Lärmschutz
L. bezeichnet alle Maßnahmen zum Schutz vor belästigendem oder gesundheitsgefährdendem Lärm und wird häufig mit Schallschutz gleichgesetzt.


Lärmschutzbereiche
L. oder auch Lärmschutzzonen sind Bereiche, die nach dem Fluglärmgesetz vom 30.3.1971 in der Umgebung von Flughäfen festgelegt werden.


Lärmschutzmaßnahmen
Lärmschutzmassnahmen umfassen administrative, technische, planerische und aufklärende Massnahmen.
Zu den administrativen Massnahmen gehören die gesetzliche Regelung des Lärmschutzes durch Bundesgesetzte wie das Bundesimmissionsschutzgesetz und deren Verordnungen (Verkehrslärmschutzverordnung etc.)oder das Fluglärmgesetz sowie die Verordnungen und Richtlinien der einzelnen Bundesländer.


Lärmschutzverordnung
In Ergänzung zum Bundesimmissionsschutzgesetz gibt es in vielen Bundesländern L..


Lärmschutzzone
siehe Lärmschutzbereiche, Fluglärm.


Militärfluglärm
siehe Fluglärm, Tiefflüge


Schall
Als Schall bezeichnet man mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Je nach Medium, in dem sich der Schall ausbreitet, unterscheidet man zwischen Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall.


Schallbewertung
Da ein bestimmter Schallpegel bei verschiedenen Frequenzen unterschiedlich laut empfunden wird, müssen Schallpegel frequenzabhängig bewertet werden.


Schalldämmung
Unter S. wird die Verhinderung bzw. Behinderung der Fortpflanzung von Schallwellen durch eine Trennfläche verstanden.


Schalldruckpegel
Durch die Schwingung von materiellen Teilchen entsteht Schall.


Schalleistungspegel
Um eine Lärmquelle hinsichtlich ihrer Lärmemission beurteilen zu können, ist die Angabe eines Schalldruckpegels unzureichend, da er stets an einen bestimmten Standpunkt gebunden ist.


Schallschutz
Technische Maßnahmen zur Verhinderung der Entstehung von Geräuschen sowie zur Verhinderung der Ausbreitung von Schall werden als S. bezeichnet.


Schallschutz im Städtebau
Wesentliches Instrument des S. ist die Bauleitplanung. Durch diese Festschreibung von Bebauungsgebieten findet eine Aufteilung nach verlärmten und ruhigen Gebieten statt. Hauptproblem stellt jedoch der allgegenwärtige Strassenverkehrslärm dar.


Schallschutzfenster
Fenster, die aufgrund einer speziellen Konstruktion eine hohe Schalldämmung erreichen, werden als S. bezeichnet.


TA-Lärm
Die Technische Anteilung zum Schutz gegen Lärm ist eine Verwaltungsvorschrift nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG).


Tinnitus
Bei einem durch starke Lärmbelastung geschädigten Ohr kann es neben der Lärmschwerhörigkeit auch zu einen mehr oder minder lauten Pfeifen oder Klingeln im Ohr kommen.


Abgase aus Kraftfahrzeugen
Siehe Stichwort: Schadstoffe aus Kfz


Abgasgrenzwerte
Für Kfz: Emissionsgrenzwerte für Kfz; für Kraftwerke: TA Luft, Großfeuerungsanlagenverordnung


Abgasreinigungsverfahren Abgasreinigungsverfahren werden zu Entfernungen von Stäuben und gasförmigen Schadstoffen (Rauchgase, flüchtige Kohlenwasserstoffe) aus Verbrennungs- und anderen Prozeßabgasen benutzt. Zur Abscheidung von Stäuben können Elektrofilter, Gewebefilter, Naßabscheider oder Zyklonabscheider eingesetzt werden.


Abgasrückführung
Verfahren bei Otto- oder Dieselmotoren, bei dem ein Teil der Abgase vom Auspuff durch ein Rohr zum Einlaßkanal zurückgeführt wird. Durch diese zusätzliche Menge Ballastgas soll die Flammentemperatur im Brennraum verringert und damit die Stickoxidbildung verringert werden.


Abgassonderuntersuchung (ASU)
Die Abgassonderuntersuchung (ASU)heißt jetzt Abgasuntersuchung (AU). Sie ist für PKW ohne Katalysator bzw. mit ungeregeltem Katalysator alle 12 Monate und mit geregeltem Katalysator alle 24 Monate durchzuführen.


Abgasuntersuchung (AU)
Die Abgassonderuntersuchung (ASU) heißt jetzt Abgasuntersuchung (AU). Sie ist für PKW ohne Katalysator bzw. mit ungeregeltem Katalysator alle 12 Monate und mit geregeltem Katalysator alle 24 Monate durchzuführen.


Abgasverluste
Bei Verbrennungsprozessen treten stets Energieverluste über das bei der Verbrennung entstehende heiße Abgas auf.


Abluft
Alle Gase und Stäube unterschiedlichster Arten, die bei industriellen, gewerblichen und häuslichen Produktions- und Verteilungsprozessen entstehen und über Schornsteine, Luken, Fenster oder andere diffuse Öffnungen in die Atmosphäre entweichen, werden Abluft genannt.


Aerosol
Stoffgemisch aus einem gasförmigen Stoff und flüssigen oder festen feinverteilten Bestandteilen, die man als Schwebstoffe bezeichnet.


ASU
siehe Abgassonderuntersuchung


Athmospherics
siehe Sferics


Atmosphäre
Die A. umfaßt die ganze Gashülle des Planeten Erde.


Atmungsgifte
Als A. bezeichnet man Stoffe, die in die Atemkette eingreifen und die normale Sauerstoffaufnahme verhindern.


Aufwindkraftwerk
A. sind Solarkraftwerke, die den Kamineffekt warmer Luftströmungen nutzen und damit eine Windturbine zur Energieerzeugung antreiben.


Autoabgase
siehe Schadstoffe aus Kfz


Belüftung
B. ist ein Gasaustausch, die Einbringung von Sauerstoff oder die Belüftung von Gebäuden.


Benzol
B. ist der chemische Grundbaustein der Stoffklasse der Aromaten. B. ist eine stark giftige, farblose, brennbare Flüssigkeit, in Wasser wenig löslich, erst unter extremen Bedingungen zersetzbar; B.-Luft-Gemisch explosiv. Gewinnung hauptsächlich aus Erdölraffination, weniger aus Steinkohle und Kokereigas.


Betankungsverlust
Als B. bezeichnet man den Teil des (Benzin-)Kraftstoffes, der auf dem Weg von der Raffinerie bis zum Motor als gasförmige Kohlenwasserstoffe in die Umwelt entweicht.


Biofilter
Als B. bezeichnet man Abgasreinigungsverfahren, bei denen Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) in einem Filter Abgas- oder Abluftströme durch den aeroben Abbau der Luftschadstoffe reinigen.


Biologische Abgasreinigung
Die Verfahren der B. beruhen auf der aeroben Oxidation von Luftschadstoffen durch Mikroorganismen.


Blattnekrose
Absterbende Blattbereiche.


Brennstoffentschwefelung
Bei der B. wird der in fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas) enthaltene Schwefel chemisch oder physikalisch abgetrennt.


Brennstoffkreislauf
Zum Brennstoffkreislauf zählen alle Anlagen und Verfahren zur Versorgung und Entsorgung von Kernkraftwerken mit Brennstoff (Uran, Plutonium, Thorium (Hochtemperaturreaktor)).


Bundesimmissionsschutzgesetz
Zweck des B. (BImSchG) ist es, „Menschen sowie Tiere, Pflanzen und andere Sachen vor schädlichen Umwelteinwirkungen und, soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, auch vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und erheblichen Belästigungen, die auf andere Weise herbeigeführt werden, zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umweltwirkungen vorzubeugen“ (1).


CO2-Düngung
siehe Kohlensäuredüngung


CO2-Problem
siehe Kohlendioxid-Problem


CO2-Steuer
siehe Kohlendioxid-Problem


Dieselfilter
siehe Partikelfilter


Dieselkat
Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor können Katalysatoren aufgrund der Arbeitsweise (Luftüberschuß) lediglich als Oxidationskatalysatoren eingesetzt werden, wobei Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid zu Wasser und Kohlendioxid oxidiert werden.


Dieselmotor
Der D. ist ein Verbrennungsmotor mit interner Verbrennung.


Dieselruß
siehe Dieselmotor, Partikelfilter, Schadstoffe aus Kfz


Entschwefelung
siehe Rauchgasentschwefelungsanlage, Brennstoffentschwefelung


Entstaubung
siehe Rauchgasentstaubungsanlage


Erdatmosphäre
siehe Atmosphäre


Feinstaub
Staub weist eine Teilchengröße zwischen 1 und 10 Mikrometer. Als Feinstaub bezeichnet man winzige, mit bloßem Auge nicht sichtbare Partikel mit einer Teilchengrößen unter 1 Mikrometer.


Filter
1. Optische F. sind Gläser, die nur für bestimmte Wellenlängen des Lichtes durchlässig oder undurchlässig sind.


Flugzeugabgase
Die vom zivilen und militärischen Flugverkehr verursachten Schadstoffemissionen betragen nur etwa 1% der Gesamtschadstoffbelastung in Deutschland.


Global 2000
Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Inversionswetterlage
Bezeichnung einer Wetterlage mit einer dafür charakteristischen Luftschichtung, die meist durch Windstille oder schwache Winde gekennzeichnet ist.


Katalysator
Ein K. besitzt die Eigenschaft, die Geschwindigkeit bestimmter chemischer Reaktionen zu erhöhen, ohne dabei selbst eine Veränderung zu erfahren.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Klima
Das Klima-System setzt sich zusammen aus dem inneren und dem äußeren System.


Klimaanlagen
Anlagen zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Klimas (Temperatur und Feuchtigkeit) der Raumluft, insb. in öffentlichen Gebäuden, Büroräumen und anderen Arbeitsplätzen.


Klimaschutz
Klimaschutz bezeichnet Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegen wirken sollen. Im Mittelpunkt steht derzeit die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen.


Klimaveränderung
K. umschreibt eine langfristige Veränderung des Klimas auf der Erde. Eine Klimaveränderung kann eine Erwärmung oder Abkühlung der Oberflächentemperatur sein.


Klimawandel
Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.


Klimaxstadium einer Biozönose
Ökosysteme zeigen Veränderungen, die auf einen Endzustand hin gerichtet verlaufen (Biozönose, Sukzession).


Kohlendioxid
Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 – 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.


Kohlendioxid-Problem
Das Kohlendioxid-Problem besteht darin, dass das unschädliche und sogar für das irdische Leben notwendige Kohlendioxid (CO2) Hauptverursacher des zusätzlichen Treibhauseffekts ist, der das Weltklima zu verändern droht (Klima, Treibhauseffekt).


Kohlenmonoxid
K. (CO) ist ein Gas ohne Farbe, Geruch und Geschmack; Hauptquelle sind Verbrennungsprozesse.


Kohlensäuredüngung
K. wird hauptsächlich in Glashauskulturen angewandt.


Luft
Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.


Luftqualitätskriterien
L. oder auch Umwelt- und Gesundheitskriterien werden für eine Reihe von Luftschadstoffen von verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen veröffentlicht.


Luftqualitätsleitlinien
siehe Maximale Raumluftkonzentration.


Luftreinhaltepläne
Nach Artikel 47 Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), sind L. für solche stark belasteten Gebiete („Untersuchungsgebiete“) aufzustellen, in denen die Immissionswerte nach TA Luft (gegenwärtig für Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlendioxid, Stäube und Ozon) überschritten werden.


Luftschall
Schall, der sich in der Luft ausbreitet.


Luftverschmutzung
Der Begriff Luftverschmutzung fasst eine Vielzahl von Verunreinigungen der Luft mit umwelt- und gesundheitsgefährdender Substanzen zusammen.


Luftwiderstandsbeiwert
siehe cW-Wert.


