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	<title>Duftstoffe &#8211; Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.</title>
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		<title>Studien: Glyphosat entsteht in Kläranlagen aus Waschmittel</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2025 08:08:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zwei neue Studien erhärten den Verdacht, dass in Kläranlagen das umstrittene Pestizid Glyphosat aus Waschmittelzusätzen entsteht. Diese werden demnach nicht vollständig aus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="body3 body5 ArticleItemTeaserText_text__H_RS_ ">Zwei neue Studien erhärten den Verdacht, dass in Kläranlagen das umstrittene Pestizid Glyphosat aus Waschmittelzusätzen entsteht. Diese werden demnach nicht vollständig aus den Anlagen gefiltert und gelangen in die Umwelt.</p>
<p>Die Nachricht war überraschend und sorgte für Widerspruch: Stammt ein Teil des umstrittenen Pestizids Glyphosat gar nicht aus der Landwirtschaft, sondern aus unseren Waschmitteln – und damit letztlich aus Kläranlagen? Eine Studie der Universität Tübingen äußerte diesen Verdacht im letzten Jahr. Nun legt das Forscherteam mit weiteren Studien nach, um diese überraschende These zu untermauern.</p>
<h4>Glyphosat-Messungen deuten auf Kläranlagen als Quelle hin</h4>
<p>Dem Forscherteam um die Chemikerin und Umweltanalytikerin Carolin Huhn von der Universität Tübingen fiel auf, dass das Auftreten von Glyphosat in Gewässern nicht mit dem Einsatz in der Landwirtschaft zusammenpasste. Demnach müsste es beispielsweise im Frühjahr einen Anstieg geben oder nach starken Regenfällen, wenn das Pestizid von den Äckern ausgespült wird. Doch Analysen der Daten der Landesuntersuchungsämter, die bis 1988 zurückreichen, so Huhn, zeigen, dass sich die Einträge über das ganze Jahr gleichmäßig verteilen: &#8222;Die Eintragsmuster dort passen überhaupt nicht zu einem landwirtschaftlichen Einsatz, sondern weisen klar auf einen Eintrag über Kläranlagen hin.&#8220;</p>
<h4>Aus einem Waschmittelzusatz wird ein Pestizid</h4>
<p>Carolin Huhn und ihr Team haben für ihre neue Studie aus Kläranlagen &#8222;frischen Klärschlamm&#8220; ins Labor gebracht und mit einem Waschmittelzusatz versehen. Das Ergebnis ist für Laien verblüffend, für Chemiker nicht: Es entstand &#8222;schon nach ein paar Stunden&#8220; Glyphosat (externer Link). Verantwortlich ist ein den allermeisten wohl unbekannter Stoff mit dem langen Namen &#8222;Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure&#8220;, abgekürzt DTPMP. Diese Chemikalie gehört zur Gruppe der Phosphonate und ist in vielen Waschmitteln enthalten. Dort verhindert sie die Kalkbildung und verbessert so auch die Waschleistung.</p>
<h4>Studien belegen überraschende Theorie</h4>
<p>Für Carolin Huhn ist es nicht erstaunlich, dass aus dem Phosphonat Glyphosat entsteht: &#8222;Dieses Waschmitteladditiv ist einfach das Molekül Glyphosat in zweieinhalbfacher Größe. Man findet die Grundstruktur von Glyphosat schon, wenn man sich einfach die Strukturform von DTPMP anschaut.&#8220; Man müsse dem nur noch Sauerstoff hinzugeben, dann ergebe sich Glyphosat.</p>
<h4>Mangan als Reaktionstreiber</h4>
<p>Ihr Kollege, der Umweltchemiker Stefan Haderlein, forscht ebenfalls an der Uni Tübingen und hat gemeinsam mit Carolin Huhn eine weitere Studie zu dem Thema gemacht (externer Link). Dabei haben sie im Labor DTPMP zu verschiedenen Wasserlösungen gegeben. Entscheidend war die Zugabe von Mangan in verschiedener Form, auch als Mangan-Oxid, also in Verbindung mit Sauerstoff.</p>
<p>Mangan, so Haderlein, wirkt wie ein Katalysator, also ein Reaktionsbeschleuniger. Damit gelinge die chemische Umwandlung von DTPMP in Glyphosat ganz einfach: &#8222;Mangan ist ein sehr häufiges Element, das in der Erdkruste fast überall anzutreffen ist. Es ist also weit verbreitet und praktisch in allen natürlichen Gewässern vorhanden.&#8220; Die Lösungen haben sie dabei auch sterilisiert, also alle Bakterien abgetötet, um auszuschließen, dass diese die Umwandlung bewirken.</p>
<h4>Waschmittel-Industrie kritisiert Studien</h4>