Lungenfibrose
Die L. besteht in einer Vermehrung des Lungenbindegewebes, wodurch die Dehnungsfähigkeit der Lunge bei der Atmung eingeschränkt wird.


Mikroklima
Das Klima im Bereich der bodennahen Luftschichten bis etwa 2 m Höhe.


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Orkane
Winde mit Geschwindigkeiten über 118 km/h (ab Windstärke 12).


Ozon
O. ist ein Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen, es wirkt als sehr starkes Oxidationsmittel mit typischem, leicht stechendem Geruch (Geruchsschwelle bei 10 pp in der Luft.


Ozonabbau
In der Stratosphäre (Atmosphäre) wird unter dem Einfluß von UV-Strahlung in einer Höhe von etwa 20-50 km die sog. Ozon-Schicht gebildet, die ein lebensnotwendiges Schutzschild gegen UV-Strahlung darstellt.


Ozonloch
siehe Ozonabbau


Ozonschicht
siehe Ozonabbau


Partikelfilter
P. (auch Rußfilter genannt) vermindern die bei der dieselmotorischen Verbrennung entstehenden Rußpartikel (Dieselmotor, Schadstoffe aus Kfz) um bis zu 90%.


Photooxidantien
Luftschadstoffe werden durch Sonnenlicht oxidiert, wodurch in der Atmosphäre neue Schadstoffe wie Ozon, Peroxyacetylnitrat (Leitsubstanzen) und Wasserstoffperoxid entstehen.


Photosmog
siehe Sommersmog.


Rauchgas
Unter dem Begriff R. werden die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe sowie der Müllverbrennung entstehenden und in die Atmosphäre abgeleiteten Stäube und Gase (z.B. Schwefeldioxid und Stickoxide) zusammengefaßt.


Rauchgasentschwefelungsanlagen
R. (REA) sind Anlagen, bei denen Schwefeloxide (Schwefeldioxid SO2 und Schwefeltrioxid SO3) aus Rauchgasen abgeschieden werden.


Rauchgasentstaubungsanlagen
R. sind Anlagen zur Abscheidung von Stäuben aus dem Rauchgas. R. können heute in allen Industriezweigen zur Verminderung der staubförmigen Emissionen eingesetzt werden.


Rauchgasentstickungsanlagen
R. sind Anlagen zur Abscheidung von Stickoxiden aus Rauchgas, die eingesetzt werden, wenn sog. Primärmaßnahmen zur Stickoxidminderung nicht ausreichen.


Regen, saurer
siehe Saurer Regen.


Robin Wood
1982 schlossen sich Umweltschützer zusammen, um gegen das Sterben der Wälder gewaltfrei in Aktion zu treten.


Rußfilter
siehe Partikelfilter.


Rußzahl
Meßgröße für den Staub- und Rußanteil in Rauchgasen.


Sauerstoff
Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Symbol O, Ordnungszahl 8, Siedepunkt –182,97 °C, Schmelzpunkt –218,79 °C, bei Normalbedingungen farb- und geruchloses Gas, tritt normalerweise als S.-Molekül auf, kann aber auch kurzzeitig atomar oder als Ozon auftreten. Es ist das häufigste Element auf der Erde (Erdrinde 46,5 Gew-%, Gewässer 89 Gew-%, Luft 23 Gew-%).


Schornstein
Der Schornstein dient der Ableitung von Abluft oder von Rauchgasen vom Ort der Entstehung (zum Beispiel dem Feuerungsraum) weg in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je höher die emittierte Schadstoffmenge bzw. ihre Giftigkeit ist, um so höher muss der Schornstein gemäss der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 1986) gebaut werden.


Schwebstaub
Alle festen Teilchen in der Atmosphäre nennt man S.. Je nach Teilchengröße unterscheidet man den Staub in Grob- und Feinstaub.


Schwefeldioxid
S. ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das beim Einleiten in Wasser schweflige Säure bildet. In der Natur befindet sich S. in vulkanischen Gasen und im Erdgas. 98 Prozent des industriell erzeugten S. dient zur Schwefelsäureherstellung.


Sferics
Die als Atmospherics (englisch für atmosphärische Störungen, abgekürzt „Sferics“) bezeichneten Erscheinungen sind natürlichen Ursprungs im Niederfrequenzbereich.


Smog
Der Begriff Smog ist ein Kunstwort, gebildet aus den englischen Begriffen Smoke (Rauch) und Fog (Nebel). Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt es die Anwesenheit von Luftschadstoffen in gesundheitsschädlichen und sichtbeeinträchtigenden Konzentrationen.


Smog-Verordnung
In den fünfziger und sechziger Jahren gab es v.a. in Deutschland und England extreme Smogsituationen, welche Anlaß gaben erste S. zu erlassen.


Sommersmog
(Photochemischer Smog, Los-Angeles-Smog.) Während im Wintersmog Verbrennungsprodukte (Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid) und Stäube direkt gesundheitsschädlich wirken, wird die schädliche Wirkung des Sommersmog von Photooxidantien (v.a. Ozon, Peroxyacetylnitrat) verursacht.


Stadtklima
Als Stadtklima bezeichnet man das gegenüber dem Umland veränderte Lokalklima in Stadt- und Industrielandschaften. Auslöser hierfür sind die Bebauungsart und –dichte, das Wärmespeichervermögen der verwendeten Baustoffe, die Bodenversiegelung, die fehlende Vegetation sowie die vermehrte Emission von Abgasen (Schadstoffe aus Kfz), Aerosolen und Abwärme.


Staub
Bei S. handelt es sich um in der Luft verteilte, feste Teilchen, die je nach Größe in Grob- und Fein-S. unterschieden werden.


Staubniederschlag
Feste Teilchen, die durch die Schwerkraft aus der Atmosphäre auf den Erdboden sinken, nennt man S..


Stickstoffverbindungen
Zu den wichtigsten Stickstoffverbindungen gehören Ammoniak, Nitrate, Nitrit, Nitrosamine und Stickstoffoxide.


Stirlingmotor
Heißluftmotor nach Hubkolbenprinzip, der 1816 vom schottischen Pfarrer Stirling zum Patent angemeldet wurde.


TA-Luft
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft; erste Fassung 1974, letzte Aktualisierung 1986.


Tabakrauch
Das Rauchen von Tabakwaren stellt nicht nur für den Rauchenden eine große Gesundheitsgefährdung dar, sondern erfüllt durch den Zwang zum Passivrauchen in Innenräumen den Tatbestand einer langfristigen Körperverletzung.


Treibgase
T. dienen zur Förderung und Zerstäubung von Stoffen und Zubereitungen aus Spraydosen. Dafür wurden noch bis vor wenigen Jahren bestimmte FCKW (insb. FCKW 11 und 12) eingesetzt.


Treibhauseffekt
Die während des Tages einfallende Sonnenstrahlung (Globalstrahlung) wird von der Atmosphäre und vom Erdboden in Form von Wärme gespeichert und nachts als Infrarotstrahlung in den Weltraum abgegeben.


Wetter
Wetter bezeichnet die verschiedenen Phänomene (z.B. Sonnenschein, Regen, Gewitter) in der Troposphäre, an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.


Wintersmog
Im Gegensatz zum Sommersmog, bei dem Photooxidantien gesundheitsschädlich wirken, wird beim Wintersmog die schädliche Wirkung durch Verbrennungsprodukte (Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Staub) verursacht.


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet


Alpen
Höchstes Gebirge in Europa, mit einer Fläche von 220.000 Quadratkilometer. Die A. sind als Wasserspeicher, Klimaregulator, ökologische Nische und als Erholungsgebiet eines der ökologisch wichtigsten Gebiete in Europa.


Alpen
Höchstes Gebirge in Europa, mit einer Fläche von 220.000 Quadratkilometer. Die A. sind als Wasserspeicher, Klimaregulator, ökologische Nische und als Erholungsgebiet eines der ökologisch wichtigsten Gebiete in Europa.


Alpenkonvention
Die Alpenkonvention wurde im Jahr 1991 von den Umweltministern der Alpenländer Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Liechtenstein, Monaco sowie der Europäischen Union verabschiedet


Alpentransitverkehr
Der zunehmende Gütertransport über die Alpen führt zu großen Umweltproblemen der betroffenen Regionen.


Amphibien
Von den 19 in Deutschland vorkommenden A.-Arten (Frösche, Kröten, Unken, Molche, Salamander) sind 11 Arten in ihrem Bestand gefährdet oder stehen kurz vor der Ausrottung (Artensterben).


Antarktisabkommen
Das A., am 1.12.1959 unterzeichnet und in Kraft getreten am 23.6.1991, dient der Förderung wissenschaftlicher Forschung im Südpolargebiet und der Nutzung der Region zu friedlichen Zwecken.


Anthropogen
Vom Menschen beeinflußt oder verursacht.


Art
Eine Art umfasst alle Lebewesen, die sich miteinander fruchtbar fortpflanzen können; sie ist eine funktionierende Fortpflanzungsgemeinschaft.


Artenschutz
Aufgrund des zunehmenden Artensterbens kommt dem A. wachsende Bedeutung zu.


Artenschutzverordnung
siehe Bundesartenschutzverordnung


Artensterben
Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen.


Artenvielfalt
Artenvielfalt ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.


Artgerechte Tierhaltung
Die Artgerechte Tierhaltung ist eine möglichst an den ursprünglichen Verhaltensweisen und Lebensraumbedingungen der domestizierten Tiere orientierte Form der Tierhaltung.


Auenlandschaft
A. setzen sich aus für die jeweilige Region charakteristischen Pflanzengesellschaften zusammen, die sich entlang von Bächen und Flüssen entwickeln


Aufforstung
A. ist das künstliche Bewalden von nicht oder nicht mehr mit Wald bewachsenen Flächen durch Pflanzung junger Bäume oder Saat von Samen.


Autökologie Die A. ist eine bestimmte methodische Betrachtungsweise, die Elemente des ökologischen Beziehungsgeflechts zu analysieren.


Basisabdichtung
Die B. soll das Austreten von schadstoffbelastetem Sickerwasser, das in jeder Deponie entsteht, in den Untergrund und das Grundwasser verhindern (Deponiesickerwasser).


Baumschutzsatzung
Als kommunale Satzung (beschlossen vom Gemeinderat) oder als Verordnung der Unteren Naturschutzbehörde (auf der Basis eines Landesnaturschutzgesetzes) kann für eine Kommune der besondere Schutz von Bäumen (ab einer definierten Größe) festgeschrieben werden.


Begrünung
Fassaden- und Dach-B. wurden um 1910 ein Trend. Erst heute ist wieder an aktuellen Beispielen die Fassaden-B. in erster Linie im Wohnungsbau erkennbar.


Belastungsgebiete
Den Landesregierungen ist nach Bundesimmissionsschutzgesetz die Möglichkeit gegeben, bestimmte Gebiete zu B. zu erklären, in denen durch Luftverunreinigungen in besonderem Maße schädliche Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden können.


Biodiversität
Biodiversität ist die biologische Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Für weitere Infos siehe auch Stichwort Artenvielfalt.


Biologie
Die Biologie ist die Wissenschaft vom Leben.


Biologische Vielfalt
Biologische Vielfalt ist die Biodiversität von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.
Für weitere Infos siehe auch Stichwort „Artenvielfalt“.


Biolumineszenz
B. ist die Lichterzeugung durch Lebewesen. Unter den Landtieren sind die Glühwürmchen das bekannteste Beispiel für B.


Biosphärenreservate
B. sind gemäß §14a des Bundesnaturschutzgesetzes großräumige Schutzgebiete, die für das bestimmte Landschaftstypen charakteristisch sind oder einzigartige Lebensgemeinschaften beherbergen.


Biotop
(griech.: topos=Ort) Das (oder der) B. ist der natürliche Lebensraum einer darauf abgestimmten Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren (Biozönose).


Bodensee-Projekt
siehe Gewässersanierung.


BUND
Der BUND ist mit über 365.000 Mitgliedern der größte deutsche Umweltverband und Mitglied im FriendsOfTheEarth.


Bundesartenschutzverordnung
Die B. (BArtSchV) ist eine Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten vom 19.12.86, die zum 1.8.89 geändert wurde.


Bundesnaturschutzgesetz
Der Bund als Rahmengesetzgeber hat das B. am 20.12.1976 erlassen (letzte Änderung vom 21. September 1998; BGBl. I 1998 S. 2994).


Feldafinger Thesen
Die „Feldafinger Thesen“ bieten die Grundlage für
eine zukunftsträchtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.


Feuchtbiotop
Allgemeiner Begriff für Land- und Uferlebensräume, in denen Wasser der charakterisierende ökologische Faktor ist.


Feuchtgebiete
F. sind Flächen, die zum Teil ständig von seichtem Wasser bedeckt sind.


Fischbestand
Die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes durch Fischfang gehört inzwischen weltweit zur Tagesordnung. Fast überall werden mehr Fische gefangen, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen.


Flächennutzung
Die F. ist in der BRD seit 1950 von einer stetigen Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen gekennzeichnet.


Flächennutzungsplan
Der F. stellt die 1. Stufe der Bauleitplanung dar. Er wird auch als vorbereitender Bauleitplan bezeichnet.


Flächenrecycling
siehe Rekultivierung, Flächennutzung


Flachmoor
F. (= Niedermoor) entstehen im nährstoffreichen Grundwasserbereich durch Verlandung von nacheiszeitlichen Schmelz- und Stauwasserseen.


Flechten
F., enge Gemeinschaft (Symbiose) aus niederen Pilzen und Algen, sind weniger als höher entwickelte Pflanzen durch ein Abschlußgewebe nach außen geschützt.


Flora
Bezeichnung für die Gesamtheit der Pflanzenarten eines Gebiets.


Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)
EG-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen Ziel der Richtlinie ist es die natürliche Artenvielfalt zu bewahren und die Lebensräume von wildlebenden Pflanzen und Tieren zu erhalten oder wiederherzustellen.


Flurbereinigung
Zielsetzung der F. ist die „Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft“ sowie seit 1976 die „Förderung der allgemeinen Landeskultur“.


Forest Stewardship Council
Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 in Toronto gegründet, mit dem Ziel einer weltweiten Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder.


Fortpflanzung
Fortpflanzung ist die Entstehung neuer aus den vorhandenen Lebewesen, also die Reproduktion von genetisch identischen oder weitgehend identischen Lebewesen.


Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
Das F. wurde nach einer ersten Pilotphase von 1987 bis 1988 als ein auf drei Jahre bemessener Modellversuch im Land Niedersachsen begonnen.


Froschwanderung siehe Amphibien


FSC
Forest Stewartship Council


Geotop
G. sind erdgeschichtliche Bildungen der abiotischen (unbelebten) Natur, die Kenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Hochmoor
H. wachsen aus dem nährstoffreichen Grundwasserbereich heraus.


Human Genome Projekt
Mit dem H. wurde die gesamte DNA-Sequenz der Menschen entschlüsselt, ähnlich wie zuvor die DNA-Sequenz von Fadenwürmern und Hefen entschlüsselt wurde. Die DNA-Moleküle sind die verdrehten, doppelsträngigen Sequenzen von vier Basen, aus denen jeder der 46 Chromosomen zusammengesetzt ist, die im Kern jeder menschlichen Körperzelle enthalten sind.


Humangenomprojekt
Ziel des H. war die vollständige Entschlüsselung der DNS-Basensequenz des menschlichen Genoms. Siehe unter Stichwort: Human Genome Project


Hybrid
H. ist der Nachkomme von Elterntieren, die verschiedenen Rassen, Unterarten oder sogar Arten angehören.


Jura
J. ist das zweite Erdzeitalter des Mesozoikum vor 208 – 146 Mio. Jahren.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Knospung
Knospung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung, bei der aus einem Muttertier genetisch identische Tochterindividuen herauswachsen.


Kulturlandschaft
Durch menschliche Einwirkungen strukturell veränderte Naturlandschaft.


Landschaftsschutzgebiete
L. sind Landschaftsräume, die zur Sicherung eines leistungsfähigen Naturhaushalts, zur Erhaltung ihres Erholungswertes, ihrer landschaftlichen Eigenart und biologisch-ökologischen Vielfalt gegen verunstaltende oder schädigende Eingriffe geschützt sind.


Landschaftsschutzgebiete: Tabelle Landschaftsschutzgebiete in Deutschland
Landschaftsschutzgebiete in Deutschland (Stand 31.12.98, nach Bundesamt für Naturschutz).


Leitpflanzen
siehe Zeigerpflanzen.


MAB-Biosphärenreservate
Das Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB)wurde während der „UN Conference on the Human Environment“ in Stockholm aus der Taufe gehoben. Die Problematik der Mensch-Umwelt-Beziehungen war offensichtlich geworden.


MAB-Programm
Internationales UNESCO-Programm zu Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur- und Kulturlandschaften, mit dem Leitthema „Mensch und Biosphäre“ (MAB), das im Oktober 1970 beschlossen wurde.


Moor
Man unterscheidet je nach Entstehung die im Grundwasserbereich, zum Beispiel bei der Verlandung von Seen, gebildeten nährstoffreichen Niedermoore (=Flachmoore) und die vom Grundwasser unabhängig wachsenden über ihre Umgebung sich uhrglasförmig erhebenden nährstoffarmen Hochmoore, die vom Regenwasser gespeist werden.


Nachhaltiger Tourismus
Nachhaltiger Tourismus meint eine Form des Reisens, bei der die positiven Effekte des Tourismus sinnvoll genutzt und seine negativen Auswirkungen so weit wie möglich reduziert werden. Dieses Ziel kann bei allen Formen von Urlaub und Reisen verwirklicht werden – nicht nur bei speziellen „Ökotourismus“-Angeboten.


Nationalpark
N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand.


Nationalparks in Deutschland
Nationalparks in Deutschland (Stand: 14.07.2004; EUROPARC Deutschland).


Naturdenkmal
Ein N. ist ein besonders schützenswertes Einzelobjekt in der Natur, wie z.B. Standorte seltener Tiere und Pflanzen, alte Bäume, Quellen, Felsformationen und Höhlen, Wasserfälle oder große Einzelbäume.


Naturnahe Wälder
Wenn auch vom Förster begründet, zeichnen sich N. dadurch aus, daß sie den Wäldern ähneln, die natürlich an einem bestimmten Standort wachsen würden.


Naturpark
Naturparks sind großräumige, für die Erholung der Bevölkerung vorgesehene Landschaften, die viele Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete umschließen (nach § 16 Bundesnaturschutzgesetz).


Naturschutz
Unter Naturschutz versteht man alle Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung von wildlebenden Arten (Pflanzen und Tiere), ihrer Lebensgemeinschaften und natürlicher Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften unter natürlichen Bedingungen.


Naturschutzgebiet
N. sind, gemäß 13 des Bundesnaturschutzgesetzes, naturnahe Gebiete, bestimmt zum Schutz von Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensräumen.


Naturschutzgesetz
siehe Stichwort Bundesnaturschutzgesetz


Nutzwald
siehe Forstwirtschaft, Waldfunktionen, Waldpflege.


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Ökologische Nische
Die Ö. bestimmt die Rolle und Funktion einer Art im Ökosystem, ist sozusagen der Beruf einer Art.


Ökosystem
Ökosystem eine mehr oder weniger abgegrenzte ökologische Funktionseinheit, die sich aus einer Biozönose und deren Biotop zusammen setzt.


Paläontologie
Die P. beschäftigt sich mit der Entwicklung der Lebewesen und der Lebensbedingungen in der Erdgeschichte, deren Erkenntnisse im Wesentlichen aus Fossilien gewonnen werden.


Pedosphäre
Begriff für den Lebensraum Boden.


Pflanzenschutzsachkunde
Im Pflanzenschutzgesetz sind in 10 die persönlichen Anforderungen für den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln geregelt.


Phänologie
Der Begriff Phänologie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre von den Erscheinungen“.
Gemeint sind die periodischen Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von pflanzlichen und tierischen Lebewesen in ihren zeitlichen Abhängigkeiten. Die Phänologie untersucht die Entwicklung der Pflanzen und Tiere im Jahresablauf, indem sie die Eintrittszeiten auffälliger Erscheinungen notiert.


Pilze
Pilze sind keine Pflanzen. Es sind Organismen, die ebenso wie die Pflanzen (Plantae) und Tiere (Animalia)zu einem eigenständigen Organismenreich zusammengefasst werden.


Pionierphase
Die P. bezeichnet in der Ökologie die Erstbesiedlung von bis dahin lebewesenfreien Arealen.


Plenterwald
In einem P. finden sich auf kleinster Fläche Bäume aller Entwicklungsstufen nebeneinander.


Regenwald
Der Regenwald ist der immergrüne Wald der inneren Tropen mit ganzjährig heißem, feuchtem Klima. Die tropischen R. sind die artenreichste Lebensgemeinschaft auf der Erde.


Rekultivierung
Unter R. versteht man die Wiederherstellung eines durch menschliche Eingriffe gestörten Gebietes (Natur- oder Kulturlandschaft), in dem der ursprüngliche Oberboden entfernt oder unbrauchbar gemacht worden ist. Eine R. ist gesetzlich vorgeschrieben.


Renaturierung
Rückführung von genutzten Flächen in einen mehr oder weniger naturnahen Zustand.


Robin Wood
1982 schlossen sich Umweltschützer zusammen, um gegen das Sterben der Wälder gewaltfrei in Aktion zu treten.


Schutzwald
Bezeichnung für die Wälder in alpinen Regionen, die die Täler vor Lawinen, Geröll und Erdrutschen sichern sollen.


Sport und Umwelt
Auch Sportler beeinflussen die Umwelt (Klima, Lärm, Gewässer, landschaft, Abfalkl usw.). Deshalb sind in diesem Bereich beispielhafte Maßnahmen zu integrieren.


Stiftung Ökologie & Landbau
Die Stiftung Ökologie & Landbau {-(SÖL)} wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die {-SÖL} setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander


Symbiose
Mit S. ist eine Beziehung zwischen zwei Arten gemeint, von der beide Beteiligten profitieren.


Tierhaltung
Unter Tierhaltung versteht man die Haltung von Nutztieren (Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Geflügel u.a.) sowie Haus- (Katze, Hund, Vögel u.a.) und Zootieren unter menschlicher Pflege und Aufsicht.


Trias
T. bedeutet übersetzt Dreiheit und ist der erste Abschnitt der Erdgeschichte Dieser umfasst das ältere Drittel des Erdmittelalters (Mesozoikums).


Trinkwasserschutzgebiet
Nach der DIN 2000 soll Trinkwasser als Naturprodukt so naturbelassen wie möglich sein.


Tropenwälder
siehe Regenwald, Urwald.


Tropenwaldnetzwerk
Das Tropenwaldnetzwerk ist ein Zusammenschluß von deutschen und brasilianischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Dachverbänden, die sich mit ökologischen, sozialen und kulturellen Fragen zum tropischen Regenwald in Brasilien beschäftigen.


Urwald
U. sind definitionsgemäß bislang vom Menschen unberührte oder nicht veränderte, wildwachsende Waldgebiete.


Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz
Durch das Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der UVP im Raumordnungsverfahren bei Verkehrswegen in den neuen Bundesländern herausgenommen.


Waldfläche
Die W. der Erde beträgt etwa 3,9 Mrd ha. Durch unterschiedliche Eingriffe des Menschen nimmt sie ständig ab.


Waldfunktionen
Für die Natur, aber auch speziell für den Menschen, hat der Wald eine ganze Fülle wichtiger, meist unersetzlicher Funktionen.


Waldgesellschaften
In einer Zeit, in der der Mensch noch nicht umfassend in das Geschehen im Wald eingegriffen hat, haben sich unterschiedliche W. ausgebildet.


Waldgesetz
Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft vom 2.5.1975, zuletzt geändert am 27.7.1984 (Bundeswaldgesetz, BWaldG).