<p>Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel IKW widersprach den Studien-Ergebnissen und gab an, bei eigenen Versuchen keine Glyphosat-Bildung festgestellt zu haben (externer Link). Der Verband geht davon aus, dass DTPMP aus Waschmitteln &#8222;nur einen sehr geringen Beitrag zu den gemessenen Glyphosatmengen in Oberflächengewässern hat&#8220;.</p>
<p>Sowohl Carolin Huhn als auch Stefan Haderlein räumen ein, dass nicht klar ist, wie viel Glyphosat in Kläranlagen entsteht und von dort aus in die Umwelt gelangt. Aber laut ihren &#8222;sehr schwierigen&#8220; Recherchen werden etwa 2.500 Tonnen DTPMP jedes Jahr in Deutschland als Entkalker eingesetzt. Eine ähnlich große Menge wie die des direkt als Herbizid eingesetzten Glyphosats. Bei diesen Mengen DTPMP, so Haderlein, &#8222;genügt schon eine sehr geringe Ausbeute, ein sehr geringer Grad der Umwandlung, um etliche Kilogramm Glyphosat landesweit zu erzeugen&#8220;.</p>
<h4>Landwirtschaft gilt weiterhin als Eintragsquelle</h4>
<p>Zudem sei unklar, welche Mengen des Pestizids die Kläranlagen herausfiltern können. Für Stoffe wie Glyphosat seien diese gar nicht ausgelegt. Carolin Huhn geht von maximal 80 bis 90 Prozent aus, die herausgefiltert werden. Das würde bedeuten, dass das Meiste in die Umwelt gelangende Glyphosat zwar immer noch aus der Landwirtschaft stammt, aber eben doch ein Teil in Kläranlagen durch den Waschmittelzusatz entsteht und von dort in die Flüsse gelangt.</p>
<h4>Verzicht auf DTPMP in Waschmitteln</h4>
<p>Ihre Forderung: Die Verbraucher sollten Waschmittel verwenden, die kein DTPMP, sondern biologisch abbaubare Entkalker enthalten. Wenn dies auf der Verpackung nicht deklariert sei, sollte man beim Hersteller anfragen. Der müsse Auskunft erteilen.</p>
<p>Quelle: <strong>Bayerischer Rundfunk</strong></p>
<p>Das dazu gehörige Fachseminar ist in der <a href="https://iwu-ev.de/veranstaltungen/?beitrag">Seminarwelt des IWU Magdeburg</a> auffindbar.</p>
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		<title>Geruch – Messung und Beseitigung unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben</title>
		<link>https://iwu-ev.de/7576-2/</link>
		
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		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 13:50:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[1. Einleitung Gerüche stellen ein komplexes Phänomen dar, das sowohl die Lebensqualität als auch die Arbeitsbedingungen erheblich beeinträchtigen kann. Sie sind oft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="" data-sourcepos="3:1-3:17">1. Einleitung</h3>
<p data-sourcepos="5:1-5:38">Gerüche stellen ein komplexes Phänomen dar, das sowohl die Lebensqualität als auch die Arbeitsbedingungen erheblich beeinträchtigen kann. Sie sind oft subjektiv wahrnehmbar und können zu Beschwerden und Konflikten führen. Ziel dieses Fachberichts ist es, einen Überblick über die Grundlagen der Geruchswahrnehmung, gängige Messmethoden und Strategien zur Geruchsbeseitigung zu geben. Dabei wird besonderer Wert auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gelegt.</p>
<h3 class="" data-sourcepos="7:1-7:40">2. Grundlagen der Geruchswahrnehmung</h3>
<ul data-sourcepos="9:1-9:10">
<li data-sourcepos="9:1-9:10"><strong>Physiologie:</strong> Gerüche werden durch flüchtige, in der Luft gelöste Moleküle ausgelöst, die über die Nase aufgenommen und im Gehirn verarbeitet werden.</li>
<li data-sourcepos="10:1-10:154"><strong>Subjektivität:</strong> Die Geruchswahrnehmung ist stark subjektiv und von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht und genetischer Veranlagung abhängig.</li>
<li data-sourcepos="11:1-12:0"><strong>Geruchsqualität:</strong> Gerüche werden oft anhand von Eigenschaften wie Intensität, Qualität (z.B. süß, sauer, faulig) und Dauer beschrieben.</li>
</ul>
<h3 class="" data-sourcepos="13:1-13:27">3. Messung von Gerüchen</h3>
<ul data-sourcepos="15:1-16:40">
<li data-sourcepos="15:1-16:40"><strong>Olfaktometrie:</strong>
<ul data-sourcepos="16:5-16:40">
<li data-sourcepos="16:5-16:40"><strong>Dynamische Olfaktometrie:</strong> Eine definierte Geruchsprobe wird in einem Luftstrom verdünnt und von einer Testperson bewertet.</li>