Waldpflege
Fast der gesamte Wald Deutschlands und der europäischen Länder ist Nutzwald, d.h., die dort wachsenden Bäume werden früher oder später gefällt, das Holz verkauft.


Waldschadenserhebung
Nachdem im Jahre 1983 die Waldschadensfläche auf Basis der 1982 erstmals durchgeführten W. sprunghaft zunahm und das „neuartige“ weil erstmals großflächige Waldsterben im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stand, wurden seit 1984 jährlich bundeseinheitliche W. durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchführt und veröffentlicht.


Waldschädlinge
Wohl der bekannteste W. ist der Borkenkäfer und hier insb.der Fichtenborkenkäfer, der wegen des typischen Fraßbildes seiner Larven auch als „Buchdrucker“ bezeichnet wird.


Waldsterben
Immissionsbedingtes Waldsterben tritt seit der Errichtung größerer Industrien auf. Durch die zunehmende Industrialisierung und den Bau hoher Schornsteine, die die Schadstoffe großräumig verteilten, trat das Waldsterben dann seit Beginn der 70er Jahre großflächig auf.


Waldwachstum
Das Waldwachstum hängt ab von äußeren Umweltbedingungen (z.B. Bodenart, Klima, Beeinträchtigung durch Schadstoffe etc.) und den inneren Voraussetzungen der Bäume (z.B.Baumart, genetische Möglichkeiten, Alter etc.).


Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen
Das W. wurde 1973 aufgrund einer Empfehlung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (Stockholm 1972) abgeschlossen und ist 1975 völkerrechtlich in Kraft getreten.


Wasserhaushalt des Waldes
Die Wasserbilanz eines Waldes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Anteil des Kronendurchlasses (das Wasser, das direkt durch die Lücken im Kronendach auf den Waldboden fällt) ist abhängig vom Baumalter, der Baumart und der Waldstruktur: Laubbäume 57-78%, Nadelbäume 70-80% bei Starkregen, bei Schwachregen 15-20%.


Wasserschutzgebiet
Das W. ist ein spezielles gesetzliches Instrument, Grundwassernutzungen für die öffentliche Wasserversorgung zu schützen.


Wattenmeer
Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt.


Wildnis
Der Begriff W. ist kulturell unterschiedlich besetzt und reicht von der Wildpflanzenecke im Garten bis hin zum gefährlichen tropischen Urwald.


Wirtschaftswald
siehe Waldfunktionen.


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet


Zeigerpflanzen
Zeigerpflanzen sind Wildpflanzen, deren Anwesenheit auf spezifische Eigenschaften eines Standortes hindeuten, da sie verstärkt oder ausschließlich dort auftreten (Bioindikatoren).


„Organisation des Naturschutzes in Deutschland“
Service-Seiten Bundesnaturschutzgesetz im KATALYSE Umweltlexikon.


Abgasgrenzwerte
Für Kfz: Emissionsgrenzwerte für Kfz; für Kraftwerke: TA Luft, Großfeuerungsanlagenverordnung


Abstandserlaß
In einigen Bundesländern geltende Vorschriften zur Berücksichtigung von Abständen zwischen Industrie- und Gewerbegebieten einerseits und Wohngebieten andererseits im Rahmen der Bauleitplanung.


Abwärmenutzungsgebot
In einem früheren Entwurf zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ist von einem Abwärmenutzungsgebot die Rede.


Agenda 21
Der Begriff „Agenda“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Was zu tun ist“. Im englischen Sprachgebrauch steht er auch für „Tagesordnung“. Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung für weltweites Handeln im 21. Jahrhundert.


Altanlagensanierungsprogramm
Die Bundesregierung stellt im Rahmen eines Investitionsprogramms Fördermittel für die Nachrüstung bestehender Anlagen nach dem fortschrittlichen Stand der Technik zur Verminderung von Umweltbelastungen (Luft seit 1979, Abfall, Lärm und Abwasser seit 1985) bereit.


Altautos
Autorecycling


Altbatterien
Batterie-Entsorgung


Altlasten
Als A. werden ehem. Deponien, Industrie- und Gewerbestandorte, undichte Leitungssysteme und defekte Abwasserkanäle und unsachgemäß gelagerte wassergefährdende Stoffe und chemische Kampfstoffe bezeichnet.


Altöl
Gebrauchte Schmier- und Kühlöle auf Mineralölbasis aus Motoren, Getrieben, Turbinen etc. Gefährliche Sonderabfälle, deren Sammlung und Behandlung seit 1987 durch die Altölverordnung geregelt ist.


Altölverordnung
Seit dem 1. November 1987 wird die Wiederaufarbeitung von Altöl, das beim Ölwechsel zu Hause, in Tankstellen und Werkstätten oder in der Industrie anfällt, in der neuen A. geregelt.


Altstoffe
Altstoffe sind alle Chemikalien, die zwischen dem 1.Januar 1971 und dem 18.September 1981 auf dem Markt der Europäischen Gemeinschaft gemeldet wurden und im Europäischen Verzeichnis EINECS (Altstoffinventar) gelistet sind.


Amortisation
Umweltschutzinvestitionen


Anhörung
Verfahrensschritt im Rahmen eines Gesetzgebungsprozesses zur Information der beratenden und entscheidenden Gremien.


Arbeitsschutz
Unter A. versteht man alle Maßnahmen zum Schutz vor und Vermeidung von Gefahren für Leben und Gesundheit von Menschen, die bei der Arbeit (Arbeitsplatz) und durch Arbeit entstehen, einschließlich Planung, Konstruktion, Herstellung, Import, Ausstellung, Inverkehrbringen, Betrieb und Verwendung von Produkten, die bestimmten A.-Anforderungen genügen müssen.


Arbeitsstoffverordnung
Verordnung über gefährliche Arbeitsstoffe.


Asbestsanierung
Aufgrund der von Asbestprodukten in Gebäuden ausgehenden Gesundheitsgefährdung sind in vielen Fällen Sanierungsmaßnahmen erforderlich.


Atomgesetz
Das A. von 1959 (in der Fassung von 1985) regelt in Deutschland den rechtlichen Rahmen für die Erforschung, Entwicklung und großtechnische Nutzung der Kernenergie (Kernkraftwerk, Wiederaufarbeitung) zu friedlichen Zwecken.


Aufpunkt
Als A. wird der Ort bezeichnet, der für die Bewertung von Immissionen herangezogen wird.


Ausbreitung
Die in Luft, Wasser oder Boden verdünnten Emissionen werden als A. bezeichnet.


Baugesetzbuch
Das B. (BauGB), seit 1.7.1987 in Kraft, faßt die beiden Bundesgesetze über das Städtebaurecht, also das Bundesbaugesetz und das Städtebaugesetz, zusammen.


Bauleitplanung
Man unterscheidet im öffentlichen Baurecht zwischen dem auf Länderebene in Bauordnungen geregelten Bauordnungsrecht und dem auf Bundesebene im Baugesetzbuch (BauGB) geregelten Bauplanungsrecht.


Bauproduktengesetz
Das B. ist die Umsetzung der europäischen Bauproduktenrichtlinie in nationales Recht.


Bauproduktenrichtlinie
Die B. hat die Zielsetzung, die Hemmnisse für den gemeinschaftsweiten Vertrieb von Bauprodukten zu beseitigen, die aus unterschiedlichen technischen Anforderungen resultieren und den europäischen Normungsorganisationen die Ausarbeitung technischer Spezifikationen für Mindestanforderungen zu übertragen.


Bebauungsplan
Der B. stellt die 2. Stufe der Bauleitplanung dar.


Benzinbleigesetz
Das B. beschränkt den Bleigehalt von Benzin in der BRD seit 1.1.1976 auf 0,15 g/Liter, was heute nur noch den verbleiten Superkraftstoff betrifft.


Benzinqualitätsverordnung
Die B. wurde am 27.6.1988 erlassen, um Qualitätsdaten für bleifreies und verbleites Benzin festzulegen und die Auszeichnung von Ottokraftstoffen zu regeln. U.a. ist für das giftig wirkende Benzol ein höchstzulässiger Gehalt von 5 Vol.-% vorgeschrieben.


Beschleunigungsgesetz
Das B. wurde nach der Wiedervereinigung 1991 in Ostdeutschland eingeführt, um die Planungen für den Bau von Verkehrswegen zu beschleunigen.


Blauer Engel
siehe Stichwort Umweltzeichen


Bodenschutz
siehe Bodenbelastung.


Bodenschutzgesetz
Ein, seit einem Jahrzehnt kontrovers diskutiertes, jedoch bisher noch nicht bestehendes B. müßte fast alle übrigen Regelungsbereiche des Umweltrechts zu einem Konvolut bodenschützender oder bodenschutzrelevanter Normen in konsistenter Weise zusammenführen.


Bodenschutzprogramm
Mit dem B. von 1985 hat die Bundesregierung einen Handlungsrahmen für bereichsübergreifende Maßnahmen festgelegt, deren grundlegende Zielsetzung der Schutz der Bodenfunktionen für den Naturhaushalt wie auch für die dem Menschen dienenden Nutzungen ist.


Bundesbaugesetz
siehe Stichwort Baugesetzbuch


Bundesimmissionsschutzgesetz
Zweck des B. (BImSchG) ist es, „Menschen sowie Tiere, Pflanzen und andere Sachen vor schädlichen Umwelteinwirkungen und, soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, auch vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und erheblichen Belästigungen, die auf andere Weise herbeigeführt werden, zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umweltwirkungen vorzubeugen“ (1).


Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Das B. wurde 1986 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Bonn gegründet.


Bundesnaturschutzgesetz
Der Bund als Rahmengesetzgeber hat das B. am 20.12.1976 erlassen (letzte Änderung vom 21. September 1998; BGBl. I 1998 S. 2994).


Bundesumweltministerium
Das B. wurde 1986 als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Bonn gegründet.


Chemikaliengesetz
(ChemG). Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen von 1980.


Chemische Keule
Mit den Reizstoffen CS und CN und Treibmitteln gefüllte Spraydose der US-Firma General Ordnance Equipment Corp., Tochterfirma von Smith & Wesson, Handelsname chemical mace.


CMR-Stoffe
CMR-Stoffe sind Stoffe mit cancerogener (krebserzeugender), mutagener (erbgutverändernder) oder reproduktionstoxischer (fruchtschädigender) Wirkung.


DIN 68800
Deutsche Norm, die den Holzschutz im Hochbau betrifft.


DNEL
Derived No Effect Level (Aufnahmedosis pro Zeit bzw. Atemluftkonzentration), abgeleitetes Null-Effekt-Niveau; Expositionshöhe, unterhalb derer der Stoff zu keiner Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit führt (Schwellenwert -Gesundheit).


EcoStep
EcoStep bietet für kleine und mittlere Unternehmen aller Bereiche ein professionelles Betriebsmanagementsystem. Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz werden dabei gemeinsam betrachtet. Es orientiert sich an den klassischen Grundsätzen moderner Managementsysteme.


EINECS
EINECS ist die Abkürzung für European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances. Dies ist das Verzeichnis der sogenannten Altstoffe, das von der EU 1998 angelegt wurde um das Gefährdungspotential chemischer Stoffe zu ermitteln und ein um zunächst Neustoffe zu überprüfen. Sie enthält etwa 100.000 Substanzen, die der Verordnung 793/93 unterliegen.


ELINCS
ELINCS ist eine Europäische Liste der angemeldeten chemischen Stoffe;European List of Notified Chemical Substances.


EMAS
Beim europäischen Umwelt-Audit, das bereits 1993 beschlossen wurde und ursprünglich vor allem gewerblichen Unternehmen offenstand, handelt es sich um ein freiwilliges einheitliches „System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung“, oder auf englisch „Eco-Management and Audit Scheme“, daher die häufig zu lesende Abkürzung E..


Emissionsgrenzwerte
Höchstwerte für die rechtlich zulässige Schadstoffabgabe an die Umwelt, zumeist in Gewichts- oder Volumenanteilen definiert (z.B. in TA Luft).


Emissionsgrenzwerte für Kfz
Die Schadstoffe aus Kfz sind in verschiedenen Ländern gesetzlich begrenzt, wobei die in Europa geltenden Grenzwerte den strengeren Vorschriften in den USA und Japan lange hinterherhinkten.


Energieeinsparungsgesetz
Mit dem E. (ENEG) vom 22.7.1976 bzw. der Änderung durch das Gesetz vom 20.6.1980 wird der energiesparende Wärmeschutz bei neu zu errichtenden Gebäuden festgeschrieben.


Energiewirtschaftsgesetz
Das E. (EnergWG) stammt vom 13.12.1935 und wurde letztmals am 19.12.1977 novelliert. Es wurde geschaffen, um die Energieversorgung mit leitungsgebundener Energie (ohne Fernwärme) so sicher und billig wie möglich zu gestalten.


EU Ministerrat
Der M. ist das wichtigste gesetzgebende Organ der Europäischen Union und erfüllt im Rechtsetzungsprozess der EU gemäß Artikel 145-163 des EWG-Vertrags verschiedene Aufgaben.


EU-Umweltzeichen
Das EU-Umweltzeichen wurde 1993 in der Europäischen Union eingeführt.


Europa-Abgastest
Gemäß neuer EG-Richtlinie müssen zur Erteilung einer Betriebserlaubnis in den EG-Mitgliedstaaten je nach Fahrzeugtyp folgende Emissionen laut E. geprüft werden:


Europa-Norm
siehe Umweltnormen der EG


Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA)
Die mit REACh befasste Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) soll eine einheitliche Anwendung auf Gemeinschaftsebene gewährleisten und wird die technischen, wissenschaftlichen und administrativen Vorgaben von REACh umsetzen. Ihr Standort ist Helsinki.


Europäisches Umweltrecht
Das sog. supranationale (d.h. dem nationalen Recht vorgehende) Umweltrecht umfaßt neben den einschlägigen EG-Vertragsnormen das sog. sekundäre Gemeinschaftsrecht im Sinne des Art. 189 EWGV bzw. Art. 161 EAGV.


Expositionsszenario
Ein Expositionsszenario nach REACh Art. 3, Nr. 37 ist die „Zusammenstellung von Bedingungen, mit denen dargestellt wird, wie der Stoff hergestellt oder während seines Lebenszyklus verwendet wird und wie der Hersteller oder Importeur die Exposition von Mensch und Umwelt beherrscht oder den nachgeschalteten Anwendern zu beherrschen empfiehlt. Diese Expositionsszenarien können ein spezifisches Verfahren oder eine spezifische Verwendung oder gegebenenfalls verschiedene Verfahren oder Verwendungen abdecken.“


Flächennutzungsplan
Der F. stellt die 1. Stufe der Bauleitplanung dar. Er wird auch als vorbereitender Bauleitplan bezeichnet.


Flächenrecycling
siehe Rekultivierung, Flächennutzung


Gefährdungshaftung
Bis dato im Umweltrecht nur in Ansätzen (etwa im Gentechnikgesetz oder Wasserhaushaltsgesetz) vorhanden, wird die G. durch das neue Umwelthaftungsgesetz für eine Vielzahl von Anlagen eingeführt.


Gefahrstoffverordnung
Verordnung über gefährliche Stoffe, die am 1.10.86 (zuletzt geändert am 23.4.1990) die alte Arbeitsstoff-VO ablöste, da die Chemikalien nicht nur am Arbeitsplatz, sondern als Gefahrstoff in allen Lebens- und Umweltbereichen auftreten.


td width=“1%“ valign=“middle“> Genehmigungsverfahren
Zumeist förmliches Verwaltungsverfahren, in dem die Zulässigkeit von Projekten geprüft sowie Bedingungen und Auflagen festgelegt werden.


Gentechnikgesetz
Das G. (GenTG) ist die am 20.6.1990 erfolgte Umsetzung der europäischen Freisetzungsrichtlinie in deutsches Recht (letzte Änderung 23.9.1990).


Gentechnologie
Sammelbegriff für auf molekularbiologischen Erkenntnissen fußende Techniken zur Isolation, Synthese und Charakterisierung von genetischem Material und Mechanismen, die das Erbgut von Organismen betreffen.


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.  Grenzwerte
Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen.


Grossfeuerungsanlagenverordnung
Abk. GFAVO.


Grüne Liga
Die GRÜNE LIGA – Netzwerk ökologischer Bewegungen – hat die Wurzeln in der DDR. Die in der grünen Liga engagierten Bürger der ehemaligen DDR forderten die Offenlegung von Umweltdaten.


Heizkostenverordnung
Die H. wurde aufgrund des Energieeinsparungsgesetzes vom 20.6.1980 erlassen.


Heizungsanlagenverordnung
Bei Einhaltung der H. können erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden.


Human Genome Projekt
Mit dem H. wurde die gesamte DNA-Sequenz der Menschen entschlüsselt, ähnlich wie zuvor die DNA-Sequenz von Fadenwürmern und Hefen entschlüsselt wurde. Die DNA-Moleküle sind die verdrehten, doppelsträngigen Sequenzen von vier Basen, aus denen jeder der 46 Chromosomen zusammengesetzt ist, die im Kern jeder menschlichen Körperzelle enthalten sind.


Immissionsgrenzwerte
Nach TA Luft, Teil 2, zuletzt geändert am 27.2.1986, gelten in Deutschland z.Z. die in der Tab. angegebenen I..


Immissionskataster
siehe Immission


Immissionsschutz
Unter I. werden diejenigen Maßnahmen zusammengefaßt, die den Schutz von Menschen, Pflanzen und Tieren sowie von materiellen Gütern vor schädlichen Einwirkungen gewährleisten sollen.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V. KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Kleinfeuerungsanlagenverordnung
Die am 1.10.1988 in Kraft getretene neue Fassung der K. (genaue Bezeichnung: 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes) enthält v.a. folgende Bestimmungen:


Lärmschutzverordnung
In Ergänzung zum Bundesimmissionsschutzgesetz gibt es in vielen Bundesländern L..


Nachgeschalteter Anwender (NA)
Nachgeschaltete Anwender sind nach REACh Art. 3, Nr. 13: „Natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer industriellen oder gewerblichen Tätigkeit einen Stoff als solchen oder in einer Zubereitung verwendet, mit Ausnahme des Herstellers oder Importeurs. Händler oder Verbraucher sind keine nachgeschalteten Anwender. Ein aufgrund des Artikels 2 Absatz 7 Buchstabe c ausgenommener Reimporteur gilt als nachgeschalteter Anwender.“


Nachhaltigkeit
Der Begriff Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Forstwirtschaft verwendet: Danach soll nur soviel Holz aus dem Wald entnommen werden, wie in dem jeweiligen Gebiet nachwachsen kann.


Naturschutzgesetz siehe Stichwort Bundesnaturschutzgesetz


Neustoffe
Neustoffe sind alle Chemikalien, die nach 1981 auf den Markt gebracht wurden (aufgelistet in der Europäischen Liste der angemeldeten chemischen Stoffe – ELINCS).


NLP-Liste
Die NLP-Liste ist eine Liste mit derzeit 702 Stoffen, die gemäß der geltenden Definition in der EU nicht mehr als Polymere definiert werden. Die Abkürzung steht für „No-longer-polymer“-Liste (Nicht-mehr-Polymer-Liste).


Non-Phase-in-Stoffe
Stoffe, die nicht durch die Definition eines Phase-in-Stoffes beschrieben werden.


Normung und Umweltschutz
Die Festlegung technischer Regeln in Normen erfolgte lange Zeit außerhalb der Beachtung durch die Öffentlichkeit. Normen werden vom Deutschen Institut für Normung (DIN) festgelegt. In den achtziger Jahren wurde erkannt, dass Normen Bestimmungen enthalten, die den Umweltschutz berühren.


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Öko-Marketing
Das Ö. ist die Integration des Umweltschutzes in das unternehmerische Zielsystem als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung.


Öko-Psychologie
Thema der Ö. ist die Wechselwirkung des Menschen mit seiner Umwelt.


Öko-Sponsoring
Im Rahmen eines gezielten Öko-Marketings kommt immer häufiger das Ö. zu Anwendung.


Ökobilanz
Ö. ist eine Methode zur Abschätzung der Auswirkungen eines Produktes und seines Herstellungsprozesses auf die Umwelt.


Ökosteuern
Steuern (und Abgaben) sind Entgelte der Privaten für die Leistungen der öffentlichen Hand.


PBT-Stoff
Stoffe, die persistent, bioakkumulierbar und toxisch sind; Stoffe, die keinem natürlichen Abbau unterliegen, sich in Lebewesen anreichern und allgemein giftig sind.


Phase-in-Stoff
Ein Phase-in-Stoff ist nach REACh Art. 3, Nr. 20: „Stoff, der mindestens einem der folgenden Kriterien entspricht:


Planfeststellung
Rechtsinstrument der Fachplanung, das auf höchster Konkretisierungsebene nach Abwägung aller relevanten Auswirkungen, Zusammenhänge und betroffenen Belange komplexe raumbeanspruchende und i.d.R. umweltbelastende Projekte verbindlich in ihrer räumlichen Umgebung verortet.


Planungserlaß
Um die Berücksichtigung von Emissionen und Immissionen bei der Bauleitplanung und bei der Genehmigung von Vorhaben zu gewährleisten, können von der Länderregierung P. veröffentlicht werden.


PNEC
PNEC heißt Predicted No Effect Concentration (Konzentration in einem Umweltmedium) und ist die abgeschätzte Nicht-Effekt-Konzentration, d.h. die Konzentration eines Stoffes in einem bestimmten Umweltmedium, bei der voraussichtlich keine Schadwirkung auftritt.


Produktlinienanalyse
Die P. (PLA) ist die umfassendste Methode zur Beurteilung von Produkten und umfaßt sämtliche Auswirkungen eines Produkts auf seinem Lebensweg von der Rohstoffbeschaffung über Herstellung, Verarbeitung, Transport, Verwendung bis zur Nachnutzung (Recycling) inkl. Entsorgung (Abfall).


Prozeßkettenanalyse
Auf die Darstellung der Herstellungsschritte fokussierte Methode, um den technischen Aufwand bei der Synthese von Produkten transparent zu machen.


REACH
REACh ist die Kurzbezeichnung für die neue Chemikalienverordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18.Dezember 2006. Seit dem 1. Juni 2007 sie in Kraft. REACh steht für Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals).


REACh Implementation Projects (RIPs)
REACh Implementation Projects (RIPs) sind Umsetzungsprojekte, in denen die Vorgehensweisen von REACh beispielhaft in der betrieblichen Praxis durchgeführt werden.


Regeln der Technik
siehe Stand der Technik.


Robin Wood
1982 schlossen sich Umweltschützer zusammen, um gegen das Sterben der Wälder gewaltfrei in Aktion zu treten.


Röntgenverordnung
Am 1.3.1973 erlassene, zuletzt 1988 nach Euratom-Grundnorm novellierte Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen.


Schallschutz
Technische Maßnahmen zur Verhinderung der Entstehung von Geräuschen sowie zur Verhinderung der Ausbreitung von Schall werden als S. bezeichnet.


Schornstein
Der Schornstein dient der Ableitung von Abluft oder von Rauchgasen vom Ort der Entstehung (zum Beispiel dem Feuerungsraum) weg in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je höher die emittierte Schadstoffmenge bzw. ihre Giftigkeit ist, um so höher muss der Schornstein gemäss der Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft 1986) gebaut werden.


Schwefelgehaltsverordnung
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.


Schwefeloxide
S. sind Gase, die insb. bei der Reaktion von in fossilen Brennstoffen wie Kohlen und Erdölen enthaltenen Schwefel mit dem Sauerstoff der Luft entstehen.


Smog-Verordnung
In den fünfziger und sechziger Jahren gab es v.a. in Deutschland und England extreme Smogsituationen, welche Anlaß gaben erste S. zu erlassen.