<li data-sourcepos="17:5-17:134"><strong>Statische Olfaktometrie:</strong> Die Geruchsprobe wird in einem geschlossenen Behälter präsentiert und die Geruchsschwelle bestimmt.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="18:1-19:155"><strong>Elektronische Nasen:</strong>
<ul data-sourcepos="19:5-19:155">
<li data-sourcepos="19:5-19:155">Basieren auf verschiedenen Sensoren (z.B. gaschromatographische, massenspektrometrische), die charakteristische Muster von Geruchsmolekülen erkennen.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="20:1-22:0"><strong>Sensorische Analyse:</strong>
<ul data-sourcepos="21:5-22:0">
<li data-sourcepos="21:5-22:0">Geschulte Prüfer bewerten Gerüche anhand von standardisierten Verfahren.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3 class="" data-sourcepos="23:1-23:27">4. Gesetzliche Vorgaben</h3>
<ul data-sourcepos="25:1-36:0">
<li data-sourcepos="25:1-28:61"><strong>Immissionsschutzgesetz (BImSchG):</strong>
<ul data-sourcepos="26:5-28:61">
<li data-sourcepos="26:5-26:72">Festlegung von Grenzwerten für Immissionen, einschließlich Geruch.</li>
<li data-sourcepos="27:5-27:65">Verpflichtung zur Vermeidung und Verminderung von Gerüchen.</li>
<li data-sourcepos="28:5-28:61">Anforderungen an die Überwachung von Geruchsemissionen.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="29:1-31:54"><strong>Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft):</strong>
<ul data-sourcepos="30:5-31:54">
<li data-sourcepos="30:5-30:52">Konkretisierung der Anforderungen des BImSchG.</li>
<li data-sourcepos="31:5-31:54">Vorgaben zur Messung und Bewertung von Gerüchen.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="32:1-36:0"><strong>Weitere relevante Gesetze und Verordnungen:</strong>
<ul data-sourcepos="33:5-36:0">
<li data-sourcepos="33:5-33:17">Abfallrecht</li>
<li data-sourcepos="34:5-34:23">Lebensmittelrecht</li>
<li data-sourcepos="35:5-36:0">Arbeitsschutzrecht</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3 class="" data-sourcepos="37:1-37:40">5. Strategien zur Geruchsbeseitigung</h3>
<ul data-sourcepos="39:1-45:54">
<li data-sourcepos="39:1-42:82"><strong>Technische Maßnahmen:</strong>
<ul data-sourcepos="40:5-42:82">
<li data-sourcepos="40:5-40:110"><strong>Abluftreinigung:</strong> Einsatz von Filtern, Absorbern oder Biofiltern zur Entfernung von Geruchsmolekülen.</li>
<li data-sourcepos="41:5-41:93"><strong>Geruchsüberdeckung:</strong> Verwendung von Duftstoffen zur Maskierung unangenehmer Gerüche.</li>
<li data-sourcepos="42:5-42:82"><strong>Luftaustausch:</strong> Erhöhung der Luftwechselrate zur Verdünnung von Gerüchen.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="43:1-45:54"><strong>Organisatorische Maßnahmen:</strong>
<ul data-sourcepos="44:5-45:54">
<li data-sourcepos="44:5-44:103"><strong>Prozessoptimierung:</strong> Anpassung von Produktionsprozessen zur Minimierung von Geruchsemissionen.</li>
<li data-sourcepos="45:5-45:54"><strong>Wartung und Reinigung:</strong> Regelmäßige Reinigung von Anlagen und Einrichtungen.</li>
<li data-sourcepos="46:5-46:76"><strong>Schulungen:</strong> Sensibilisierung der Mitarbeiter für das Thema Geruch.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="47:1-49:0"><strong>Biologische Maßnahmen:</strong>
<ul data-sourcepos="48:5-49:0">
<li data-sourcepos="48:5-49:0"><strong>Einsatz von Mikroorganismen:</strong> Abbau von Geruchsmolekülen durch Bakterien oder Pilze.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h3 class="" data-sourcepos="50:1-50:12">6. Fazit</h3>
<p data-sourcepos="52:1-52:395">Gerüche stellen eine komplexe Herausforderung dar, die sowohl technisch als auch rechtlich zu bewältigen ist. Eine erfolgreiche Geruchsbeseitigung erfordert ein umfassendes Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Durch den Einsatz geeigneter Messmethoden und die Umsetzung gezielter Maßnahmen können Geruchsbelästigungen effektiv reduziert und die Lebensqualität verbessert werden.</p>
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<p data-sourcepos="57:1-57:117">Das dazu gehörige Fachseminar ist in der <a href="https://iwu-ev.de/veranstaltungen/?beitrag">Seminarwelt des IWU Magdeburg</a> auffindbar.</p>
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