Stand der Technik
S. ist ein juristischer Begriff im Umweltrecht, mit dem man einen rechtlichen Maßstab für die Begrenzung der Emissionen bezeichnet.


Stand von Wissenschaft und Technik
Im Gegensatz zum Stand der Technik bezeichnet der S. einen technischen Entwicklungsstand, bei dem Verfahren und Einrichtungen in Versuchs- und Pilotanlagen erprobt werden, jedoch eine Umsetzung im großtechnischen Betrieb noch aussteht.


Stoffregistrierung unter REACh
Die Stoffregistrierung unter REACh betrifft Stoffe, Stoffe in Zubereitungen, Zwischenprodukte und Stoffe in Erzeugnissen. Polymere sind unter REACh nicht registrierungspflichtig im Gegensatz zu den Monomeren, aus denen Polymere hergestellt werden.


Stoffsicherheitsbericht (CSR)
Ein Stoffsicherheitsbericht (Chemical Safety Report) ist ab einer Jahresproduktion von mehr als zehn Tonnen im Jahr zu erstellen und dem Technischen Dossier beizufügen.


Stoffsicherheitsbeurteilung (CSA)
Die Sicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment) bewertet das Risiko eines Stoffes.


Störfall S. ist im Immissionschutzrecht ein fest definierter Begriff. Der Seveso-S. hat entscheidend zur heutigen Störfallverordnung und zur Durchführung von Sicherheitsanalysen in der chemischen Industrie geführt.


Störfallverordnung
Zwölfte Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.


Substance Information Exchange Forum (SIEF)
Substance Information Exchange Forum (Forum zum Austausch von Stoffinformationen; stoffspezifische Foren zum Austausch von Stoffinformationen, Art. 29); Foren, die nach der Vorregistrierung zu gründen sein werden.


TA-Abfall
Zweite allgemeine Verwaltungsvorschrift, die auf Grundlage des 4 Absatz 5 Abfallgesetz (Ermächtigungsgrundlage) erlassen wurde.


TA-Luft
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft; erste Fassung 1974, letzte Aktualisierung 1986.


TA-Siedlungsabfall
Vom Bundestag verabschiedete sechste allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Abfallgesetz (Stand 9/92).


Technologiefolgenabschätzung
(TA) Technology assessment. Technologie- und zukunftsorientierte Methode zur umfassenden Prüfung ökologischer Sachverhalte, die mit dem Einsatz verschiedener Technologien verbunden sind.


Teerölverordnung
Da in Teerölen eine große Zahl von krebserzeugenden Verbindungen enthalten ist, wurde die Anwendung als Imprägniermittel (Karbolineum) verboten.


Tensidverordnung
Zur Konkretisierung des Waschmittelgesetzes von 1975 trat am 1.10.77 die „Verordnung über die Abbaubarkeit anionischer und nichtionischer grenzflächenaktiver Stoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln“ in Kraft.


Umwelt
Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.


Umweltabgaben
U. sind ein umweltpolitisches Instrument, das umweltbelastende Aktivitäten verteuert.


Umweltgrundrecht Art und Ausmaß staatlicher Eingriffe in die durch das Grundgesetz garantierten Grundrechte unterliegen verfassungsgerichtlicher Kontrolle.  Umweltgutachten
Als U. werden die Berichte des von der Bundesregierung im Jahre 1972 einberufenen Rates der Sachverständigen für Umweltfragen bezeichnet.


Umwelthaftpflichtversicherung
Die U. ist ein Instrument der Deckungsvorsorge vor der Inanspruchnahme durch via Umweltmedien Geschädigte.


Umwelthaftungsgesetz
Seit dem 1.1.1991 geltende teilweise Neuordnung und Ergänzung des bisherigen Haftungsrechts für Umweltschäden.


Umwelthaftungsrecht
Das U., bislang geprägt von einzelnen spezialgesetzlichen und bürgerlich-rechtlichen Vorschriften, regelt die Haftung von Inhabern von Industriebetrieben (Anlagen) für beim einzelnen an Gesundheit oder Eigentum entstandenen Schäden.


Umweltkriminalität
Die bis dahin in Einzelgesetzen aufgeführten Umweltstraftatbestände wurden 1980 durch das „Gesetz zur Bekämpfung der U.“ unter dem 28. Abschnitt des Strafgesetzbuches zusammengefaßt, um Verletzungen des neu entdeckten Rechtsguts „Umwelt“ den klassischen Straftaten gleichzustellen.


Umweltmanagement
Unter U. werden Handlungsweisen verstanden, die das Ziel verfolgen, natürliche Umweltressourcen im weitesten Sinne (Rohstoffe, Luft, Wasser, Ruhe etc.) in möglichst geringem Umfange in Anspruch zu nehmen.


Umweltmarketing
siehe Ökomarketing.


Umweltorientierte Unternehmensführung Die Industrie gehört neben Energiewirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Privathaushalten zu den Verursachern von Umweltschäden.


Umweltrecht
Umweltpolitik wird zuviel mit allgemeinen Absichtserklärungen und generellen Zielvorstellungen betrieben, um auf diesem Sektor, bei dem die Interessenkonflikte besonders hart aufeinanderprallen, der Auseinandersetzung zu entgehen.


Umweltschutz
Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden.


Umweltschutz als Marketinginstrument
siehe Ökomarketing


Umweltschutzabkommen
U. werden zwischenstaatlich geschlossen und sind von daher für den einzelnen Bürger nicht einklagbar.


Umweltschutzbeauftragter
(Syn.: Umweltmanagementbeauftragter) Von einer Organisation oder einem Unternehmen zur Wahrung der Umweltschutzaufgaben bestellter Beauftragter. Im Umweltrecht und den Umweltvorschriften wird der allgemeine Begriff U. nicht verwandt.


Umweltschutzgesetze
Für Umweltschutzgesetze hat gemäß der Kompetenzverteilung der Bund für den Erlaß die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz.


Umweltschutzinvestitionen
Eine Investition ist die langfristige Bindung finanzieller Mittel in Objekten materieller oder immaterieller Art, die im Hinblick auf eine bestimmte Zielsetzung, z.B. zur Erstellung von Gütern oder Dienstleistungen, erfolgt.


Umweltstandards
U. sind Ziele einer zu erreichenden Umweltqualität und konkretisieren sich in Umweltqualitätszielen.


Umweltstrafrecht
Neben dem Verwaltungsrecht leistet auch das Strafrecht einen erheblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt, da es z.B. Leben und Gesundheit (Art.2 Abs.2 Satz 1 GG) und Eigentum (Art.14 GG) schützt.


Umweltverträglichkeitsprüfung
Ziel der U. (UVP) ist es, alle umweltrelevanten Maßnahmen privater wie öffentlicher Natur so frühzeitig wie möglich einer umfassenden formalen Prüfung auf die vorhersehbaren Umweltfolgen zu unterziehen.


Umweltzeichen
Das deutsche Umweltzeichen (Blauer Umweltengel)ist aus einer Initiative der Umweltminister von Bund und Ländern vor mehr als 25 Jahren mit dem Ziel der Förderung und Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte entstanden.


Umweltzertifikate
(Verschmutzerzertifikate) Als Prototyp einer marktwirtschaftlichen Lösung von Umweltproblemen gelten die sog. Umwelt- und Emissionszertifikate. Die theoretische Entwicklung und Ausarbeitung entsprechender Zertifikatsmodelle geht im wesentlichen auf den Amerikaner J.H. Dales Anfang der 60er Jahre zurück. Mit Beginn der 70er Jahre hatte die Diskussion auch Deutschland erreicht.


Verbandsklagerecht
Verbandsklagen gibt es in zwei Formen: als sog. egoistisches V. bei dem es um prozessuale Geltendmachung gebündelter Individualrechte geht, sowie als altruistisches V..


Verkehrslärmschutzverordnung
Lärm ist in Großstädten zu einem ständigen Bestandteil unseres Lebens geworden. Die unterschiedlichen Nutzungen von Wohnen, Arbeiten und Verkehr führen zwangsläufig zu Konflikten über die Zumutbarkeit von Lärm.


Verkehrsleistung
Die V. ist mathematisch das Produkt aus der Anzahl der von Personen zurückgelegten Wege bzw. die Menge transportierter Güter und der dabei zurückgelegten Entfernungen (Einheit: Personen-km oder Pkm bzw. Tonnen-km oder tkm).


Verkehrspolitik
Wie gut oder schlecht V. ist, dafür gibt es einen klaren Maßstab: den Menschen und seine Umwelt.


Verkehrsunfälle
V. stellen mit der großen Anzahl getöteter und verletzter Personen sowie den Sachschäden in Milliardenhöhe die schwerwiegendsten Folgen des Straßenverkehrs dar.


Verkehrsverbund
Ein V. ist der Zusammenschluß mehrerer Verkehrsunternehmen in einer abgegrenzten Region zur Neuordnung und Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).


Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz
Durch das Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der UVP im Raumordnungsverfahren bei Verkehrswegen in den neuen Bundesländern herausgenommen.


Verordnung
siehe Rechtsverordnung.


Verpackungsverordnung
Die Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen, kurz V. (VerpackV), verabschiedet im Juni 1991, zielt darauf ab, die Verwendung umweltverträglicherer Stoffe bei der Herstellung von Verpackungen festzuschreiben und das Verpackungsaufkommen (Verpackungsmüll) zu minimieren durch Verpflichtung zur:


Verursacherprinzip
Derjenige trägt die Kosten der Vermeidung oder Beseitigung eines Umweltschadens der für die Entstehung verantwortlich ist.


Verwaltungsvorschrift
Im Gegensatz zu Rechtsverordnungen, die allgemeine Rechte und Pflichten der Bürger begründen, binden die von der Exekutive erlassenen V. nur die Angehörigen der eigenen und der nachgeordneten Behörden, soweit sie Weisungen bzgl. der Auslegung und Durchführung von Gesetzen und anderen Rechtsnormen enthalten.


Vollzugsdefizit
Zurückbleiben des Verwaltungsvollzugs hinter den gesetzlichen Erfordernissen.


Vorsorgeprinzip
Das V. hat das Ziel, vom reparierenden, reagierenden Umweltschutz weg und über diesen hinaus zu einer längerfristigen, an der Belastbarkeit der Umwelt orientierten Umweltplanung überzugehen.


vPvB-Stoff
vPvB-Stoffe sind sehr persistente, sehr bioakkumulierbare Stoffe.


Waldgesetz
Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft vom 2.5.1975, zuletzt geändert am 27.7.1984 (Bundeswaldgesetz, BWaldG).


Wärmenutzungsverordnung
Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 14.5.90 macht die Nutzung „entstehender Wärme“ zu einer Grundpflicht für Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen.


Wärmeschutzverordnung
Die dritte W. vom 01.01.1995, auch als Energie-Einsparverordnung bezeichnet, schreibt für neue Gebäude sowie für genehmigungspflichtige Umbauten an bestehenden Gebäuden bestimmte Mindestanforderungen an Wärmedämmung (k-Wert) sowie Wärmeverluste infolge von Undichtigkeiten vor.


Waschmittelgesetz
Mit der Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG; 1987) wurde versucht, das alte W. von 1975 an die erhöhten Anforderungen des heutigen Gewässerschutzes anzupassen.


Wassergefährdungsklassen
Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit werden Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht und eingestuft. Die Einteilung der Stoffe in Wassergefährdungsklassen liefert Anhaltspunkte für Maßnahmen nach Schadensfällen und beschreibt Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gewässer beim Lagern, Abfüllen, Umschlagen und Befördern wassergefährdender Stoffe.


Wasserhaushaltsgesetz
Das W. (WHG) in der Fassung von 1986 (BGBl. I S. 1529) regelt als Rahmengesetz des Bundes die Bewirtschaftung der oberirdischen Gewässer, der Küstengewässer und des Grundwassers.


Widerspruchsverfahren
Das W. ist die regelmäßig zu durchlaufende Vorstufe zu einer verwaltungsgerichtlichen Klage, etwa gegen Genehmigungen und kann u.U. schon erfolgreich sein.


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet


Abwasser
Man unterscheidet kommunales Abwasser und Industrieabwasser. Kommunales Abwasser enthält neben schadstoffbelastetem Regenwasser (z.B. Auswaschung von Fahrbahnen/Parkplätzen) häusliche Abwässer mit Fäkalien, Speiseresten, Desinfektionsmitteln und Spül- und Reinigungsmitteln, die schwer abbaubare Bestandteile enthalten können.


Abwasserabgabengesetz
Die Neufassung des Abwasserabgabengesetz (AbwAG) vom 6.11.1990 trat in den alten Bundesländern am 1.1.1991 in Kraft. In den neuen Bundesländern gilt das Abwasserabgabengesetz für die nach der Anordnung vom 1.6.1987 am 30.6.1990 entgeltpflichtigen Einleiter ebenfalls ab dem 1.1.1991. Für alle übrigen Einleiter in den neuen Bundesländern tritt das Abwasserabgabengesetz am 1.1.1993 in Kraft.


Abwasserbeseitigungsplan
Abwasserbeseitigungsplan werden nach überörtlichen Gesichtspunkten von den Ländern aufgestellt (vgl. Abfallbeseitigungsplan).


Abwasserreinigung
Die Abwasserreinigung wird meist in Kläranlagen durchgeführt. In der mechanischen ersten Stufe einer Kläranlage werden durch Rechen, Sandfang und Absetz- oder Vorklärbecken grobe Bestandteile, Sand und absetzbare Stoffe abgetrennt.


Abwassersanierungsprogramm
Siehe Gewässersanierung


Aktivkohle
A. ist reiner Kohlenstoff, der aufgrund seiner porösen Struktur eine riesige innere Oberfläche besitzt (3 g gute A. hat etwa die Oberfläche eines Fußballfeldes), auf der sich Moleküle anlagern können (Adsorption).


Aktivkohlefilter
A. werden zur Trinkwasser- und Luftreinigung eingesetzt, vereinzelt auch für besonders schwierige Abwässer.


Algenblüte
A. ist eine explosionsartige Vermehrung vorwiegend einzelliger Algen. A. entstehen durch Wassererwärmung, geringen Wasseraustausch und durch Überversorgung mit Nährstoffen.


Algenpest
Durch die Überfrachtung von Flüssen und Meeren mit Stickstoff- und Phosphorverbindungen aus der Landwirtschaft und städtischen Abwässern kommt es in vielen Gewässern zur Eutrophierung und Algenblüte.


AOX
Analyseverfahren und Messgröße für die Menge an adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen (X steht in der organischen Chemie für die Halogene Fluor, Chlor, Brom und Iod) im Wasser.


Atrazin
Von den Herbiziden (Unkrautvernichtungsmitteln) der bekannteste und bisher, vor allem im Maisanbau, am häufigsten eingesetzte Wirkstoff.


Auenlandschaft
A. setzen sich aus für die jeweilige Region charakteristischen Pflanzengesellschaften zusammen, die sich entlang von Bächen und Flüssen entwickeln


Autowäsche
Die A. geschieht i.d.R. mit Trinkwasser. Der jährliche Trinkwasserverbrauch beträgt hierbei in Deutschland mehr als 100 Mio m3.


Azidität
= Maß für den Säuregehalt. Die A. eines Mediums wie z.B.


Bakterien
Große Gruppe einzelliger, haploider (einfacher Chromosomensatz, Chromosomen) Organismen, oftmals mit Plasmiden, aber ohne echten Zellkern.


Belebtschlamm
B. oder belebter Schlamm ist die Ansammlung sehr vieler verschiedener Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die in der biologischen Stufe einer Kläranlage (Abwasserreinigung) die löslichen organischen Stoffe abbauen.


Bewässerung
B. ist die Versorgung von Agrar- und Kulturland mit Wasser, um das Wachstum von Pflanzen bei fehlenden Niederschlägen zu gewährleisten. Die B. ist eine uralte Technik der Landwirtschaft. Bereits in den Hochkulturen von Ägypten, Mesopotamien, Indien und China wurden ausgiebig B.-techniken eingesetzt.


Biochemischer Sauerstoffbedarf
siehe Stichwort BSB


Biologische Reinigung
siehe Abwasserreinigung, Belebtschlamm, Mikroorganismen.


Biologischer Sauerstoffbedarf
siehe BSB.


Bleirohre
Das Problem B. ergibt sich in Altbauten. B. wurden in den alten Bundesländern bis 1960 verlegt.


Bodenerosion
siehe Stichwort Erosion.


Bodenversalzung
Der Prozeß der Bodenversalzung läßt sich gliedern in eine unter natürlichen Bedingungen ablaufende Versalzung und in eine künstliche Versalzung, die durch Bewässerung (Melioration) hervorgerufen wird.


Brauchwasser
Wasser, das nicht die hohe Qualität von Trinkwasser besitzen muß, da es für technische Prozesse benutzt wird, also z.B. für Reinigungszwecke und als Kühlwasser in der Industrie.


BSB
Biologischer oder biochemischer Sauerstoffbedarf. Der B. ist neben dem CSB eine wichtige Beurteilungsgröße für die Belastung von Wasser und Abwasser mit organischen Stoffen.


Chemischer Sauerstoffbedarf
siehe CSB


Chlor
Chemisches Element der VII. Hauptgruppe (Halogene), Symbol Cl, Ordnungszahl 17, Schmelzpunkt -100,98 Grad C, Siedepunkt -34,06 Grad C, giftiges, stechend riechendes, gelbgrünes Gas (Cl2), MAK-Wert 0,5 ppm (ml/m3).


Chlorung
Die C. dient der Desinfektion von Trink-, Bade-, Brauch- und Abwasser (Trinkwasseraufbereitung).


Chrom
Chemisches Element der IV. Hauptgruppe.


CSB
(Chemischer Sauerstoffbedarf) Kenngröße für den Verschmutzungsgrad von Gewässern und Abwässern.


Deichbau
D. werden in Europa seit ungefähr 100 n. Chr. gebaut. Sie dienten ursprünglich vor allem dem Schutz der Marschen und seiner Bewohner vor dem Meer.


Demeter
Demeter ist das Markenzeichen für Produkte aus biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise.


Denitrifikation
1.) In schlecht durchlüfteten Böden veratmen Mikroorganismen (Denitrifikanten) den in Nitrat (NO3) gebundenen Sauerstoff. Als Ergebnis der D. entweichen elementarer Stickstoff, Stickoxide (N2O) und Ammoniak aus dem Boden.


Deponiesickerwasser
Wasser aus Niederschlägen oder aus Abfällen, das den Deponiekörper durchfließt und im Abfall enthaltene lösliche Stoffe aufnimmt.


Deutsche Härtegrade
D.H. ist das Maß für die Wasserhärte.


dH
dH ist die Abkürzung für deutsche Härte. Die Härte des Wassers ( Wasserhärte ), hängt von dem Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen ab. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser


Direkteinleiter
Industrie- und Gewerbebetriebe, die ihr Abwasser nicht in die öffentliche Kanalisation, sondern direkt in einen Vorfluter leiten.


Donau
Zweitlängster Fluß Europas. Fließt in östlich orientierter Route durch mittel- und osteuropäische Staaten.


Dritte Reinigungsstufe
siehe Weitergehende Abwasserreinigung, Abwasserreinigung


Duschen
Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch beträgt in West-Deutschland ca. 145 l pro Tag und Person.


Einleiter
siehe Direkteinleiter, Indirekteinleiter


Einleitungsbescheid
Der E. ist eine befristete wasserrechtliche Erlaubnis (Wasserhaushaltsgesetz 7).


Elbe
Die E. ist mit 1.140 km Länge von der Quelle bis zur Nordseegrenze und einem Gesamteinzugsgebiet von 148.268 km2 eines der größten Flußgebiete Westeuropas; für das Gebiet der ehemaligen DDR das größte und für die CSFR das zweitgrößte Fließgewässer.


Enthärter
Unter E. versteht man umgangssprachlich chemische Substanzen, welche die härtebildenden Calcium- und Magnesiumionen des Wassers (Wasserhärte) zu binden vermögen, was Voraussetzung für optimal ablaufende Wasch- und Reinigungsprozesse ist.


Entsalzung
siehe Umkehrosmose, Ionenaustauscher, Elektrodialyse


Entwässerung
Abführen von Wassermengen, die zeitlich und örtlich im Übermaß anfallen und für das Wachstum der Kulturpflanzen schädlich sind, durch Gräben und Drainagen.


Eutroph
nährstoffreich (Gegensatz: oligotroph).


Eutrophierung
E. bezeichnet die Gewässeranreicherung mit Pflanzennährstoffen (Überdüngung). Dieser Prozeß findet meist in langsam fließenden oder stehenden Gewässern statt und kann durch menschliche Eingriffe stark beschleunigt werden.


Fischsterben
siehe Sauerstoffzehrung, Eutrophierung, Fischerei, Meeresverschmutzung, Ölpest, Endosulfan


Fischtest
Der F. dient zur Bestimmung der Fischgiftigkeit von Substanzen in Abwässern


Flockung
Vorgang, bei dem in einer Flüssigkeit schwebende Stoffe zum Absetzen gebracht werden.


Flußbegradigung
Durch extrem verstandene Flurbereinigung wurden mit Millionenaufwand Bäche und Flüsse verrohrt, betoniert und begradigt.


Gewässerbelastung
Beeinträchtigung des natürlichen Gewässerzustandes durch Verschmutzung und Erwärmung. V.a. Einträge von biologisch abbaubaren Stoffen können den Sauerstoffhaushalt der Gewässer belasten. Nährstoffe können zu Algenblüten führen oder Schadstoffe, wie Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle, auf Organismen giftig wirken.


Gewässererwärmung
Die Temperaturentwicklung der Gewässer wird in Industrieländern längst nicht mehr ausschließlich durch natürliche Faktoren (Wärme, Wärmeübergänge, Zuflußtemperaturen usw.) bedingt.


Gewässergüte
Beschaffung oder Eignung eines Oberflächengewässers als Lebensraum für Pflanzen oder Tiere (Ökologische Qualität).


Gewässersanierung
Nach jahrzehntelanger, unkontrollierter Einleitung von Abwässern in natürliche Gewässer, wurden in der BRD G.-Programme beschlossen, die eine weitere Verschmutzung reduzieren.


Gewässerschutz
G. wird zur Notwendigkeit durch die vielfältige Nutzung von Gewässern (Gewässerbelastung).


Gewässerverunreinigung
siehe Umweltstrafrecht, Gewässerschutz, Gewässersanierung


Greenpeace Deutschland
Greenpeace Deutschland e.V. wurde 1980 mit Hauptsitz in Hamburg gegründet.In Deutschland sind etwa 1800 ehrenamtliche und 115 hauptamtliche Helfer aktiv, welche in regionale Gruppen unterteilt sind.


Grundwasser
G. ist im Boden vor Jahrzehnten versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten ansammelt.


Grundwasserabsenkung
Absenkung einer Grundwasserdruckfläche als Folge technischer Maßnahmen (Begriffsdefinition nach DIN 4049).


Grundwasseranreicherung
Einleitung vorgereinigter Fluß- und anderer Oberflächenwässer oder auch geklärter Abwässer in den Untergrund über Versickerungsbecken.


Indirekteinleiter
I. sind Gewerbebetriebe oder Privathaushalte, die ihre Abwässer in die öffentliche Kanalisation einleiten.


Industrieabwasser
Unter I. werden alle Abwässer verstanden, die bei Produktions- und Verarbeitungsprozessen in der Industrie anfallen.


Institut für sozial- ökologische Forschung
Das Frankfurter Institut für sozial- ökologische Forschung (ISOE), welches 1989 gegründet wurde, verfolgt einen theoriegeleiteten und zugleich umsetzungsorientierten Forschungsansatz mit dem Ziel die Grenzen zwischen Wissenschaft, Natur und Gesellschaft, zwischen den Disziplinen zu überschreiten.


Internationale Kommission zum Schutz des Rheins gegen Verunreinigungen
Die I. mit Sitz in Koblenz wurde am 1.7.1950 auf Initiative der Zentralkommission für die Rheinschiffahrt nach einer Konferenz der Rheinanliegerstaaten in Basel gegründet.


td width=“1%“ valign=“middle“> Kanalisation
Bauwerksystem zur Sammlung und Ableitung von Abwasser, meist in Gestalt von unterirdischen Rohrleitungen, aber auch von ausgebauten (begradigten und befestigten) Bachläufen.


Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V.
KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd.


Kläranlagen
siehe Abwasserreinigung.


Klärgas
Biogas, das bei der Ausfaulung von Klärschlamm entsteht.


Klärschlamm
In Kläranlagen dem Abwasser entzogene Schmutzstoffe in Form eines stark wasserhaltigen (95-98%), zur Fäulnis neigenden Schlamms, dessen Menge etwa 1% des behandelten Abwassers ausmacht.


Mangrove
M. ist ein Sammelbegriff für Bäume und Sträucher, die im Gezeitenbereich der Meeresküsten leben können und verschiedene Anpassungen an diesen Lebensraum entwickelt haben.


Marsche
M. sind Schwemmländer von Meeresküsten und vergleichbaren Landschaftsformen. Sie sind flache Landstriche und erheben sich nur wenige Meter über oder teilweise auch unter dem Meeresspiegel.


Meeresverschmutzung
Meeresverschmutzung wird im Umweltprogramm der Bundesregierung definiert als die Summe der Einflüsse, die das Ökosystem der Hohen See und der Küstengewässer in solcher Weise verändern, daß Schädigungen im Pflanzen- und Tierreich sowie beim Menschen auftreten.


Mineralwasser
Mineralwasser ist Grundwasser, das im Vergleich zum üblichen Trinkwasser mit Mineralstoffen angereichert ist.


Mittelmeer Das M. mit einer Fläche von rund 3 Mio km2 wird von Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollständig umschlossen.


Nahrungskette
Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt).


Naturland
Naturland, Verein für naturgemäßen Landbau e.V., wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet. Die 1357 Mitgliedsbetreibe bewirtschaften in der BRD insgesamt 55.000 ha Anbaufläche. Die wichtigsten Zielsetzungen des Verbandes sind gezielte Bodenpflege, Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht, artgerechte Tierhaltung mit Verfütterung betriebseigener Futtermittel und insbesondere die Förderung der Vermarktung der naturgemäß erzeugten Produkte.


Nitrifikation
siehe Mikrobielles Transformationsvermögen.


Nordsee
Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen


NTA
NTA ist ein Komplexbildner, der u.a. zur Wasserenthärtung eingesetzt wird.


Oberflächenwasser
Als Trinkwasser müssen O. (insb. stark schadstoffbelastete Flüsse) technisch aufwendig aufbereitet werden (Trinkwasseraufbereitung).


Öko-Institut, Freiburg
Das Öko-Institut e.V.- Institut für angewandte Ökologie – wurde 1977 mit dem Ziel eine, von Regierung und Industrie unabhängige, Umweltforschung zum Nutzen der Gesellschaft zu betreiben gegründet. Den Ausschlag zu dieser Entscheidung gab die Auseinandersetzung um den Bau des AKW Wyhl in Baden- Württemberg


Oligotroph
Nährstoff- und humusarm (Gegensatz: eutroph)


Pflanzenkläranlagen
In P. wird Abwasser beim Durchfließen einer bewachsenen Feuchtzone biologisch gereinigt.


Plankton
Im Wasser schwebende, mikroskopisch kleine Organismen, die sich nicht selbst fortbewegen können.


Regenwasser
R. wird verschmutzt durch die in der Atmosphäre vorhandenen Schadstoffe (Saurer Regen, Emission) und Stäube sowie durch Bodenoberflächenverunreinigungen wie Reifenabrieb (Abrieb), Straßenstaub, Öl- und Treibstoffverluste, Düngemittel, Pestizide und organische Abfälle.


Regenwassernutzung
Das auf das Dach eines Hauses fallende Regenwasser wird über die Dachrinne in einen Sammelbehälter im Boden oder im Keller des Hauses geleitet und über Pumpen, Filter und separate Versorgungsleitungen zu den Zapfstellen transportiert.


Reinigung, biologische
siehe Abwasserreinigung.


Reinigung, chemische
siehe Chemische Reinigung.


Rhein
Dieser Begriff ist leider nicht online verfügbar.


Rhein-Main-Donau-Kanal
(RMD-Kanal) Die nicht vorhandene natürliche Verbindung der Flüsse Rhein und Donau soll durch den seit 1921 geplanten Bau des insg. 677 km langen R. geschaffen werden.


Saprobiensystem
(Biologische Gewässergüte) System zur Bestimmung der Gewässergüte von Fließgewässern mittels Indikatororganismen. Das S. beschreibt die Gewässerbelastung mit biologisch leicht abbaubaren organischen Substanzen (z.B. aus kommunalem Abwasser).


Sauerstoff
Chemisches Element der VI. Hauptgruppe, Symbol O, Ordnungszahl 8, Siedepunkt –182,97 °C, Schmelzpunkt –218,79 °C, bei Normalbedingungen farb- und geruchloses Gas, tritt normalerweise als S.-Molekül auf, kann aber auch kurzzeitig atomar oder als Ozon auftreten. Es ist das häufigste Element auf der Erde (Erdrinde 46,5 Gew-%, Gewässer 89 Gew-%, Luft 23 Gew-%).


Sauerstoffzehrung
Als Sauerstoffzehrung bezeichnet man den Verbrauch von Sauerstoff beim Abbau von organischen Bestandteilen durch Mikroorganismen in Gewässern.


Saurer Regen
Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) wird der enthaltene Schwefel zum größten teil in gasförmiges Schwefeldioxid umgewandelt.


Schwebstoffe
Syn.: Suspendierte Stoffe. In Wasser (oder evtl. einem anderen Umgebungsmedium) enthaltene mineralische oder organische Stoffe, die nicht in Lösung gehen.


Schwimmbeckenwasser
S. in öffentlichen Schwimmbädern ist lt. Bundesseuchengesetz bzw. DIN 19643 unter seuchenhygienischer Sicht dem Trinkwasser gleichgestellt und wird mit chemischen, hydraulischen und aufbereitenden Verfahren behandelt (Trinkwasseraufbereitung, Desinfektion).


Sedimentation
Absetzen von Feststoffteilchen aufgrund von Schwer- oder Zentrifugalkraft.


Seife
Das anionische Tensid Seife ist die mit Abstand älteste von Menschen heergestellte waschaktive Substanz. Seife wird seit etwa 5.000 Jahren aus natürlichen Fetten und Ölen durch Sieden mit Alkalien, heutzutage meist Natron- und Kalilauge, hergestellt.


Selbstreinigung von Gewässern
Fast alle Fließgewässer besitzen ein ausgeprägtes Vermögen organische Belastungen durch Mikroorganismen abzubauen oder mit der Strömung abzutransportieren. Organische Stoffe werden außerhalb des natürlichen Stoffkreislaufs aus verschiedenen Quellen direkt oder indirekt durch den Menschen in die Gewässer eingetragen.


Sickerwasser
siehe Deponiesickerwasser, Grundwasser.


Staudamm
siehe Wasserkraft, Talsperre.


Stiftung Ökologie & Landbau
Die Stiftung Ökologie & Landbau {-(SÖL)} wurde 1962 gegründet.
Ziel der Stiftungsaktivität ist, den ökologischen Landbau zu fördern und zu unterstützen. Die {-SÖL} setzt sich mit den Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft auf Boden, Wasser und Klima auseinander


Tafelwasser
siehe Mineralwasser.


Teich
siehe Gartenteich.


Trinkwasser
Trinkwasser ist weltweit gesehen eine Mangelware und die Lage wird sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verschärfen.


Trinkwasserdesinfektion
siehe Chlorung, Ozonierung, UV-Strahlung.


Trinkwasserfluoridierung
Die T. ist aufgrund des Zielkonfliktes zwischen Kariesprophylaxe und Schädigung durch Fluoride umstritten (Fluor).


Trinkwasserverbrauch
Der tägliche T. in Deutschland beträgt 127 Liter pro Einwohner und Tag. Er ist damit zusammen mit Belgien der niedrigste Wasserverbrauch in der Europäischen Union.


Trinkwasserverordnung
Die T. legt die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an die Beschaffenheit von Trinkwasser und von Wasser für Lebensmittelbetriebe fest.


Trophiesystem
System zur Bestimmung der Gewässergüte von Seen anhand der Intensität der pflanzlichen Produktion im Gewässer.


Uferfiltrat
Wasser, das in Ufernähe eines Flusses durch Brunnen gewonnen wird.


Umkippen
Umgangssprachliche Bezeichnung für übermäßiges Algenwachstum (Eutrophierung) bzw. Schadstoffüberbelastung eines Gewässers.


Vorfluter
Bach oder Fluß, in den die gereinigten Abwässer einer Kläranlage (Abwasserreinigung) eingeleitet werden.


Wasser
Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf.


Wasserbehörden
In der Verantwortung der W. liegt der Vollzug des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und der Landeswassergesetze (LWG).


Wasserbücher
Die Bewirtschaftung von Gewässern (dazu zählt auch das Grundwasser) bedarf laut Wasserhaushaltsgesetz (WHG) einer behördlichen Erlaubnis, die widerrufen werden kann, oder einer Bewilligung (nicht widerrufbarer Rechtstitel).


Wasserdampfdiffusion
siehe Diffusionswiderstand.


Wasserdesinfektion
siehe Chlorung, Ozonierung , UV-Strahlung,Trinkwasseraufbereitung.


Wassergefährdende Stoffe
Gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz §19g werden wassergefährende Stoffe mittels Verwaltungsvorschrift näher bestimmt und entsprechend ihres Gefahrenpotentials für Mensch und Umwelt in Wassergefährdungsklassen eingestuft.


Wassergefährdungsklassen
Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit werden Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht und eingestuft. Die Einteilung der Stoffe in Wassergefährdungsklassen liefert Anhaltspunkte für Maßnahmen nach Schadensfällen und beschreibt Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gewässer beim Lagern, Abfüllen, Umschlagen und Befördern wassergefährdender Stoffe.


Wasserhaushalt des Waldes
Die Wasserbilanz eines Waldes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Der Anteil des Kronendurchlasses (das Wasser, das direkt durch die Lücken im Kronendach auf den Waldboden fällt) ist abhängig vom Baumalter, der Baumart und der Waldstruktur: Laubbäume 57-78%, Nadelbäume 70-80% bei Starkregen, bei Schwachregen 15-20%.


Wasserkreislauf
Die Wasservorräte (Gesamtmenge ca. 1,35 Mrd m3) der Erde stehen über den W., der letztlich durch die Wärmestrahlung der Sonne angetrieben wird (Globalstrahlung), miteinander im Fließgleichgewicht.


Wasserleitung
Man unterscheidet zwischen Trink- und Abwasserleitungen (Trinkwasser, Abwasser).


Wasserschutzgebiet
Das W. ist ein spezielles gesetzliches Instrument, Grundwassernutzungen für die öffentliche Wasserversorgung zu schützen.


Wassersparen
Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel und es ist in jedem Fall sinnvoll und wirkt kostensenkend.  Wasserverschmutzung
siehe Gewässerbelastung.


Wasserwerk
siehe Trinkwasseraufbereitung.


Weitergehende Abwasserreinigung
(3. Reinigungsstufe) Verfahren der Abwasserreinigung, die zusätzlich zu den heute üblichen mechanischen und biologischen Reinigungsstufen eingesetzt werden, um weitere Schadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen.


WGK
WGK = Abkürzung für Wassergefährdungsklassen


WWF
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.